D-Day mit Hund – auf den Spuren des Zweiten Weltkriegs unterwegs

Normandie, D-Day: US-Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer
Eines der beeindruckensten Mahnmale ist der amerikanische Friedhof in Colleville.

Wir stellen Euch hier eine Auflistung sämtlicher Museen und Sehenswürdigkeiten an den Landungsstränden zusammen, die Ihr zusammen mit Hund besuchen könnt. Grundsätzlich sind in den großen und vielbesuchten Museen Hunde nicht erlaubt – außer Begleithunde und ganz kleine Tiere, die in einer Tasche mitgeführt werden. Solche Orte sind hier nicht aufgeführt! Auch auf Soldatenfriedhöfen sind Hunde grundsätzlich nicht gestattet.

Neben den hier aufgeführten Museen wird Euch die Geschichte der alliierten Landung überall auf Schritt und Tritt begegnen. Überall findet Ihr an den Stränden und auf den Dünen Hinterlassenschaften von Rommels Atlantikwall. Auch Mahnmale sind in der gesamten Normandie allgegenwärtig. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Städte, an denen die Erinnerung an die Operation Overlord lebendig gehalten wird: Sainte-Mere-Eglise, Sainte-Marie-du-Mont, Carentan, Vierville-sur-Mer oder Arromanches-les-Bains.

Das D-Day-Festival mit seiner bunten Mischung aus Gedenkveranstaltungen, Konzerten, Rollenspielen, Paraden und Umzügen findet alljährlich Ende Mai, Anfang Juni zwischen Caen und Saint-Mer-Eglise statt. Es handelt sich hierbei um eine überwiegend touristisch geprägte Veranstaltung, die 2007 ins Leben gerufen wurde. Das Programm für 2018 könnt Ihr auf der Veranstalterseite auf Französisch und Englisch herunter laden.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gedenkveranstaktungen, die vom Comité du Débarquement getragen werden. Auch wenn es Überschneidungen zwischen beiden Veranstaltungen gibt, steht hier das Gedenken an die Toten der Operation Overlord in Mittelpunkt.

Das Aérodrome in Lessay stand die vergangenen Jahre nicht so sehr im Mittelpunkt der Öffentlichkeit, seit 2017 wird auch hier den interessierten Besuchern bei "The Normandy Airfield Camp" ein abwechslungsreiches Programm geboten.

D-Day Sites Calvados mit Hund

Maisy-Battery
Ehemalige Deutsche Batterie im Omaha-Sektor, die seit rund zehn Jahren von britischen Enthusiasten nach und nach restauriert und freigelegt wird. Hunde dürfen mit – der Rundgang durch die Bunker dauert circa eine Stunde. Geöffnet ist vom 1. April bis 31. Mai sowie vom 1. September bis 31. Oktober  10-16 Uhr; 1. Juni bis 31. August: 10-18 Uhr 

Route des Perruques, Grandcamp-Maisy.

Infos unter: Maisy Battery

 

Batterie Merville

Auch diese ehemalige Deutsche Batterie kann zusammen mit Hund – an der Leine – besichtigt werden. Der Rundgang dauer circa 1,5 Stunden. Geöffnet ist vom 15. März bis 30. September täglich von 9.30-18.30 Uhr und vom 1. Oktober bis 15. November 10-17 Uhr geöffnet.
Place du 9ème Bataillon, 14810 Merville-Franceville
Infos unter Battierie Merville

 

Liberators Museum

Klein und persönlich: Das "Liberators Museum – Normandy 1944" in Arromanches fußt auf persönlichen Erinnerungen und Schenkungen von WWII-Veteranen.  Das private Museum eröffnete 2012 und ist mit Hund zu besuchen. Die Besitzer betreiben außerdem in Arromanches ein B&B, in dem Ihr ebenfalls mit Hund willkommen seid. 9 Rue Colonel René Michel, Arromanches-Les-Bains.

