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Reisen statt rasen – Entdeckung der Langsamkeit

Nun ist es amtlich: Ab dem 1. Juli 2018 gehen auf Frankreichs Straßen die Uhren anders. Dann darf auf allen zweispurigen Nebenstraßen nur noch 80 km/h gefahren werden. Für Reisende bedeutet das: Einen Gang runter schalten, denn die Geldbußen in France sind zum Teil saftig.

Urlaub mit Hund; Normandie; Anreise; Bußgeld
Ab dem 1. Juli 2018 darf auf Frankreichs Landstraßen nur noch 80 km/h schnell gefahren werden.

Am späten Nachmittag des 9. Januar 2018 verkündete Frankreichs Premier Edouard Philippe das, was seit Wochen die Kommentarspalten füllte: Ab dem 1. Juli 2018 darf auf allen zweispurigen Straßen außerorts maximal 80 km/h gefahren werden. Die neuerliche Geschwindigkeitsbegrenzung soll vor allem die Anzahl der Verkehrstoten senken. Denn diese steigt seit einigen Jahren – trotz zum Teil drakonischer Strafen – wieder an.

Hohe Zahl von Verkehrsopfern

In Frankreich sterben pro Jahr rund 3.500 Menschen  im Straßenverkehr, davon 55 Prozent (1.911) auf Landstraßen. Auch wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung unpopulär sei, so Philippe, führe kein Weg daran vorbei, um Leben zu retten. 350 bis 400 Tote pro Jahr weniger soll diese Maßnahme bringen. Geringere Geschwindigkeit reduziere den Bremsweg  und die Kräfte beim Aufprall. Ganz nebenbei werden auch der Spritverbrauch und die Emissionen reduziert. Eine echte Win-Win-Situation also. In der Tat hat man in einigen europäischen Ländern sehr gute Erfahrungen mit der reduzierten Geschwindigkeit auf Nebenstraßen gemacht. So liegt in den Niederlanden und Dänemark etwa die Mortalitätsrate bei 37 pro einer Million Einwohner – in Frankreich sind es derzeit noch 53. Norwegen und die Schweiz können gar mit 26 glänzen, alles Länder, die nur noch 80 km/h auf Landstraßen zulassen. Stichhaltige Argumente also, doch die Mehrheit der Franzosen lehnt die neuerliche Gängelung der Autofahrer ab.

Geschwindigkeit ist nicht alles

Geringere Geschwindigkeit ist allerdings nicht das einzige Mittel, um die Zahl der Unfalltoten zu vermindern. Auch andere Maßnahmen, die zu mehr Verkehrssicherheit führen, sind von Erfolg gekrönt. So führt zum Beispiel eine zusätzliche Überholspur zu einer Minderung der Verkehrstoten um 64 Prozent, fand der Verband "ProMobiliät" heraus . Auch Leitpfosten, in vielen Gegenden Frankreichs noch echte Mangelware, führen nachts und bei schlechten Witterungsverhältnissen zu besserer Sicht und somit zu mehr Sicherheit auf den Straßen. Und schließlich: Ein neuer Straßenbelag hilft in vielen Fällen, Unfallschwerpunkte zu entschärfen, entdeckten bayerische Verkehrsstrategen.

Probiers mal mit Langsamkeit

400.000 Straßenkilometer sind von der Neuregelung betroffen. Wer also gerne ein Stück über die Landstraße in den Urlaub gondelt, um mehr von Land und Leuten zu sehen oder um Maut zu sparen, sollte für die Anfahrt in die Normandie entsprechend mehr Zeit einplanen. Allerdings fällt der Unterschied nicht so gravierend aus, wie mancher glauben würde: Nur rund 8 Minuten gehen pro 100 Kilometern zusätzlich aufs Zeitkonto.

Das Tempolimit ist übrigens nicht die einzige Neuerung: So wird unter anderem künftig auch stärker bestraft, wer am Steuer telefoniert – wer dabei ein zusätzliches Delikt begeht, muss seinen Führerschein abgeben.                Barbara Homolka


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