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Normandie-Urlaub im Zeichen des Omicron

Tägliche Infektionszahlen jenseits der 300.000 und eine Inzidenz über 2.500 pro 100.000 Einwohnern bescheren Frankreich einen traurigen Spitzenplatz im Corona-Zahlen-Wettstreit. Wie die Zahlen einzuordnen sind, welche Auswirkungen das Grassieren der Omicron-Variante auf Euren Urlaub hat und welche Maßnahmen in Frankreich ergriffen werden, fasse ich hier für Euch zusammen. Der Artikel wird regelmäßig aktualisiert. Stand: 9. Januar 2022. 18 Uhr.

Eine Frau läugft nach rechts aus dem Bild der Hintergrund ist gelb. Symbolbild zu Omicron in Frankreich
Omicron treibt die Infektionszahlen in Frankreich in die Höhe. Was bedeutet das für meinen Urlaub?

Inhaltsverzeichnis

Kurz und knapp: Das Wichtigste im Überblick

  • Die Fallzahlen steigen in Frankreich, wegen der neuen Omicron-Mutante, rapide an. Am 8. Januar wurden insgesamt  303.669 positive Testergebnisse übermittelt. Die Inzidenz lag bei 2.528,5//100.000 Einwohner. In den meisten Landesteilen ist die Omicron-Variante vorherrschend. Die Normandie ist keine Ausnahme: Hier lag die Inzidenz bei 1.962,8 // 100.000 Einwohner. In der Normandie sind die Zahlen besonders stark angestiegen.
  • Genaue Zahlen, für einzelne Départements oder gar Städte, sind derzeit wegen einer Überlastung der Testlabore nicht verfügbar. Dennoch bilden die Daten von SantePubliqueFrance das Infektionsgeschehen, wegen der hohen Anzahl der Tests, besser ab als in Ländern, in denen weniger getestet wird.

Infektionszahlen in Frankreich – Versuch einer Einordnung

Eines ist sicher: Omicron mischt die Karten in der Corona-Pandemie neu. Die Variante ist viel ansteckender als die ohnehin schon hochinfektiöse Delta-Variante (je nach Quelle zwischen doppelt bis viermal so ansteckend), und kann auch die erworbene Immunität von geimpften oder genesenen Menschen umgehen. Dafür soll sie, so die Ergebnisse von Studien, auch weniger schwere Krankheitsverläufe produzieren und insgesamt milder verlaufen.

Die französische Regierung hat noch vor Silvester weitere Maßnahmen verkündet. Außerdem soll der Gesundheitspass in einen Impfpass umgewandelt werden, was der deutschen 2G-Regel entspricht.

Warum sind die Infektionszahlen so viel höher als in Deutschland?

Folgende Gründe spielen eine Rolle:

  • In Frankreich wird ein Vielfaches getestet. Im Moment sind die Teststationen und Labore voll ausgelastet, überall werden zusätzliche Teststationen ins Leben gerufen. Die Positivrate ist in Deutschland und Frankreich vergleichbar (und liegt bei etwa 20 Prozent). In Frankreich wurden jedoch vom 31. Dezember 2021 bis zum 6. Januar 2022 9,5 Millionen Tests durchgeführt (zum Vergleich: in Deutschland wurden in der KW 52 noch nicht einmal eine Million Tests erfasst).
  • Viele Französinnen und Franzosen haben sich vor und während der Festtage testen lassen.
  • Der Schulbeginn am 3. Januar hat landesweit ebenfalls sehr viele Tests (und positive Ergebnisse unter den Schüler:innen) provoziert.
  • Viele Städter:innen haben die Weihnachtsferien für einen Trip aufs Land genutzt (in der Normandie waren 85 Prozent der Ferienhäuser belegt) und so zu einer Verbreitung der neuen Variante beigetragen.
  • In vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens sind die Maßnahmen und Regeln weniger streng und restriktiv als in Deutschland (so gibt es zum Beispiel im privaten Bereich keine Kontaktbeschränkungen, sondern lediglich Empfehlungen).

