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Die Region Le Perche – ein unbekanntes Juwel für Suchende und Findende

Irgendwo im Nirgendwo ist Maike Weeber in ihrem Normandieurlaub gelandet. Namentlich im Perche, der zum Teil zum Département Orne gehört und auch unter eingefleischten Normandiekennern (noch) weitgehend unbekannt ist. Maikes Bericht und die Fotos machen Lust darauf, sofort loszufahren und diese zauberhafte Region zu erkunden. Ich freue mich sehr, dass ich diesen tollen Gastbeitrag hier veröffentlichen darf. Kommt mit auf einen Streifzug durch den Perche.

Eine Gasse im malerischen Ort Bellême in der Orne.
Nur einer der vielen Orte, der es der Autorin Maike Weeber besonders angetan hat, ist Bellême im Perche. Foto: Maike Weeber

Nachdem wir uns also endlich für das diesjährige Frühjahr/Sommer-Reiseziel Normandie (Frankreich) entschieden hatten, ging dann die Suche nach dem geeigneten Ferienhaus los. Unser primäres Entscheidungskriterium im Urlaub – noch vor der Wahl eines bestimmten Ortes/einer Region. Endlich fündig geworden, buchten wir DAS Ferienhaus in der – wie sich dann herausstellte - doch eher unbekannten Region „Le Perche“ in der Basse Normandie. Frei nach dem Motto „überall ist es schön – man nimmt sich ja immer selber mit“ starteten wir dann also Ende Mai 2018 unsere Reise ins Unbekannte ;-).

Zwei Deutsche Doggen im Garen des Ferienhauses "Le Ferlanderie"
Das hübsche Ferienhaus "Le Ferlanderie" spielte bei der Wahl des Reiseziels eine entscheidende Rolle. Foto: Maike Weeber

Le Perche – ein echter Geheimtipp

 Die Region „Le Perche“ liegt etwas 1,5 Autostunden süd-westlich von Paris in den Departementes Orne und Eure-et-Loir. Eine Region, die schon bei der Anreise durch seine Ruhe, Unaufgeregtheit und pittoreske Landschaft mit grünen, weichen Hügeln, Wäldern, weiten Feldern und unzähligen Schlössern, Landhäusern, Gutshöfen und Bauernhäusern besticht. Teils rustikal in die Jahre gekommen, teils liebevoll und charmant renoviert. Und jedes Gutshaus mit eigenem Namen! Ebenso die unzähligen kleinen Dörfchen – einige fast pingelig auf Hochglanz geputzt, laden Sie die Besucher ein die Geschichte und die Mentalität der Gebäude, Gässchen sowie der Menschen zu erkunden und zu „erspüren“.

Wandern in Le Perche

Wanderweg am Etang de la Herse in der Orne, Basse-Normandie, Frankreich
Auf Wanderer und Spaziergänger warten zum Teil sehr gut gepflegte Wanderwege. Außerhalb der offiziellen Wanderwege ist es allerdings nur selten möglich, etwas spazieren zu gehen. Foto: Maike Weeber

Im Kontrast zu den unzähligen kleinen Dörfern findet man weite Flächen mit herrlich duftenden Laubwäldern. Für uns Wanderwege verwöhnten Deutschen etwas ungewohnt, ist die Konzentration der Wander-Möglichkeiten auf einige wenige sehr gut gepflegter und explizit ausgewiesener Wege. Meist kann man dann stundenlang auf einsamen Wegen wandern und die Seele baumeln lassen. Viele Touristen muss man wohl nirgends erwarten. Außerhalb dieser offiziellen Wanderwege ist es fast nicht möglich „mal kurz“ durch den Wald oder an den Feldern und Wiesen spazieren zu gehen. Wenn man diese Situation auf dem Schirm hat, beeinträchtigt es den Urlaub jedoch nur geringfügig.

