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Oktober 2020 – Gesundheitsnotstand 2.0

Reisewarnung und Gesundheitsnotstand: Urlaub in der Normandie ist in diesem Herbst schwierig geworden. Welche Regelungen gibt es? Was muss ich beachten? Wann muss ich in Quarantäne? Die wichtigsten Fakten für Euch zusammengefasst. Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Stand der Informationen 22. Oktober, 12.24 Uhr. Die jeweils neu hinzugekommenen Dinge im Fließtext sind fett markiert.

Ein Hund  schwarzer Hund vor schwarzem Grund.
Was muss ich beachten, wenn ich jetzt in die Normandie reisen möchte?

Inhaltsverzeichnis

Breaking News

22. Oktober, 17 Uhr: 38 neue Départements werden unter nächtliche Ausgangssperre gestellt, darunter der Calvados. Bei den bereits betroffenen Metropolregionen wurden die Maßnahmen auf das Département ausgeweitet. Das betrifft Seine-Maritime.  Insgesamt sind 54 Départements und einer Überseeregion betroffen, insgesamt 46 Millionen Franzosen. Die neuen Ausgangsbeschränkungen gelten ab der Nacht von Freitag, 23. Oktober auf Samstag, 24. Oktober, ab  0 Uhr. Die Regeln werden uverändert übernommen. Innerhalb einer Woche sind die Fallzahlen um 40 Prozent gestiegen.  In der Pressekonferenz wurde zudem die neue, verbesserte App vorgestellt, TousAntiCovid ist dann in den entsprechenden App-Stores kostenlos erhältlich. 

Der neue Gesundheitsnotstand seit 17. Oktober

Ganz Frankreich befindet sich wieder im Gesundheitsnotstand. Unterschieden wird nur nach "Gesundheitsnotstand ohne Ausgangssperre" und "Gesundheitsnotstand mit Ausgangssperre". Im ganzen Land gelten daher folgende Einschränkungen:

  • Private Feiern in öffentlich zugänglichen Räumen sind komplett verboten, auch Hochzeiten und Studentenparties.
  • Ihr dürft Euch überall im öffentlichen Raum nur noch mit sechs Personen treffen. Für Treffen im privaten Räumen (Wohnung, Ferienhaus) wird das zumindest dringend empfohlen.
  • Alle Restaurants sind verpflichtet, ein verbessertes Sanitärprotokoll umzusetzen. Es sind maximal 6 Personen pro Tisch zugelassen. Gäste müssen am Eingang ihre Daten zur Kontaktverfolgung angeben (Name, Vorname, Telefonnummer und E-Mail). Diese Daten werden der örtlichen Gesundheitsbehörde zur Verfügung gestellt, falls es das Kontakt-Tracking erforderlich machen sollte und werden ansonsten nach zwei Wochen gelöscht. Mit Ausnahme beim Essen muss immer Maske getragen werden, am Tisch, bis der erste Gang serviert wird und auch zwischen den Gängen. Unnötige Bewegung innerhalb des Restaurants ist zu vermeiden, und auch dazu die Maske aufzusetzen. Die Maske muss Mund und Nase vollständig bedecken und Gesichtsschilde sind nicht zulässig! Die Bezahlung am Tisch ist obligatorisch. Es wird empfohlen, eine Reservierung vorzunehmen. Am Eingang muss der Gastgeber Euch auf Hygienestandard und Kapazitäten hinweisen. Es muss ein Meter Abstand zwischen den Tischen sein. Der übliche Apero an der Bar vor dem eigentlichen Betreten des Restaurants ist nicht gestattet. Der Gastronom muss hydroalkoholisches Gel zur Verfügung stellen, idealerweise für jeden Tisch, aber mindestens am Eingang. Wenn Euch das alles zu kompliziert ist: Viele Restaurants bieten einen Abholservice an.  Zahlt möglichst per Karte.
  • Alle Etablissements mit Sitzplätzen müssen jeden zweiten Platz frei lassen und der Präfekt kann eine zulässige Obergrenze festlegen (zum Beispiel Kino).
  • Auch in Museen, Supermärkten und sonstigen Innenräumen gilt eine Obergrenze und pro Kunde müssen vier Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen.
  • Es besteht eine Obergrenze von maximal 5.000 Teilnehmern für alle Veranstaltungen.
  • Das Arbeiten vom Homeoffice soll wieder verstärkt werden, wo möglich (zwei- bis dreimal pro Woche).