Infektionszahlen per Département in der interaktiven Karte

Diese Maßnahmen gelten landesweit

  • Für die Einreise nach Frankreich aus einem EU-Land oder der Schweiz braucht Ihr einen PCR- oder Antigen-Test, der nicht älter als 24 Stunden alt sein darf. Außerdem müsst Ihr die Ehrenwörtliche Erklärung bei der Einreise mit Euch führen. Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht ausgenommen. Den Impfnachweis könnt Ihr digital oder in Papierform mit euch führen, eine Umwandlung in ein EU-Zertifikat mit QR-Code ist in jedem Fall ratsam.
  • Große Versammlungen/Veranstaltungen sind auf 2.000 Personen im Innenbereich und 5.000 Personen im Außenbereich beschränkt.
  • Discotheken und Nachtclubs bleiben vorerst geschlossen.
  • Konzerte im Stehen sind verboten.
  • Der Verzehr von Lebensmitteln ist an Veranstaltungsorten (Theater, Kino) und in Transportmitteln verboten. Dieser muss in Bars und Cafés im Sitzen erfolgen, es ist kein Konsum an der Bar (stehend) mehr erlaubt.
  • Telearbeit wird in allen Unternehmen und für alle Arbeitnehmer an drei Tagen pro Woche und wo möglich an vier Tagen verpflichtend. Das gilt seit Montag, 3. Januar, für mindestens 3 Wochen.
  • Maskenpflicht gilt grundsätzlich in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen. Auch im Restaurant müsst Ihr Maske tragen, wenn Ihr zu Eurem Tisch lauft oder auf die Toilette müsst.
  • Die Maskenpflicht wird ausgeweitet, vor allem in den Innenstädten, wo der Präfekt zusammen mit den Bürgermeistern diese Maßnahme erneut verhängen kann. Wo Ihr Masken im Freien braucht findet Ihr im Menüpunkt Masken und Maßnahmen in der Normandie.
  • Dort, wo Maskenpflicht gilt, wird diese auf alle Menschen ab 6 Jahren ausgeweitet (bisher galt 12 Jahre).
  • Der Pass Sanitaire wird in einen Impfpass umgewandelt, das entspricht der deutschen "2G"-Regel für alle Orte, für die bisher der "Gesundheitspass" für den Zugang nötig war. Das war für den 15. Januar geplant, wird sich aber voraussichtlich verzögern, da noch der Senat der Gesetzesvorlage zustimmen, und diese anschließend auch den Verfassungsrat passieren muss.
  • Wo ein Test für den Pass Sanitaire möglich ist, gilt das Zertifikat nur noch 24 Stunden.
  • Kinder und Jugendliche brauchen für den Pass Sanitaire ab einem Alter von 12 Jahren und 2 Monaten den Nachweis über Impfung, Genesung oder Test.
  • Der Status "vollständig geimpft" gilt für Erwachsene ab 15. Januar 2022 nur noch für sechs Monate, plus einer Karenzzeit von vier Wochen.
  • Die Booster-Impfung ist bereits nach 3 Monaten nach der Zweitimpfung möglich.
  • Es gibt vorerst keine nächtliche Ausgangssperre.
  • Frankreich gilt in Deutschland laut RKI als Hochrisikogebiet. Das bedeutet: Ihr müsst Euch wieder über die Seite Einreiseanmeldung.de bei der Einreise nach Deutschland anmelden. Ihr müsst grundsätzlich einen Test-,Impf- oder Genesenennachweis mit Euch führen. Testnachweise dürfen bei der Einreise höchstens 48 Stunden (Antigentest) bzw. 72 Stunden (PCR-Test) alt sein. Weiterführende Informationen findet Ihr auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

    Außerdem müsst Ihr Euch nach Einreise aus einem Hochrisikogebiet für 10 Tage in Quarantäne begeben.

    Ihr könnt Euch als Ungeimpfte freitesten: Die Quarantäne kann durch einen negativen Test frühestens nach 5 Tagen beendet werden. Ausnahmen von der Quarantänepflicht bestehen zum Beispiel für genesene und geimpfte Personen. Den Test-, Impf- oder Genesenennachweis müsst Ihr an das Gesundheitsamt übermitteln. Das könnt Ihr über die Seite der Digitalen Einreiseanmeldung erledigen.
    Für Geimpfte und Genesene gilt: Wenn Ihr einen Genesenen- oder Impfnachweis bereits vor Einreise übermittelt, ist keine Quarantäne erforderlich.
    Derzeit weist das RKI keine Virusvariantengebiete mehr aus, mit einer weiteren Verschärfung der Einreiseregeln ist kurzfristig nicht zu rechnen.

