Dörfer und Städte in der Normandie – auf den Spuren von Geschichte und Kultur

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Sightseeing in der Normandie ist vielfältig. Ich persönlich liebe es, mich durch die Landschaft treiben zu lassen und da Halt zu machen, wo es mir gerade gefällt. Das ist oft auch in Orten, die nicht unbedingt im Reiseführer stehen. Ohne diese Hotspots ist allerdings Eure Normandiereise unvollständig. Macht aber trotzdem nicht den Fehler, von einem "instagramable"-Spot zum nächsten zu hecheln. Dann habt Ihr zwar alles gesehen, den Charakter der Normandie, wo alles etwas entschleunigt und auf Genuss ausgelegt ist, verpasst. Und das wäre doch schade!

Also versteht die folgende Auflistung lediglich als "Merkzettel" und nicht als "Bucketlist". Pickt Euch raus, was Euch interessiert und gestattet Euch den Mut zur Lücke. Die meisten Normandiereisenden werden ohnehin zu Wiederholungstätern.

Die großen Städte in der Normandie

Hand aufs Herz: Wo fängt bei Euch eine Großstadt an? So bei 500.000 Einwohnern? Bei 1.000.000? In der Tat ist in der Normandie eine Stadt mit 100.000 Einwohnern schon richtig, richtig groß. Die imposanten Städte an der Seine-Mündung Le Havre und Rouen, bringen es nur auf 170.000 beziehungsweise 110.000 Einwohner. Das geht in Deutschland als Mittelzentrum durch, Berliner unnd Hamburger würden es sogar als Provinz bezeichnen. Im zentralistischen Frankreich und in der eher ländlichen Normandie sind diese Städte allerdings schon sehr groß. Zudem wohnen rund um die eigentliche Stadt viele Menschen im Umland, Industrie und Hafengelände sorgen für ein richtig urbanes Feeling.

Das sind die zehn größten Städte der Normandie:

  • Le Havre / Seine Maritime (170.000 Einwohner): Kommt bitte niemals auf die Idee, in eine Tourist-Information in Le Havre zu gehen und nach der Altstadt zu fragen. Die wurde nämlich im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Das neu geschaffene Stadtzentrum von Le Havre von Auguste Perret ist eine "Symphonie aus Beton" und steht heute unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes. Wenn Ihr moderne Architektur, Kunst und urbanen Lifestyle mögt, dann ist Le Havre der Top-Tipp in der Normandie.
Die Innenstadt von Rouen besticht mit ihren mittelalterlichen Häusern. Foto: Edmondlafoto/Pixabay
Die Innenstadt von Rouen besticht mit ihren mittelalterlichen Häusern. Foto: Edmondlafoto/Pixabay

• Rouen / Seine Maritime (110.000 Einwohner): Rouen wurde bereits in der Jungsteinzeit besiedelt und auch vom römischen Straßennetz lassen sich heute noch Spuren entdecken. Die Stadt ist uralter Bischofssitz – die Liste der Erzbischöfe konnte bis ins 3. Jahrhundert zurückontruiert werden. Während des 100-jährigen Krieges wurde Rouen von den Engländern erobert. Den meisten dürfte in diesem Zusammenhang Jeanne d’Arc einfallen, die hier am 30. Mai 1431 hingerichtet wurde. Auch in den folgenden Jahrhunderten war Rouen eine immer wieder heißumgekämpfte Stadt, die Deutschen besetzen sie während des Deutsch-Französischen Krieges und des Zweiten Weltkrieges. Die Alliierten zerstörten mit Luftangriffen auch hier große Teile Teile der Stadt. Dennoch ist die Stadt reich an historischen Sehenswürdigkeiten und es gibt unglaublich viele alte, noch gut erhaltene Häuser, von denen manche fast 1.000 Jahre alt sind. Die wichtigsten Sakralbauten sind die gotische Kathedrale von Rouen, die Kirche Saint-Ouen, die Kirche Saint-Maclou, die spätgotische reformierte Kirche St-Éloi und die Synagoge. Beeindruckend sind zudem die Profanbauten Großer Uhrenturm (Le Gros Horloge aus dem 14. Jahrhundert: das Fotomotiv der Stadt schlechthin), der Turm Jeanne d’Arc, das Hôtel du Bourgtheroulde , das Pest-Beinhaus L’aître Saint-Maclou mit seinen kunstvollen Schnitzereien und die Place du Vieux-Marché, auf der Jeanne d'Arc verbrannt wurde. Hier befindet sich auch die Kirche Ste-Jeanne-d’Arc.