Das soll mindestens vier Wochen gelten und vom Parlament um zwei weitere Wochen verlängert werden. In manchen Départements haben die Präfekten bereits damit begonnen, schärfere Regeln durchzusetzen und in entsprechende Erlasse zu gießen.

 

Wichtig: Es gibt derzeit keine Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Nicht in den Urlaub fahren zu können, sei unverhältnismäßig, so der französische Premier Castex bei der Presekonferenz am 15. Oktober.

 

Allerdings ist es möglich, dass weitere Städte und Regionen mit einer nächtlichen Ausgangssperre belegt werden.

Auch ein totales oder regionales Confinement ist wieder denkbar.

Am 22. Oktober soll eine neue Kontakt-Tracking-App kommen, nachdem sich die alte Version als ein Flop erwiesen hat.

Hier gibt es eine Ausgangssperre

Karte für den Gesundheitsnotstand mit und ohne Ausgangssperre. Quelle: Sante Gouv, Stand: 17. Oktober
Karte für den Gesundheitsnotstand mit und ohne Ausgangssperre. Quelle: Sante Gouv, Stand: 17. Oktober

In folgenden Städten gilt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 6 Uhr:

  • Paris und die Region Ile-de-France
  • Metropolregion Grenoble-Alpes
  • Europäische Metropole Lille
  • Metropolregion Lyon
  • Metropolregion Aix-Marseille-Provence
  • Metropolregion Montpellier-Méditerranée
  • Metropolregion Rouen-Normandie
  • Metropolregion Saint-Etienne 
  • Metropolregion Toulouse

Ausnahmen bestehen nur für den Weg zur Arbeit, medizinische Versorgung, Unterstützung für Verwandte oder Gassigehen mit dem Hund (wie schon im Frühjahr, nur im ein Kilometer-Radius). Ein entsprechende Selbstauskunft könnt Ihr online ausfüllen und auf dem Smartphone mitführen.  Wenn Euch Papier lieber ist, ladet Euch die englische Version runter:

Download
Selbstauskunft für nächtliche Ausgangssperre
Englische Version
16-10-2020-attestation-de-deplacement-de
Microsoft Word Dokument 9.7 KB

In den betroffenen Metropolen gelten weitere Einschränkungen, wie geschlossene Bars und Sporthallen. An den Universitäten darf nur die Hälfte der Studenten am Präsenzunterricht teilnehmen.

Masken und Maßnahmen in der Normandie

Grundsätzlich ist das Tragen von Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, in allen Museen und allen öffentlich zugänglichen Innenräumen (Supermarkt, Post, Bank, Behörden) für Menschen ab 11 Jahren Pflicht. In den Restaurants immer, wenn Ihr Euch bewegt und zwischen den Gängen. Ohne Maske kostet es 135 Euro Strafe, bei wiederholten Vergehen 1.500 Euro, beim dritten Mal sind bis zu 3.750 Strafe und sechs Monate Gefängnis drin.  Masken müssen Mund, Nase und Kinn komplett bedecken, Gesichtsschilde sind vielerorts nicht mehr zulässig!   Achtung: Das Wegwerfen von Einwegmasken ist mit einem Bußgeld bewehrt und kostet Euch 135 Euro. In Frankreich seht Ihr oft die Maske am Innenspiegel des Fahrzeuges hängen. Das ist aber nicht erlaubt, weil es die freie Sicht auf die Straße versperrt und kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

Die Präfekten können zudem  selbst weitere Maßnahmen deklarieren. Ganz allgemein gehen sie dazu über, überall im öffentlichen Raum Maskenpflicht zu verordnen. Auch werden zum Teil Messen, Veranstaltungen und Flohmärkte verboten. Ein Überblick.

