Anreise in die Normandie

Alle Wege führen in die Normandie – zumindest fast alle. Der bequemste Weg, in die Normandie zu reisen, ist der eigene Pkw oder das eigene Reisemobil. Aber es existieren auch sehr gute Zugverbindungen und auch Fernbusse steuern die Normandie mittlerweile an.

Mit Auto und Wohnmobil in die Normandie

Vom Westen und vom Norden Deutschlands reist Ihr am einfachsten über Aachen-Lüttich-Valenciennes oder über Eindhoven-Antwerpen-Lille an, aus dem Süden erfolgt die Anfahrt über Saarbrücken-Metz-Reims. Von dort aus habt Ihr die Möglichkeit, entweder über die Autobahn über Amiens-Rouen zu fahren oder die Strecke durch Paris zu nehmen. Letzteres empfiehlt sich wegen des Verkehrs auf dem Boulevard périphérique allerdings nur nachts oder in den frühen Morgenstunden, oder aber, wenn Ihr ohnehin Frankreichs schöner Hauptstadt einen Besuch abstatten wollt.

Wenn Ihr mit dem Wohnmobil reist, lohnt es sich auch, die Autobahn zu verlassen und ein Stück über die RN zu fahren. Wir haben vorzugsweise in Reims die Autobahn verlassen und sind dann nördlich an der französischen Hauptstadt über die N31 und Soissons, Compiègne und Beauvais nach Rouen gefahren.

Für alle Anfahrten über zweispurige Nebenstraßen gilt: Ab 1. Juli 2018 wird die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h gesenkt, um die Zahl der Toten auf Landstraßen zu verringern. Radarfallen sind auf nahezu allen Landstraßen zu finden. Viele der alten Modelle werden vorher mit einem entsprechenden Hinweisschild angekündigt. Bei den neueren Blitzern, die auch in beide Richtungen blitzen können, wird auf diesen freundlichen Hinweis meist verzichtet. Zudem geht die Polizei in der letzten Zeit verstärkt dazu über, mobil zu messen. Dazu verstecken sich die Beamten mit dem Fahrzeug oder auch zu Fuß hinter den Hecken – und davon gibt es gerade in der Normandie viele! Das Département La Manche hat außerdem ein privates Unternehmen mit Radarkontrollen beauftragt – diese bewegen sich mit harmlos aussehende Zivilfahrzeugen auch im fließenden Verkehr und messen Eure Geschwindigkeit.

Apropos Maut in Frankreich

Die Autobahnen in Frankreich kosten Maut – in der Normandie bis Caen. Dafür bekommt Ihr aber auch phantastisch gepflegte Straßen, auf denen das Reisen ein Genuss ist. Wenn Euch das Bezahlen mit Kleingeld oder Kreditkarte zu aufwendig ist, könnt Ihr auch mit dem französischen télépeage-System bezahlen. Ihr erhaltet einen kleinen Badge, der an die Windschutzscheibe geklebt wird und der die Schranke an der Mautstelle mit einem vernehmlichen "piep" auslöst. An vielen Mautstellen könnt Ihr sogar zügig mit 30 km/h durchrauschen und am Stau vor den Kassenautomaten fahrt Ihr lässig winkend einfach vorbei.

Benzin- und Dieselpreise

Seit Anfang des Jahres 2018 sind vor allem die Preise für Diesel eklatant gestiegen. Das hat einen Grund: Die franzöäsische Regierung möchte dem Diesel den Garaus machen. Die Zeche zahlen vor allem die Menschen im ländlichen Raum, die auf das Fahrzeug angewiesen sind. Euch als Urlauber kostet der Diesel dann pro 50-Liter-Tankfüllung rund zehn Euro mehr, als noch in 2017. Am günstigsten tankt Ihr an den Tankstellen der Supermärkte, die oft mit EC-Karte auch noch nachts und am Wochenende Sprit ausspucken. Günstige Tankstellen in Eurer Nähe findet Ihr über die Webseite Mon Essence. Die informiert Euch auch darüber, wenn es wegen Streik Probleme bei der Benzin- und Dieselversorgung gibt. 