Mein Tipp: Die Märkte in Rouen sind legendär und du findest fast an jedem Wochentag irgendwo einen Markt, der frische Waren feilbietet. Wenn Ihr auch nach Antiquitäten Ausschau halten wollt, solltet Ihr auf der Place Saint Marc (Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntagvormittag) vorbeischauen. Ihr habt eine Stärkung nötig? Keine andere Stadt in Frankreich hat so viele Bars pro Einwohner wie Rouen. In Rouen vereinen sich Geschichte und hippes Stadtleben auf besondere Weise, und so werdet Ihr kein Problem haben, authentische kleine Bars und Cafés zu finden.

Mit Hund dürft Ihr die Parks Jardins de l'hôtel de Ville, Parc de la Presquîle Rollet und Square Verdrel besuchen. Nicht erlaubt sind Eure Lakritznasen im Parc Grammot und im Jardin des Plantes.

  • Caen / Calvados (105.000): Caen wurde das erste Mal 1027 urkundlich erwähnt; besiedelt dürfte die Stadt bereits in der Ur- und Frühgeschichte worden sein. Auch Caen kann auf eine wechselhafte und interessante Geschichte zurückblicken. Im Ersten Weltkrieg beherbergte die Stadt ein Kriegsgefangenenlager für Deutsche Soldaten. Während des D-Days sollte Caen möglichst innerhalb weniger Tage von den Alliierten eingenommen werden, doch die Deutschen Besatzer leisteten heftigen Widerstand. In den Schlachten rund um die Stadt wurde Caen fast vollständig zerstört und von 1948 bis 1962 wieder aufgebaut. Besichtigen solltet Ihr die beiden romanischen Kirchen der Abbaye aux Hommes („Männerabtei“) Saint-Étienne und die Abbaye aux Dames („Frauenabtei“) Sainte-Trinité. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Caens zählt die Burg Wilhelms. Auch ist die Innenstadt einen entspannten Rundgang wert und den Park „Jardin botanique“ dürft Ihr sogar mit Hund besuchen.
  • Cherbourg-en-Cotentin / Manche (80.000): Bereits im 4. Jahrhundert soll auf der Gemarkung ein römisches Castrum befunden haben. Während des 100-jährigen Krieges war die Stadt hart umgekämpft und wechselte mehrfach die Seiten. Berühmt ist Cherbourg für seine Rade, die befestigte Hafenanlage, die für mehrere Jahrhunderte als größte Reede der Welt galt und auch heute noch hinter Katar Platz zwei einnimmt. Die Schlacht von Cherbourg 1944 hinterließ große Zerstörungen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen das Meeresmuseum Cité de la Mer und das Kunstmuseum Thomas Henry. Beide Museen könnt Ihr leider nicht mit Hund besuchen.
  • Evreux / Eure (48.000): Evreux war bereits in keltischer Zeit besiedelt; Dolmen und Menhire sprechen eine lebhafte Sprache. In gallo-römischer Zeit kreuzten sich hier zwei Römerstraßen. Wie überall in der Normandie könnt Ihr auch in Evreux der wehselhaften Geschichte nachspüren. Evreux verfügt über eine unglaubliche Zahl von Parks und Grünflächen. Grundsätzlich sind dort Hunde erlaubt, außer es steht am Eingang etwas anderes vermerkt; Ihr müsst aber Euren Hund an einer kurzen Leine führen. Rund um Evreux ist es – grün. Rund 600 Hektar Waldgebiet erstecken sich rund um die Hauptstadt der Eure, die nur 90 Kilometer von Paris entfernt liegt.  Auch wenn Evreux während der Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, könnt Ihr doch einige Sehenswürdigkeiten entdecken: Die Kathedrale Notre Dame, das Museum für Kunst, Geschichte und Archäologie (freier Eintritt!) oder das Rathaus. Entlang des Flußes Iton könnt Ihr den alten Waschhäusern auf die Spur kommen. Bemerkenswert ist auch das Theater, das nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde und dank umfangreicher Restaurationsarbeiten in den letzten Jahren wieder in neuem Glanz erstrahlt.
  • Dieppe / Seine Maritime (29.000)
  • Sotteville-lès-Rouen / Seine Maritime (29.000)
  • Saint-Étienne-du-Rouvray / Seine Maritime (29.000)
  • Alencon / Orne (26.000)
  • Le Grand-Queville / Seine Maritime (26.000)