Calvados

Grundsätzlich müsst Ihr im Calvados auf allen Märkten, Flohmärkten und ähnlichen Veranstaltungen bis 31. OKTOBER eine Maske tragen. Auch um viele Schulen herum gilt eine Schutzzone, in der Ihr eine Maske tragen müsst. Die Missachtung kostet 135 Euro. In stark frequentierten Orten des Départements, dh. nahezu in allen Küstenorten, müsst Ihr auch auf der Straße eine Maske aufsetzen, in Caen, das besonders schwer betroffen ist, gilt dies auch für bestimmte Parks und Grünanlagen. Auch auf den Gedenkstätten Colleville sur Mer und an der Pointe du Hoc gilt Maskenpflicht.  Eine Übersicht findet Ihr auf der Seite der Präfektur.

Der gesamte Calvados befindet sich zudem in einem "gesundheitlichen Notstand ohne Ausgangssperre". Die Bars müssen um 21 Uhr schließen. Zwischen Gästegruppen muss ein Meter Platz sein und es darf nur sitzend konsumiert werden.  In Restaurants könnt Ihr Eure Mahlzeit nach 21 Uhr beenden, aber um 22 Uhr ist Schluss. Die Lieferung ist auch nach 22 Uhr möglich. Alkohol darf von 20 bis 6 Uhr nicht verkauft werden. Zu Shows dürfen nicht mehr als 1000 Zuschauer kommen, jeder zweite Platz muss frei bleiben. Flohmärkte werden verboten. Jahrmärkte dürfen nur noch mit drei Schaustellern stattfinden. Die Wochenmärkte werden ausgedünnt, zwischen den Marktständen gibt es einen Abstand von zwei Metern. Mehr Infos (auf französisch) auf der Seite der Präfektur.

Eure

In der Eure gilt grundsätzlich eine Maskenpflicht auf allen Märkten, Flohmärkten, Antikmärkten, Jahrmärkten. Auch im Umkreis von Schulen, Schulbushaltestellen und an Bahnhöfen ist das Tragen von Masken obligatorisch. Die Verordnung hat kein Verfallsdatum.  In zahlreichen touristischen Orten, aber auch größeren Städten müsst Ihr auf der Straße eine Maske tragen (außer Ihr seid im Park, im Wald oder zum Sport unterwegs). Eine Übersicht der betroffenen Orte findet Ihr auf der Seite der Präfektur. In der gesamten Eure gilt ein Verbot von Rave-Partys und ähnlichen Veranstaltungen bis 31. Oktober. Seit dem 20 Oktober gilt:

  • Bars und Restaurants müssen um 22 Uhr geschlossen werden. Außer-Haus-Verkauf von Sperisen ist noch nach 22 Uhr möglich.
  • Kein Verkauf von Alkohol nach 22 Uhr. Es ist zudem verboten, Alkohol im öffentlichen Raum zu konsumieren.
  • Schließung aller Umkleideräume in öffentlichen oder privaten Sportstätten.
  • Jahrmärkte und Flohmärkte sind verboten; Wochenmärkte dürfen weiterhin stattfinden.
  • Veranstaltungen dürfen nur noch mit maximal 1.000 Personen stattfinden.