Infos unter: Liberators Museum

 

D-Day Omaha

Auch dieses Museum, zwischen dem Point du Hoc und dem großen US-Friedhof, geht auf eine private Initiative zurück. Das Museum zeigt viele, zum Teil seltene, Original-Sammlerstücke. Hunde sind willkommen, der Rundgang dauert gut eine Stunde.  Geöffnet ist vom 1. April bis 31. Mai sowie vom 1. bis 30. September 10.30-18.30 Uhr, vom 1. Juni bis 31. August 10-19 Uhr.  Route de Grandcamp, Vierville-sur-Mer.

Infos unter: D-Day Omaha

 

Batterie Longues-sur-Mer

Diese deutsche Batterie an der Steilküste ist (noch) völlig frei zugänglich. Das bemerkenswerte daran sind die zahlreichen Geschütze, die hier seit 75 Jahren vor sich hinrosten und trotzdem noch gut erhalten sind. Ihr könnt mit Eurem Hund hier ein bisschen Gassi gehen; auch eine kleine Tourist-Info und ein Kiosk sind vorhanden. Eine prima Alternative zum Pointe-du-Hoc, der nicht mehr mit Hund besucht werden darf!

 

America-Goldbeach Musée

Das America-Goldbeach Museum liegt im Zentrum von Ver-sur-Mer, direkt neben dem Rathaus. Es befasst sich mit zwei bedeutenden Ereignissen des 20. Jahrhunderts im Ort. So musste das erste transatlantische Postflugzeug "America" hier eine Bruchlandung hinlegen. Am 4. Juni 1944 landeten im Abschnitt "Gold Beach" in Ver-sur-Mer Teile der 50. Britischen Infanteriedivision. Gut erzogene Hunde an der Leine sind im Museum erlaubt. Geöffnet ist ab 1. April, die Öffnungszeiten für 2018 wurden noch nicht kommuniziert. 2, place Amiral Byrd, Ver sur Mer.

Infos: Goldbeachmusee

 

Juno Beach Centre
Im Museum Juno Beach Centre sind keine Hunde erlaubt (auch die ganz Kleinen dürfen nur in die Eingangshalle und in die Boutique!) und auch der Führung durch die unteridischen Bunker müssen die Vierbeiner fernbleiben. Der umliegende Juno Park mit seinen Überresten des Atlantikwalls ist ebenso wie der angrenzende Strand frei zugänglich, auch mit Hund. Die Besucher sollten sich der Örtlichkeit angemessen verhalten, Hundekot ist unbedingt einzusammeln und zu entsorgen. 
Infos zum Museum: Juno Beach

 

Pegasus Bridge

Die Pegasus-Brücke oder auch Bénouville-Brücke spielte eine entscheidende Rolle bei der Invasion der Alliierten. Sie wurde im Zuge der Operation Tonga von englischen Luftlandeeinheiten erobert. Die originale Brücke musste einem Nachbau weichen, als der Caen-Kanal erweitert wurde. Der Neubau ist der alten Brücke nachempfunden und wurde 1994 eingeweiht. Die Original-Brücke ist im benachbarten Memorial Pegasus zu sehen. Für den Spaziergang mit Hund könnt Ihr am Kanal entlang laufen und in die Armosphäre eintauchen.

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Überall begegnen Euch in der Normandie Zeugen des Krieges.

D-Day-Sites Manche mit Hund

Batterie de Crisbecq

Hier wird mit sehr viel Liebe zum Detail die alte deutsche Batterie restauriert und die Zeit der Besatzung und der letzten Tage nachgezeichnet. Oftmals bedrückend, wie unser Besuch im April 2017 verdeutlicht hat. Der Rundgang ist problemlos mit Hund machbar. Geöffnet April bis Juni und September bis November 10-18 Uhr, Juli und August 10-19 Uhr. Route des Manoirs, Saint Marcouf de l'Isle.