Wenn Ihr im Land lebt: Die Dauer der Quarantäne ist verkürzt worden, damit Isolation und Infektion nicht das öffentliche Leben lahmlegen. Trotzdem müssen auch schon jetzt Läden und Restaurants wegen Omicron-Infektionen schließen:

Neue Quarantäneregeln in Frankreich für positiv Getestete und Kontaktpersonen.

Diese Regeln gelten wegen Corona für die Reise nach Frankreich und in die Normandie

Einreise nach Frankreich

Bei der Einreise gilt laut französischem Innenministerium :

  • Wenn Ihr aus einem EU-Land oder einem Schengen-Staat kommt, braucht Ihr als Ungeimpfte für die Einreise nach Frankreich einen PCR oder einen Antigen-Schnelltest (keinen Selbsttest), der nicht älter als 24 Stunden sein darf (es gilt das Datum der Durchführung). Den Testnachweis brauchen alle Urlauber ab 12 Jahren.
  • Vollständig Geimpfte (eine Wochen nach der zweiten Dosis Astra-Zeneca, Moderna, Biontec-Pfizer; vier Wochen nach der Impfung mit Johnson & Johnson) die aus der EU oder einem Schengen Staat einreisen, brauchen keinen Test  vorlegen.
  • Wenn Ihr von außerhalb der EU einreisen wollt und Euer Land auf der grünen Liste steht, braucht Ihr auch zusätzlich zusätzlich zur Impfung einen Test (nicht älter als 48 Stunden)
  • Wer aus Großbritannien kommt, braucht als Ungeimpferte:r einen trifftigen Grund für die Einreise – touristische Reisen fallen nicht darunter.
  • Die Impfung kann durch das EU-Zertifikat, entweder in Eurer App oder als Ausdruck, nachgewiesen werden. 
  • Den digitalen Impfausweis bekommt Ihr in Deutschland von Impfzentren, den Arztpraxen und von Apotheken. Den QR-Code könnt Ihr in die bisherige App (die auch Kontakte nachverfolgen kann) oder in die neue CovPassApp (die keine Kontakte nachverfolgt) hochladen. Die französische App TousAntiCovid kann mittlerweile auch deutsche Zertifikate einlesen (in der neuesten Version).

  • Nach wie vor müssen alle Reisenden eine ehrenwörtliche Erklärung mit sich führen (auch als Geimpfte), in dem Ihr bescheinigt, dass Ihr frei von Covid-Symptomen seid und keinen Kontakt zu Infizierten hattet:

Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit (französisch)

Download
Eidesstattliche Erklärung
In der neuesten Fassung vom 04.Dezember 2021
Eidesstattliche Erklärung Einreise Frank
Open Office Writer 17.1 KB

Ausfüllhilfe für das französische Formular

Download
Ausfüllhilfe zur eidesstattlichen Versicherung
Neue Version
ausfuellhilfe.pdf
Adobe Acrobat Dokument 17.9 KB

Ausreise aus Frankreich

Für Eure Rückkehr gilt:
Deutschland

Ganz Frankreich zählt  als "Hochrisikogebiet".

 

Ihr müsst Euch wieder über die Seite Einreiseanmeldung anmelden. Ihr müsst einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis mit Euch führen. Ungeimpfte müssen 10 Tage in Quarantäne, können sich nach 5 Tagen freitesten. Geimpfte und Genesene müssen keine Quarantäne einhalten, wenn sie entsprechend ihren Nachweis vor der Einreise vorlegen.

 

Tests könnt Ihr an den Teststationen in der Normandie durchführen.

 

 

Schweiz

In der Schweiz gilt ab 20. Dezember 2021 für die Einreise, dass Ihr  für die Einreise immer einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigen-Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) braucht. Diesen Test müsst Ihr nach 4 bis 7 Tagen per PCR- oder Schnelltest validieren müsst. Neu: Für Geimpfte und Genesene entfällt die Pflicht zur zweiten Testung!  Die Ergebnisse müssen entsprechend gemeldet werden. Alle Infos zur Einreise findet Ihr auf dieser Seite der BAG Schweiz. Grundsätzlich müsst Ihr das Einreiseformular ausfüllen.

Welche Maßnahmen für Euch gelten, könnt Ihr mittels Travelcheck überprüfen. Ihr gebt Urlaubsland und das Verkehrsmittel ein und bekommt angezeigt, welche pandemiebedingten Maßnahmen für Euch gelten. (Auch hier gilt: Einschätzungen der Behörden ändern sich!)