Manche

Das Tragen von Masken ist auf allen Märkten und Flohmärkten Pflicht, ebenso im Umkreis von 50 Metern von Schulen, Schulbushaltestellen und Bahnhöfen. Außerdem gilt die Maskenpflicht in der Stadt Cherbourg (Überblick). Bis 31. Dezember gilt dies zudem für alle Innenräume, Busse und "Intra Muros" am Mont-Saint-Michel. Seit 17. Oktober erstreckt sich die Maskenpflicht zusätzlich auf die Straße "Le  Caserne" (Hauptverkehrsstraße mit Restaurants auf dem Festland), den Damm und den Überweg sowie die Umgebung im Umkreis von 50 Metern, die Barrage Cousenon und den Besucherparkplatz. Neu bersteht in folgenden Orten Maskenpflicht:  Agon-Coutainville, Avrances, Barneville-Carteret, Barfleur, Bréhal,Carentan-les-Marais, Carolles,  Champeaux, Granville, Julloville, Portbail-sur-Mer inklusive einiger Straßen an der Plage von Denneville, Saint-Lô, Saint-Pair-sur-Mer und Saint-Vaast-La Hougue. Weitere Städte und Gemeinden werden folgen. Eine Übersicht und Straßenverzeichnisse findet Ihr auf der Seite der Präfektur.

Orne

Das Tragen von Alltagsmasken ist auf allen Wochenmärkten, Antikmärkten und Flohmärkten Pflicht. Außerdem rund um Schulen, an Bushaltestellen und um Bahnhöfe. Außerdem muss in folgenden Städten eine Maske im öffentlichen Raum (Straßenverzeichnis der Orte) getragen werden: Alençon, Flers, Argentan, Mortagne-au-Perche, Bagnoles-de-l'Orne und Bellême. Hinzugekommen sind am 17. Oktober L’Aigle und die Wallfahrtskirche in La Chapelle Montligeon im Umkreis von 500 Metern einschließlich der Parkplätze. Findet mehr über die Maßnahmen der Präfektur heraus.

Seine-Maritime

In Seine-Maritime gilt auf allen Flohmärkten und Märkten eine Maskenpflicht. Zudem überall rund um die Schulen. Außerdem in der Region Rouen, Le Havre, Sainte-Adresse, Barentin sowie Etrat und Dieppe. Hinzu kommen zahlreiche weitere Gemeinde und Städte (Coteville-sur-Mer, Montivillers, Harfleur, Gonfreville l'orcher). Ab 17. Oktober gilt: Der Großraum Rouen fällt unter die nächtliche Ausgangssperre. Zusätzlich dazu und zu den allgemeinen Maßnahmen im Rahmen des Gesundheitsnotstands hat der Präfekt folgende Maßnahmen ergriffen: Verbot aller Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern, kein Ausschank auf Sportveranstaltungen und alle Bars des Départements müssen um 22 Uhr schließen.

In den Küstenorten Le Treport, Criel-sur-Mer, Varengeville-sur-Mer, Etretat, Yport, Veulettes-sur-Mer, St Valery-en-Caux, Veules-les-Roses, St Aubin-sur-Mer, Fécamp und Dieppe gilt an Wochenenden, Feiertagen und während der Schulferien:

  • Der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen ist von 22 Uhr bis 6 Uhr streng verboten. 
  • Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Bereichen (Parks, Gärten usw.) ist von 22 Uhr bis 6 Uhr verboten.
  • Das Tragen einer Maske ist für alle über elf Jahre alten Personen von 7 Uhr morgens bis Mitternacht in den Stadtzentren, auf Strandpromenaden und Wanderwegen Pflicht.

In Le Havre, Sainte-Adresse, Harfleur, Gonfreville-l'Orcher dürfen keine Flohmärkte mehr stattfinden. Außerdem gilt:

  • Die Jahrmärkte müssen um 22 Uhr schließen. 
  • Der Konsum von Alkohol auf öffentlichen Straßen und in öffentlichen Räumen (Parks, Gärten usw.) ist von 22 Uhr bis 6 Uhr verboten
  • Der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen ist von 22 Uhr bis 6 Uhr strengstens verboten
  • Körperliche und sportliche Aktivitäten sind in geschlossenen und offenen Sportanlagen verboten.

In der Metropolregion Rouen, die unter die Ausgangsbeschränkungen fällt, sind außerdem Einrichtungen mit Publikumsverkehr wie Bars, Sportanlagen, Spielhallen, Messen und Ausstellungen den ganzen Tag geschlossen. Alles über die neuen Maßnahmen erfahrt Ihr bei der Präfektur.