Infos unter: Batterie Marcouf

 

Marcouf44
Direkt gegenüber der Batterie de Crisbecq. Neues Museum im ehemaligen Kommandostand. Geführte Besichtigung der unterirdischen Bunker, Hunde sind laut Auskunft von 2017 erlaubt. Öffnungstage sind der Homepage zu entnehmen: Marcouf44

 

Utah Beach
Das Museum auf Utah Beach selbst ist zwar nicht mit Hund zugänglich, rund um das Museum sind aber genügend Statuen, Memorials und Monumente platziert, die an das Geschehen erinnern. Der anschließende Sandstrand lädt zu einem Spaziergang ein, sodass Ihr Euch für den Museumsbesuch aufteilen können: Einer inspiziert mit Hund Außenanlagen und Strand, der andere besichtigt das Museum – je nach persönlichem Interesse kann man im Museum allerdings viel Zeit zubringen.
Infos zum Museum: Utah Beach

 

Normandy Victory Museum
Als im Herbst 2016 das "Tank Museum" seine Pforten schloss, entstand am selben Ort mit neuem Konzept das Normandy Victory Museum, das im Mai 2017 eröffnet wurde. In großen Dioramen werden die unterschiedlichen Etappen der Befreiung dargestellt, der D-Day genauso wie die Kämpfe in den Bocages, die Operation Cobra und der Gegenangriff von Mortain. Hunde sind im Museum kein Problem und willkommen. Das Museum liegt in Catz, direkt neben der Schnellstraße von Caen nach Cherbourg. Geöffnet ist  in der Nebensaison 10-18 Uhr, in der Hauptsaison bis 19 Uhr, November und Dezember bis 17 Uhr. Januar geschlossen. Parc d’Activités La Fourchette. Catz, Carentan. 

Weitere Infos: Normandy Victory Museum

 

Aerobase – Luftschiffhangar in Ecausseville
100 Jahre Geschichte verbergen sich in dieser mächtigen Betonhalle von 150 Metern Länge, 40 Metern Länge und 30 Metern Höhe. Denn der Luftschiffhangar wurde bereits im Ersten Weltkrieg erbaut, um die Zeppeline zu stationieren, die für den Kampf gegen deutsche U-Boote vorgesehen waren. Auch im Zweiten Weltkrieg und später im Kalten Krieg spielte die Militärbasis eine Rolle. Die Betonkathedrale ist seit 2003 als Monument historique klassifiziert und beherbergt unter anderem ein Museum. Der örtliche Trägerverein vermittelt nicht nur Geschichte – die Besucher können mit dem weltweit einmaligen Aeroplume auch selbst durch die Halle schweben. Hunde dürfen an der Leine mit in die Ausstellungen. Geöffnet ist April und Mai Mittwoch, Samstag und Sonntag 14-18 Uhr; Juni und September täglich 14-18 Uhr; Juli und August 10-18 Uhr. Der Hangar liegt direkt neben der RN 13 Richtung Cherbourg, RN13 (Ausfahrt Joganville Edmonville Écausseville nehmen, ab
Écausseville ausgeschildert).

Mehr Infos: Aerobase

 

Bloody Gulch

Die Schlacht rund um den Manoir de Donville erlangte unter dem Namen "Bloody Gulch" traurige Berühmtheit. Die jetzigen Besitzer halten die Erinnerung an die grausame Schlacht wach. So kann nicht nur das Herrenhaus besichtigt werden, sondern auch Schauplätze des Gemetzels rund um den Manoir. Die interaktive Führung (auf Englisch oder Französisch) kann von Gruppen gebucht werden – Einzelpersonen können sich anschliessen und sollten sich vorab über das Kontaktformular oder telefonisch mit Franck Feuardent in Verbindung setzen. Das Mitbringen von Hunden ist erlaubt. Zu den D-Day-Feierlichkeiten finden außerdem verschiedene Events statt. Geöffnet ist in allen französischen Schulferien 10-18 Uhr; November bis April Freitag bis Sonntag 10-18 Uhr, Mai bis Oktober täglich von 10-18 Uhr.
Infos und Reservierungen: Bloody Gulch Memorial

Mehr zum Thema D-Day

Batterie de Crisbecq, D-Day, Operation Overlord

Die Batterie bei Crisbecq veranschaulicht das Leben der Besatzer.

Carentan, Normandie, Urlaub mit Hund

Der kleine Knackfrosch hat am 6. Juni 1944 vielen Menschen das Leben gerettet.

Das Filmprojekt The Girl Who Wore Freedom erzählt die Invasion aus französischer Sicht.

L'Atelier, Cafe und Museum in Carentan, Normandie

Das Museums-Café L'Atelier zeigt das Leben in den 40er-Jahren.


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