 

Österreich

Seit dem 20. Dezember hat Österreich seine Einreisebestimmungen drastisch verschärft. Seitdem gilt bei der Einreise aus sämtlichen Staaten eine 2 G-Plus-Pflicht, das heißt geimpft, genesen UND PCR-getestet. Wer kein negatives Testergebnis vorweisen kann, muss zehn Tage in Quarantäne. Ausnahmen der Testpflicht gelten nur für geboosterte Menschen und solche, die sich nicht impfen lassen können. Auch für Pendler gibt es Ausnahmen. Österrreicher:innen, aber auch EU-Bürger:innen ohne 2G-Plus-Nachweis müssen sich auf entry.ptc.gv.at registrieren und sofort eine 10-tägige Quarantäne antreten. Die Quarantäne kann frühestens am 5. Tag nach der Einreise mit einem negativen PCR-Test beendet werden.

Mehr Infos zur Einreise erhaltet Ihr hier

 

Belgien

Die gesamte Normandie zählt seit dem 4. Dezember zur roten Zone. Nach wie vor müsst Ihr Euch über das  Passagier-Lokalisierungs-Formular (PLF) registrieren. Wer aus einer roten Zone (also zum Beispiel aus der Normandie) einreist, muss sich mit einem gültigen Impf- oder Genesenenzertifikat nicht testen lassen. Wer ohne Genesenen- oder Impfzertifikat einreist, braucht einen negativen PCR (72 Stunden) oder Antigen-Schnelltest (48 Stunden alt). Der Test muss nach sieben Tagen validiert werden. Wer ohne Test einreist, muss sich an Tag eins oder zwei nach der Einreise testen lassen und muss bis zum Vorliegen des negativen Ergebnisses in Quarantäne bleiben. Der Test muss am siebten Tag wiederholt werden.

Wenn Ihr nur durch Belgien durchreist, oder Euch weniger als 48 Stunden im Land aufhaltet, müsst Ihr Euch derzeit registrieren, wenn Ihr aus einer ROTEN ZONE kommt. Mehr Infos.

Wichtig, für die Durchreise von Deutschland nach Frankreich: Wenn Ihr aus einer Zone mit hohem Risiko einreist, müsst Ihr Euch immer über das PLF registrieren, auch wenn Ihr Euch weniger als 48 Stunden im Land aufhaltet. Belgien hat einige Regionen in Deutschland zur "roten Zone" mit erhöhtem Ansteckungsrisiko erklärt: Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Schwaben, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Darmstadt, Gießen, Kassel, Braunschweig, Hanover, Lüneburg, Weser-Ems, Düsseldorf, Köln, Münster, Detmold, Arnsberg, Koblenz, Trier, Rheinhessen-Pfalz, Saarland, Dresden, Chemnitz, Leipzig, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Tübingen (Stand: 9. Januar).

Der französische Gesundheitspass

Der französische Gesundheitspass ist das "Sesam öffne dich". Wegen der ansteigenden Infektionszahlen hat die französische Regierung die Anwendung ausgeweitet. Ihr braucht den Gesundheitspass für:

  • Die Einreise
  • Veranstaltungen mit mehr als 50 Menschen
  • Den Besuch von Kultureinrichtungen (Museen), Ausstellungen und Messen, Theater und Kinos, Zoos, Freizeitparks
  • Jahrmärkte mit mehr als 30 Ständen oder Fahrgeschäften
  • Stadien und Hallensportanlagen, Sportwettkämpfe
  • Discotheken
  • Restaurantbesuch (auch auf der Terrasse)
  • Shopping in großen Einkaufszentren (ab 20.000 Quadratmeter), sofern der Präfekt dies verfügt. Die Grundversorgung darf nicht gefährdet oder reglementiert werden.
  • In Fernzügen, Fernbussen, Flugzeugen und ähnlichen Transportmitteln. Verkehrsmittel im öffentlichen Nahverkehr sind ausgenommen.
  • In Hotels und Campingplätzen nur, wenn es Freizeiträume oder ein Restaurant gibt. Der Gesundheitspass ist einmalig beim  Einchecken vorzulegen und muss nicht in bestimmten Intervallen erneuert werden.