Waldfläche im Parc Naturel Régional du Perche.
Unterwegs im Parc Naturel Régional du Perche. Foto: Maike Weeber

Entspannung pur

 Alles in der Region „Le Perche“ wirkt irgendwie merkwürdig unaufgeregt und man sucht vergebens nach dem touristischen Highlight. Und genau das macht einen Urlaub in dieser Region aus. Es gibt nichts zu suchen sondern jede Menge zu finden. Vor allem sich selbst! ;-)

Spiegelnde WAsserfläche des Etang de la Herse in der Orne, Basse Normandie, Frankreich.
Die Seele baumeln lassen – zum Beispiel am Etang de la Herse. Foto: Maike Weeber

Hier einige Orte, die uns besonders gut gefallen haben. (Es gibt bestimmt noch mehr tolle Dörfchen und Gässchen aber in einer Woche kann man leider nicht alles sehen.):

Bellême!!, Boissy Margis, Maison Margis, La Perrière, Mortagne au Perche, Le Mans, Norgent le Rotrout…

Kulinarische Genüsse

Und sonst? Wie überall in Frankreich spielt das Essen eine große Rolle. Eine hohe Qualität der Produkte und Frische findet man nicht nur in den unzähligen Restaurants sondern auch in den zahlreichen Metzgereien (Boucherie), Bäckereien (Boulangerie) und kleinen Lebensmittelgeschäften (Epicerie). Typisch für die Region sind der Cidre bzw. der Pommeau und der Calvados, der Camembert, Käse von Ziege und Schaf, die Rillete und wie überall in Frankreich frisches Baguette, Croissants und Pain au Choco.

Eine Gasse in Le Mans Frankreich.
Auch wenn Le Mans nicht mehr zur Normandie zählt, ist ein Abstecher in das malerische Städtchen sehr empfehlenswert. Foto: Maike Weeber

Unser besonderer Restaurant-Tipp ist das in einem etwas abgelegenen Gestüt gelegene Restaurant „Le Bistrot des écuries“ zwischen Boissy Margis und Rémarald. Das in einem atemberaubend ausgebauten ehemaligen Pferdestall gelegene Restaurant wird von der studierten Önologin (Weinkunde) Ulli Rudolph aus Österreich/Graz betrieben. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und man fühlt sich sofort wohl. Neben wöchentlich wechselnden erstklassigen Menüs in regionaler Bio Qualität, bietet Ulli über 70 offene Weine an. Hier findet ihr mehr Infos https://bistrot-des-ecuries.com

Urlaub in Le Perche mit Hund

Urlaub in „Le Perche“ mit Hund: grundsätzlich scheinen Hunde überall willkommen beziehungsweise akzeptiert zu sein. Auch damit gehen die Menschen in „Le Perche“ gewohnt unaufgeregt um. Entweder haben sich die Menschen über uns mit unseren zwei Deutschen Doggen gefreut oder sie schienen es gleichgültig zur Kenntnis zu nehmen. Wir hatten nie Probleme mit unseren Hunden! Leinenpflicht in Ortschaften oder überall, wo sich auch andere Menschen aufhalten. ist natürlich selbstverständlich. Ebenso das Entfernen von Kot.

Eine Deutsche Dogge in den Gassen von Bellême
Grundsätzlich waren auch zwei große Deutsche Doggen überall willkommen oder wurden akzeptiert. Foto: Maike Weeber

 Wie schon oben geschrieben, findet man teilweise schwierig Spazierwege. Entweder sind die Wege privat oder sie enden schon nach wenigen Metern im Nichts *lach*. Ausgewiesene Wanderwege sind meistens in hervorragendem Zustand und man kann stundenlang entspannt und einsam laufen. Für eine kurze „Pipirunde“ sind wir oft einfach auf den offiziellen Straßen gelaufen. Da es in der Region fast immer sehr wenig Verkehr hat, war das eine entspannte Möglichkeit spazieren zu gehen. Für uns zumindest!

 

Das war unser Ferienhaus https://www.gites-de-france.com/location-vacances-Val-au-perche-Gite-La-Ferlanderie-61G721.html

 


Eine Deutsche Dogge im Feld bei Sonnenuntergang im Perche, Orne, Basse Normandie
Sonnenuntergang in der romantischen Landschaft beim Ferienhaus Le Ferlanderie im Perche. Foto: Maike Weeber

Text und alle  Fotos: Maike Weeber.

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Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Helga (Sonntag, 01 Juli 2018 14:33)

    Wunderbarer Beitrag, da will man wirklich am liebsten sofort hinfahren. Danke für die Tipps, als Mehr-Hunde-Urlauber immer willkommen.


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