Die schönsten kleinen Städte und Dörfer in der Normandie

Ich persönlich finde ja Kleinstädte und Dörfer mit Hund entspannter und eigentlich könnt Ihr in der Normandie nur wenig falsch machen, wenn Ihr hier zu einem Rundgang aufbrecht. Es befinden sich wahre Juwelen darunter! In der Manche und im Calvados kommt Ihr allerdings nicht um die Kriegswunden herum, denn viele Orte wurden fast vollständig zerstört und in der Zeit der Rekonstruktion wieder aufgebaut. Was Euch auf den ersten Blick hässlich erscheinen mag, gehört heute ebenso zum Kulturerbe der Normandie wie mittelalterliche Gässchen und pittoreske Fachwerkhäuser. Viele Städte und Dörfer können sich mit bestimmten Auszeichnungen und Labels schmücken. Was sich dahinter verbirgt, erfahrt Ihr in dem Blogbeitrag "Keine Stadt ohne Label". Im Folgenden findet Ihr die sehenswertesten Kleinstädte und Dörfer nach Départements aufgeschlüsselt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Hübsche Kleinstädte und Dörfer im Calvados

Der Calvados ist für viele Besucher der Inbegriff der Normandie: Apfelbäume, so weit das Auge blicken kann, friedlich grasende Rinderherden und dazwischen kleine, romantische Ortschaften. Diese Orte lohnen einen Stop:

  • Bayeux
  • Beuvron-en-Auge (eines der schönsten Dörfer Frankreichs)
  • Cabourg
  • Deauville / Trouville
  • Falaise
  • Honfleur (Les Plus Beaux Dètours de France)
  • Lisieux
  • Luc-sur-Mer
  • Pont-l’Évêque
  • Port-en-Bessin
  • Villerville

Hübsche Städte und Dörfer in der Eure

  • Bernay
  • Gisors, ein echter Geheimtipp!
  • Giverny
  • Le Bec-Hellouin
  • Lyons-la-Forêt (eines der schönsten Dörfer Frankreichs!)
  • Pont Audemer
  • Verneuil-sur-Avre
  • Vernon

 

Sehenswerte Städte und Dörfer in der Manche

Die Manche ist sicher der beste Landstrich in der Normandie, wenn Ihr mit Hund Urlaub machen wollt. Folgende Städte und Gemeinden schaffen es auf meine persönliche Top-Liste:

  • Avranches
  • Barfleur (eines der schönsten Dörfer Frankreichs)
  • Barneville-Carteret
  • Bricquebec
  • Carentan
  • Coutances
  • Fermanville
  • Granville
  • Mont-Saint-Michel
  • Portbail
  • Regnéville-sur-Mer
  • Sainte-Mère-Égilse
  • Sainte-Marie-du-Mont
  • Saint Lô
  • Saint-Vaast-la-Hougue
  • Villedieu-les-Poêles
  • Valognes

Hübsche Orte und Kleinstädte in der Orne

  • Argentan
  • Bagnoles de l'Orne
  • Bellême
  • Domfront
  • Écouché
  • La Perrière
  • Longny au Perche
  • Le Sap
  • Saint-Céneri-le-Gérei(eines der schönsten Dörfer Frankreichs)
  • Sees

 

Sehenswerte Orte in Seine-Maritime

Vor allem die Orte an der Steilküste sind wohl Sehnsuchtsziel jeden Normandie-Urlaubers. Daneben gibt es aber ein paar echte Geheimtipps im Landesinneren, die Ihr auf keinen Fall versäumen dürft:

  • Étretat
  • Eu
  • Fécamp
  • Forges-les-Eaux
  • Pont Audemer (das normannische Venedig)
  • Veules-les-Roses (eines der schönsten Dörfer Frankreichs)
  • Yport

 


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