 

Derzeit wird ein Gesetz beraten, das den "Pass Sanitaire" in einen "Pass Vaccinal" umwandelt. Das heißt: Für alle oben genannten Fälle gilt dann "2G": Geimpft oder genesen, für die Geimpften ist zu beachten, dass auch die Auffrischungsimpfung nach sieben Monaten verpflichtend ist, wenn der Status aufrecht erhalten werden soll.  In Kraft treten sollte das neue Gesetz am 15. Januar 2022. Wegen langwieriger Debatten in der Nationalversammlung wird sich das verzögern, da das Gesetz auch noch Senat und Verfassungsrat passieren muss.

Diese Änderungen sind geplant.

Der Impfpass soll für folgende Bereiche/Aktivitäten gelten:

  • Restaurants, Bars und Cafés, einschließlich der Terrassen.
  • Langstreckenzüge (TGV, Intercités, Nachtzüge). In den alltäglichen Verkehrsmitteln wird der Pass nicht verlangt (TER, RER,  U-Bahnen und Busse sind nicht betroffen).
  • Campingplätze, Ferienzentren und Hotels, die nur über ein Beherbergungsangebot verfügen, sind vom Impfpass ausgenommen.  Ihr braucht ihn dagegen auf Campingplätzen, in Ferienzentren und Hotels mit einem Restaurant, einer Bar, einem Schwimmbad oder einem Veranstaltungssaal.
  • Die Passpflicht gilt für den Zugang zu allen Sporteinrichtungen, d. h. zu Fitness- und Krafträumen, Hallen- und Freibädern. Auch der Zutritt zu Stadien und die Benutzung von Skiliften ist nur mit Pass Vaccinal möglich.
  • Ihr braucht den Pass voraussichtlich für den Besuch von Museen und Sehenswürdigkeiten.
  • Für den Besuch von Vergnügungsparks wie Parc Astérix, Futuroscope oder Disneyland Paris ist ein Pass erforderlich.
  • Die Pflicht gilt für Konzerte, Aufführungen und Festivals mit mehr als 50 Zuschauern, auch in Kinosälen wird der Impfnachweis erforderlich.
  • In Theatern, Opernhäuser, Konservatorien und ähnlichen Veranstaltungsräumen ist der Pass Vaccinal ab einer Zuschauerzahl von mehr als 50 Personen vorgeschrieben.
  • Der Zugang zu Messen und Ausstellungen unterliegt ab 50 Teilnehmern ebenso den Regeln des Impfpasses wie der Besuch von Casinos und anderen Spielhallen.
  • Religöse Stätten wie Kirchen, Moscheen und Synagogen sind vom Pass ausgenommen, solange sie zur Religionsausbübung (Gebet, Gottesdienst, Andacht...) betreten werden. Bei kulturellen Veranstaltungen innerhalb dieser Stätten gelten die gleichen Regeln wie für andere Veranstaltungsräume.
  • Bei Hochzeitszeremonien im privaten Raum ist kein Pass erforderlich, jedoch bei Feierlichkeiten an öffentlich zugänglichen Orten, wie Festsälen.
  • Kreuzfahrten unterliegen dem Pass Vaccinal ab einer Teilnehmerzahl von 50 Passagieren.
  • Auch Inhaber von Discotheken und Nachtclubs müssen sich den Pass  ihrer Gäste zeigen lassen.
  • Die Präfekten können den Impfpass auf Kaufhäuser und Einkaufszentren ausdehnen (die Grundversorgung ist davon ausgenommen).
  • Gut zu wissen: In Frankreich wird zwischen dem "Einreisepass" und dem "Aktivitätenpass" unterschieden, die derzeit debattierten Änderungen betreffen nur den Zugang zu Aktivitäten innerhalb des Landes, nicht jedoch die Einreise!

 

Der französische Gesundheitspass – so funktioniert es

Als Nachweis im Sinne des französischen Gesundheitspasses gelten derzeit (alte Regelung):

  • Ein Impfzertifikat mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff (AstraZeneca, Johnson&Johnson, Biontech, Moderna).
  • Der Nachweis über eine durchgemachte Infektion mit Corona/eine überstandene Covid-Erkrankung (nicht älter als sechs Monate)
  • ein negatives Testergebnis (PCR- oder Antigen-Test, nicht älter als 24 Stunden). Das Ergebnis von Selbsttests wird anerkannt, wenn dieser unter Kontrolle von medizinischem Personal stattgefunden hat und ein entsprechendes Zertifikat ausgestellt wurde.
  • Der jeweilige Nachweis kann auf elektronischem Weg oder in Papierform vorgelegt werden. Wichtig ist ein scanbarer QR-Code, weswegen die deutsche Botschaft dringend empfiehlt, Zertifikate aus dem Impfpass in ein solches, für die französischen Behörden lesbares, Format umzuwandeln.