Ein- und Ausreise, Risikogebiete

Was muss ich bei der Ein- und Ausreise beachten? Für wen gilt eine Quarantäne? Wo muss ich mich melden?

Die Einreise nach Frankreich ist von allen Ländern des Schengenraums (außer Großbritannien) ohne Quarantäne und Test möglich. Allerdings gibt es mittlerweile eine vereinheitliche Darstellung der Reiserisiken auf EU-Ebene. Geeinigt haben sich die Mitgliedsstaaten darauf, dass Reisende aus einer grünen Zone keinen Einreiseristriktionen unterworfen werden sollen. Für Einreisende aus anderen Zonen (orange, rot oder grau) können die Mitgliedsländer Tests und/oder Quarantäne anordnen.  Solche Maßnahmen sollen rechtzeitig angekündigt werdxen. Frankreich hat bislang keine Einreisebeschränkungen beschlossen. In welche Zone Euere Heimatregion fallen könnte, sehr Ihr auf re-open-EU.

 

Bei der Ausreise kommt es darauf an, in welchem Land Ihr lebt:

Deutschland

Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für ganz Kontinentalfrankreich ausgesprochen. Das bedeutet für Euch: 14-Tage Quarantäne, oder das Vorlegen eines negativen Coronatests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Ihr müsst Euch bei der Einreise bei dem zuständigen Gesundheitsamt melden. Außerdem ist es möglich, sich bei der Einreise an einer der folgenden Teststationen testen zu lassen:

  • Saarland: Coronatestzentrum am Messegelände Saarbrücken, nur ohne Symptome und mit Selbstauskunft. Ihr braucht nicht zwangsläufig einen Termin, mit geht es aber schneller (online buchbar!). Auf der Homepage findet Ihr alle Infos.
  • Baden-Württemberg: Es sind nur noch die Teststationen am Stuttgarter Flughafen und Karlsruhe/Baden-Baden (nur für direkt ankommende Fluggäste) in Betrieb.
  • Rheinland-Pfalz: Es gibt Teststationen in Bitburg, Parkplatz Markusberg, Landau. Sie sind Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, weiterführende Infos.
  • In Nordrhein-Westfalen könnt Ihr Euch am Flughafen Köln-Bonn testen lassen. Die mobile Teststation hat 24 Stunden geöffnet und liegt auf dem Flughafen-Fernbusbahnhof beim Terminal 2.

Nach Berichten von Reisenden sollen diese Testationen sehr gut arbeiten und das Ergebnis meist in wenigen Stunden vorliegen.

Achtung: Voraussichtlich ab 8. November müsst Ihr bei Rückkehr für 10 Tage verpflichtend in Quarantäne. Ein Coronatest kann dann frühestens nach 5 Tagen gemacht werden. Plant deshalb mindestens eine Woche zusätzlichen "Corona-Urlaub" mit ein (und organisiert je nach Bundesland einen Gassigänger). Der entsprechende Gesetzentwurf muss noch von den Bundesländern in geltendes Recht umgewandelt werden.

Schweiz

In der Schweiz gelten folgende Regionen Frankreichs als Risikogebiet:

  • Region Bretagne
  • Region Centre-Val de Loire
  • Region Corse
  • Region Hauts-de-France
  • Region Île de France
  • Region Normandie
  • Region Nouvelle-Aquitaine
  • Region Occitanie
  • Region Pays de la Loire
  • Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
  • Überseegebiet Guadeloupe
  • Überseegebiet Guyane
  • Überseegebiet La Réunion
  • Überseegebiet Martinique
  • Überseegebiet Mayotte
  • Überseegebiet Polynésie française
  • Überseegebiet Saint-Barthélemy
  • Überseegebiet Saint-Martin

Ihr müsst Euch bei der Einreise verpflichtend für 10 Tage in Quarantäne begeben, ein negatives Testergebnis hebt die Quarantäne nicht auf. Zusätzlich besteht eine Meldepflicht innerhalb von zwei Tagen bei der zuständigen kantonalen Behörde.