Die neue Umweltplakette für Paris und andere Städte

Paris, Lyon, Lille, Straßbourg und Grenoble haben Umweltzonen eingeführt, für die Ihr eine Umweltplakette benötigt. Auch Le Havre und Rouen wollen solche Umweltzonen einrichten. Wenn Ihr also mit dem Gedanken spielt, diese Städte zu besichtigen, ist es ratsam, einige Wochen vor Reiseantritt eine solche Plakette zu bestellen. Außerdem gibt es bereits wetterabhängige Umweltzonen. Hier werden dann aufgrund hoher Luftverschmutzung Fahrverbote für KfZ ohne Plakette (oder auch mit schlechter Crit'Air-klasse, betroffen sind Fahrzeuge ab der Klasse 4 und höher) verhängt. In der Normandie gibt es solche bedarfsabhängigen Umweltzonen noch nicht. Wir empfehlen aber trotzdem, vor allem wenn Ihr öfter nach Frankreich reist, die Plakette zu bestellen. Ihr könnt diese Plakette über folgenden Link ordern: https://www.certificat-air.gouv.fr/de/. Der Bestellvorgang – mittlerweile auf Deutsch – ist mit wenigen Klicks erledigt, die fälligen 4,80 Euro werden mit Kreditkarte bezahlt. Der Versand erfolgt recht zügig, sollte die Plakette bis zu Eurem Reiseantritt nicht angekommen sein, reicht ein Ausdruck der Bestätigungs-E-Mail als Ersatz. Achtung: Ihr findet im Netz auch zahlreiche unseriöse Anbieter, die für die Feinstaubplakette bis zu 30 Euro verlangen – Finger weg!

Mit öffentlichen Verkehrmitteln in die Normandie

Ganz bequem und schnell gelangt Ihr mit dem Zug in die Normandie. Thalys, TGV und ICE bringt Euch von allen größeren deutschen Bahnhöfen nach Paris. Von dort aus kommen Sie Richtung

  • Rouen, Le Havre, Dieppe, Fécamp, Évreux, Bernay, Lisieux, Deauville, Caen, Bayeux, Cherbourg vom Bahnhof Saint-Lazare
  • Alençon, Bagnoles de l'Orne, Argentan, Granville vom Bahnhof Montparnasse

aus weiter. Die Anreise mit Hund in den Zügen des SNCF – außer im Eurostar – ist grundsätzlich möglich, solange kein Fahrgast Beschwerde einlegt. Kleine Hunde bis 6 Kilo, die in einem Transportkorb oder einer Tasche reisen, zahlen für die Fahrt 7 Euro, große und mittlere Hunde müssen einen Maulkorb tragen und 50 Prozent des Zweite-Klasse-Tickets bezahlen (Tarife für den TGV, Intercités und TER, in anderen Zügen gelten zum Teil abweichende Preise für Haustiere). Begleithunde reisen kostenlos und sind auch von der Maulkorbpflicht ausgenommen, es muss ein Dokument vorgelegt werden, das Euren Hund als Assitenz- oder Blindenhund ausweist.

Mittlerweile ist es auch möglich, mit dem Fernbus nach Paris und von dort aus nach Caen, Rouen oder zum Mont St. Michel zu reisen. Das Unternehmen Flixbus (das leider keine Hunde an Bord zulässt) baut sein französisches Streckennetz derzeit aus und bietet somit eine interessante Alternative. Der SNCF-Ableger Ouibus bietet Busfahrten von Cherbourg, Caen und Rouen an. Leider sind auch bei Ouibus nur Blindenhunde als Passsagiere zugelassen. Das Interessante für alle, die ohne Hund reisen: Ouibus steuert sowohl den Flughafen Charles-de-Gaulle als auch den von "Billigairlines" frequentierten Flugplatz in Beauvais an. So wird auch die Kombination von Flug und Bus zunehmend interessanter. Etwas Zeit spart Ihr bei der Kombination Flug nach Paris und Weiterfahrt mit einem Leihwagen in die Normandie, wobei diese Variante auch hauptsächlich für Menschen mit kleinen Hunden, die als Handgepäck reisen, interessant sein dürfte.

Und wo soll es hingehen? Lasst Euch inspirieren:

Le Havre, Normandie, Urlaub mit Hund

Le Havres moderne Innenstadt zählt zu den Welterbestätten.

Mont-Saint-Michel, Normandie, Urlaub mit Hund

Der Mont-Saint-Michel ist die wichtigste Sehenswürdigkeit.

Portbail, Normandie, Urlaub mit Hund

Portbail ist das Top-Reiseziele für Urlauber mit Hund.

Barfleur, Normandie, Urlaub mit Hund

Barfleur gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs.


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