Allgemeine Restriktionen in Frankreich und in der Normandie

 So sehen die aktuellen Corona-Regeln aus:

  • In allen geschlossenen Räumen, im Nah- und Fernverkehr, im Freien in Gebieten mit erhöhtem Publikumsverkehr oder dort, wo der Präfekt eine entsprechende Verfügung erlassen hat, gilt Maskenpflicht.
  • Dies gilt auch wieder in Räumen, die mit PassSanitaire von der Maskenpflicht ausgenommen waren, also zum Beispiel Museen, Restaurants, Veranstaltungsräume, Fernverkehr.
  • Vielerorts gilt wieder eine Maskenpflicht im Freien.
  • Es sind nur noch medizinische  Masken (chirurgische oder FFP2) Masken und Stoffmasken der Kategorie 1 zulässig – keine selbst genähten Masken oder solche der Kategorie 2.
  • Üblich war bislang die Verwendung von chirurgischen Masken, derzeit wird die (empfohlene) Verwendung von FFP2-Masken diskutiert.
  • Wegen erhöhtem Auftreten der neuen Mutanten sollt Ihr einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten (die Alltagserfahrung zeigt bislang, dass in der Praxis ein Abstand von einem Meter vielerorts für ausreichend angesehen wird, auch von den Behörden).

 

Maskenpflicht und andere Maßnahmen in der Normandie

Zunehmend kehrt die Maskenpflicht unter freiem Himmel in der Normandie zurück. In Menschenansammlungen, zum Beispiel auf Märkten, beim Schlangestehen, in Fußgängerzonen an bestimmten Tagen gilt ngrundsätzlich Maskenpflicht. Auch in touristischen Orten gehört die Gesichtsmaske wieder zum Alltag.

Solche Verfügungen werden von den Präfekten und zum Teil auch von der Gemeinde erlassen. Grundsätzlich müsst Ihr auf Schildern darauf hingewiesen werden, dass in bestimmten Bereichen eine Maskenpflicht gilt.

Mein Tipp: Habt vorsichtshalber immer ausreichend Masken (Chirurgische/FFP2/Kategorie1-Masken) dabei.

Das gilt in den einzelnen Départements der Normandie:

Calvados

Seit  26. November gilt:

  • Das Tragen eines Mundschutzes ist ab sofort auf allen Märkten im Freien und anderen Räumungsverkäufen (Flohmärkte...) im Calvados Pflicht.
  • Jeder Händler muss einen Abstand von mindestens 1 m zwischen seinen Kunden in der Warteschlange einhalten.
  • Jeder Stand muss mindestens 4 m von dem ihm gegenüberliegenden Stand und 2 m von den Ständen zu seiner Linken und zu seiner Rechten entfernt sein.
  • Im Umkreis von Schulen, Kindergärten etc. gilt ebenfalls eine Maskenpflicht.
  • In der Stadt Caen herrscht bis zum 31. Januar Maskenpflicht in bestimmten Straßen, ganz oder teilweise. Das Straßenverzeichnis findeet Ihr auf der Seite der Präfektur.
  • Villers-sur-Mer (Straßen mit hohem Publikumsverkehr, bis 31. Januar)
  • Honfleur, Innenstadt (bis 31. Januar 2022)
  • Deauville (bis 16. Januar)
  • Trouville (bis 15. Januar)
  • Blonville sur Mer (bis 1. Februar)

 

 

 

Eure

Das Tragen einer Maske ist im Freien in allen Ortschaften ab dem 31. Dezember vorgeschrieben. Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist ebenfalls generell verboten.

 

Manche

In der Manche gilt seit 27. November, bis voraussichtlich 26. Januar an folgenden Orten eine Maskenpflicht im Freien:

  • auf Märkten jeglicher Art, Trödelmärkten, Räumungsverkäufen im Freien oder überdacht ;
  • auf öffentlichen Versammlungen
  • in Fußgängerzonen und überall, wo der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann, in Einkaufszonen und Einkaufsstraßen
  • in der Umgebung von Bahnhöfen, Busbahnhöfen oder Bushaltestellen in einem Umkreis von 50 Metern ;
  • in der Umgebung von Einkaufszentren in Zeiten, in denen viele Menschen unterwegs sind und sich dort viele Menschen versammeln
  • in der Umgebung von Schulen in einem Umkreis von 50 Metern ;
  • in der Umgebung von Kirchen und anderen Gotteshäusern in einem Umkreis von 50 Metern in Warteschlangen im Freien.
  • am Mont-Saint-Michel innerhalb der Stadtmauern von 10 bis 19 Uhr.