 

Österreich

In Österreich gilt nur eine Reisewarnung der Stufe 5 für Provence-Alpes-Côte d'Azur und Île-de-France ("von Reisen in die Region wird  gewarnt"). Für das restliche Land gilt die Stufe 4 ("von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Land wird abgeraten"). Für die Normandie besteht keine Reisewarnung.

Belgien

Wenn Ihr in Belgien lebt, gilt:

 

Ganz Frankreich wird in die Stufe rot eingeordnet, "von Reisen wird dringend abgeraten", also auch nach:

  • Calvados
  • Eure
  • Manche
  • Orne
  • Seine-Maritime

Ihr müsst bei der Einreise ein Formular ausfüllen und den Fragebogen zur Selbsteinschätzung ausfüllen. Wenn Ihr aus einer roten Zone kommt und eine hohe Punktzahl erhalten habt, müsst Ihr getestet und unter Quarantäne gestellt werden. Ihr erhaltet dazu einen Code aus 16 Zahlen und Buchstaben, der Euch den direkten Zugang zu einem Corona-Test in einem Testzentrum ermöglicht. Ihr müsst Euch strikt an die Anweisungen aus der SMS halten. Wenn Ihr nur eine niedrige Punktzahl habt, entfällt die Test- und Quarantänepflicht, weil Ihr nur wenige Risiken eingegangen seid.

Wichtig: Diese Formulare müsst Ihr bei der reinen Durchreise durch Belgien (weniger als 48 Stunden Aufenthalt)  nicht ausfüllen.

Niederlande

Für Einreisende in die Niederlande aus ganz Frankreich gilt, dass Ihr Euch für 10 Tage selbst isolieren müsst. Ein negatives Testergebnis hebt die Quarantäne nicht auf.

Tests in der Normandie

Seit 15. September wird die Durchführung der Tests priorisiert, dh. vorrangig werden Menschen getestet, die  Symptome zeigen, als Kontaktpersonen identifiziert, in einem Gesundheitsberuf tätig sind oder eine Empfehlung der ARS haben. Der Grund: Seit Beginn des neuen Schuljahres ist der Zulauf an den Testzentren massiv angestiegen. Wenn Ihr nicht zur bevorzugten Personengruppe gehört, braucht Ihr wieder eine Terminvereinbarung bei einem der Labore. Wo finde ich eine reguläre Teststelle (mit Terminvereinbarung)? Das ist auf dieser Karte ersichtlich. In Orten mit größeren Clustern werden aber wieder vermehrt kostenlose Screening-Tests angeboten.

Wichtig: Um den Ablauf zu beschleunigen, müsst Ihr zum Test Personalausweis, Versichertenkarte und dieses ausgefüllte Formular mitbringen.

So entwickelt sich das Infektionsgeschehen in Frankreich

Inzidenz nach einzelnen Städten (neu seit 21. Oktober): Karte in separatem Fenster öffnen, reinscrollen, Ort auswählen oder hier direkt reinscrollen, was in dem kleinen Format etwas mühseliger finde. Ganz ausgereift scheint es auch noch nicht zu sein, bei mir hakt das immer wieder! Außerdem ist der Andrang im Moment recht groß, sodass Ihr Euch ab und an in einer Warteschlange wiederfindet :-O

Update, 22. Oktober: Die Zahlen bleiben beunruhigend, Santé Publique France meldete 41.622 neu positiv auf das Coronavirus getestete Menschen in den letzten 24 Stunden. Die Positivrate lag bei 14,3 Prozent. 10.166 Menschen wurden kumliert auf die letzten sieben Tage in die Krankenhäuser aufgenommen, davon 1.627 auf die Intensivstationen. 165 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden an oder mit COVID-19 verstorben.

 

Update, 21. Oktober: Santé Publique France meldet heute Abend 26.676 neu positiv Geteste und eine Positivrate von 13,7 Prozent. In den letzten 24 Stunden waren 166 neue Todesfälle zu verzeichnen. 9375 Patienten wurden in den vergangenen 7 Tagen ins Krankenhaus eingeliefert, davon 1.584 auf die Intensivstation.

 

Update, 20. Oktober: Santé Publique France meldete heute 20.468 neue positiv Geteste, die Positivtestrate lag bei 13,6 %.  163 Menschen sind in den letzten 24 Stunden an oder mit COVID-19 gestorben. Auf den Intensivstationen befinden sich 2.177 Menschen insgesamt wegen einer COVID-19 Erkrankung, der höchste Stand seit Mitte Mai.

 

Update, 19. Oktober: Santé Publique France meldete heute 13.247 (gestern 29.837), aber naturgemäß ist der Montag der Tag mit den wenigsten Meldungen der Woche. Die Positivrate lag bei 13,4 Pozent) 146 Menschen sind innerhalb der letzten 24 Stunden an oder mit COVID-19 in der Krankenhäusern gestorben. Kumuliert auf 7 Tage wurden 7.978 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert, davon 1.441 in die Intensivstationen.

 

Update, 17. Oktober: 32.427 gemeldete Fälle konstatiert Santé Publique France, neuer Rekord. Die Positivrate lag bei 13, 1 Prozent, 90 Menschen sind an diesem Tag gestorben. Die letzten sieben Tage wurden 7.198 Menschen neu ins Krankenhaus eingeliefert, davon 1.269 auf die Intensivstation.

 

Update, 16. Oktober: Heute meldet Santé Publique France 25.086 positive Testergebnisse. 12,9 Prozent aller Tests fielen positiv aus. In die Krankenhäuser wurden kumuliert auf sieben Tage 6.906 Patienten eingeliefert, davon 1.204 auf die Intensivstation. In den letzten 24 Stunden verstarben 122 Menschen an oder mit Covid-19. Das vorherige Infektionsgeschehen könnt Ihr an obiger Karte oder dem letzten Blogartikel entnehmen.

Und wie viele Corona-Fälle gibt es aktuell in der Normandie?

Update, 20. Oktober:  Die ARS meldete heute Abend:

  • Die Inzidenzrate steigt stark an: Die Zahl der positiven Tests pro 100.000 Einwohner hat 180,14 erreicht (am 16.10. waren es 152,75)
  • Die Positivitätsrate der durchgeführten Tests beträgt 12,53% (am 16.10. lag sie bei 11,92%).
  • Auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte hat stark zugenommen: 523 Personen befanden sich  wegen COVID im Krankenhaus (am 16.10. waren es 433), davon 82 auf der Intensivstation.
  • 95 Cluster werden derzeit von der ARS in der Normandie untersucht.

Übersicht:

Update, 20. Oktober: 53 neue Fälle wurden in Carentan identifiziert. Es handelt sich dabei nicht um Cluster und auch nicht um Fälle, die mit dem bekannten Cluster bei den Gens du Voyage zusammenhingen. Die Fälle würden quasi überall auftreten. Deshalb wurde das Festival "Mange ta Soupe" am kommenden Wochenende abgesagt.

Update, 16. Oktober: Die regionale Gesundheitsbehörde meldet heute, dass sich der Anstieg der Inzidenzrate beschleunigt: Die Zahl der positiven Tests pro 100.000 Einwohner überschreitet nun die Alarmschwelle und erreicht 152,75 (am 13.10. lag sie bei 136,34.  Alle Départements haben eine Rate oberhalb der Alarmschwelle.  Die Positivrate der durchgeführten Tests beträgt 11,92% (am 13.10. lag sie bei 11,5%).
Insgesamt befanden sich in der Normandie am 16. Oktober 433 Personen wegen COVID im Krankenhausn (am 13.10. waren es 382), 63 davon auf der Intensivstation. 66 Cluster werden von der ARS in der Normandie derzeit untersucht. Die Zahlen im einzelnen:

Wie hat sich das Infektionsgeschehen in der Normandie entwickelt? Darüber gibt Euch dieser Artikel Auskunft.

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