Zusätzlich gibt es in folgenden Städten eine erweiterte Maskenpflicht im Freien:

  • Cherbourg (in der Fußgängerzone, für alle ab 11 Jahren)

 

 

Orne

Bereits seit 20. November ist in der Orne das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes wieder an folgenden Orten Pflicht:

  •     Demonstrationen mit politischem oder unterhaltendem Charakter
  •     Warteschlangen
  •     Märkte, Messen, Trödelmärkte, Räumungsverkäufe und Flohmärkte
  •     Umgebung von Schulen, Freizeitzentren, Bushaltestellen, Bahnhöfen und religiösen Stätten während der Betriebszeiten.

Mit Wirkung vom 31. Dezember müsst Ihr auch wieder in geschlossenen Ortschaften eine Maske tragen.

 

Seine-Maritime

Mit Wirkung zum 31. Dezember  gibt es wieder eine generelle Maskenpflicht in allen Ortschaften in Seine-Maritime. Folgende Verfügung gilt:

  • In allen Gemeinden des Departements Seine-Maritime wird vom 31. Dezember um 12 Uhr bis zum 24. Januar 2022 eine Maskenpflicht eingeführt. Ausgenommen sind insbesondere Wälder, Forste, Wiesen, Strände. Diese Verpflichtung gilt "zwischen den Ortseingangs- und Ortsausgangsschildern jeder Gemeinde".
  • Tanzveranstaltungen (Tanztees usw.) sind in allen Einrichtungen mit Publikumsverkehr (sogenannten établissements recevant du public, ERP) bis zum 24. Januar 2022 untersagt.

 

Tests in der Normandie

Mobile Teststationen findet Ihr auf dieser Seite.

Wichtig: Um den Ablauf zu beschleunigen, müsst Ihr zum Test Personalausweis, Versichertenkarte und dieses ausgefüllte Formular mitbringen.

 

  • Antigen-Schnelltests könnt Ihr auch in Apotheken oder bei den freiberuflichen Krankenschwestern durchführen lassen. Die Seite Santé.fr gibt Euch Auskunft darüber, wo Ihr Euch testen lassen könnt (Postleitzahl im Formular eingeben und Suche aktivieren): Teststationen
  • Die Kosten für den Test wurden zum 1. Juli für Euch als Urlauber vereinheitlicht: PCR-Tests kosten 49 Euro, Antigentests 29 Euro.
  • Selbsttests gibt es in Frankreich mittlerweile auch, allerdings nicht wie in Deutschland im Supermarkt oder gar beim Discounter, sondern in der Apotheke. Mittlerweile werden Autotests auch (kostenlos) auf Märkten oder in Touristeninfos ausgegeben. Wenn sie unter Aufsicht von medizinisch geschultem Personal durchgeführt und zertifiziert werden, gelten auch diese Selbsttestsals Nachweis im Gesundheitspass.
  • Bis 31. Januar 2022 dürfen Autotests auch in Supermärkten verkauft werden, sind aber vielerorts ausverkauft.

Weitere Testmöglichkeiten

  • Wenn Ihr Euch nicht traut, einen Termin telefonisch auszumachen, hilft Euch die App doctolib, über die Ihr Termine auch online vereinbaren könnt. Das braucht allerdings ein paar Tage Vorlauf und längst nicht alle Testzentren sind an das System angeschlossen!

 

Tipps zu den Tests

Wegen der Omicron-Variante werden derzeit sehr viele Tests durchgeführt. Die ARS Normandie etabliert weitere Teststationen, dennoch müsst Ihr mit langen Wartezeiten vor den Testzentren rechnen.  Wer für die Heimreise einen Test braucht, kann dies  mittlerweile als Selbsttest mit Zertifikat auch Online machen. Wie es funktioniert, steht in diesem Artikel  von CamperStyle*. Bestellen könnt Ihr entweder Test und Zertifikat oder nur Zertifikat (falls Ihr bereits Autotests habt) auf Covidtestonline*.

 

* Unbezahlte Werbung zu Eurer Information, es werden keine Provisionen gezahlt oder andere Einnahmen generiert.

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