Dörfer und Städte in der Normandie – auf den Spuren von Geschichte und Kultur

Sightseeing in der Normandie ist vielfältig. Ich persönlich liebe es, mich durch die Landschaft treiben zu lassen und da Halt zu machen, wo es mir gefällt. Das ist oft in Orten, die nicht unbedingt im Reiseführer stehen. Ohne diese Hotspots ist allerdings Eure Normandiereise unvollständig. Macht aber trotzdem nicht den Fehler, von einem "instagramable"-Spot zum nächsten zu hecheln. Dann habt Ihr zwar viel gesehen, den Charakter der Normandie, wo alles etwas entschleunigt und auf Genuss ausgelegt ist, verpasst. Und das wäre doch schade!

Versteht die folgende Auflistung lediglich als "Merkzettel" und nicht als "Bucketlist". Pickt Euch raus, was Euch interessiert und gestattet Euch den Mut zur Lücke. Die meisten Normandiereisenden werden ohnehin zu Wiederholungstätern.

Von vielen Städten gibt es bereits ausführliche Beschreibungen, die Ihr lesen könnt, wenn Ihr den jeweiligen blauen Links folgt. Vereinzelt habe ich zu Eurer Information externe Links eingebaut.

Ach ja: Dieser Text hat an die 7.000 Worte. Ihr solltet Euch ein bisschen Zeit nehmen – ich habe immerhin viele Stunden des Jahres 2020 mit dem Schreiben zugebracht. Ich wünsche Euch eine angenehme Lektüre.

Ein Hundehinweisschild auf dem Boden, die Tatzen von zwei Border Collies dazu.
Erkundet mit Hund die schönsten Flecken der Normandie.

Die großen Städte in der Normandie

Hand aufs Herz: Wo fängt bei Euch eine Großstadt an? So bei 500.000 Einwohnern? Bei 1.000.000? In der Tat ist in der Normandie eine Stadt mit 100.000 Einwohnern schon sehr groß. Die imposanten Städte an der Seine-Mündung Le Havre und Rouen, bringen es nur auf 170.000 beziehungsweise 110.000 Einwohner. Das geht in Deutschland als Mittelzentrum durch, Berliner und Hamburger würden es sogar als Provinz bezeichnen. Im zentralistischen Frankreich (das nur eine Stadt mit mehr als einer Million Einwohnern kennt) und in der eher ländlichen Normandie sind diese Städte allerdings schon sehr groß. Zudem wohnen rund um die eigentliche Stadt viele Menschen im Umland, Industrie und Hafengelände sorgen für ein urbanes Feeling.

Das sind die zehn größten Städte der Normandie:

  • Le Havre / Seine-Maritime (170.000 Einwohner): Kommt bitte niemals auf die Idee, eine Tourist-Information in Le Havre zu betreten und nach der Altstadt zu fragen. Die wurde nämlich im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Das neu geschaffene Stadtzentrum Le Havres von Auguste Perret ist eine "Symphonie aus Beton" und steht heute unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes. Wenn Ihr moderne Architektur, Kunst und hippen Lifestyle mögt, dann ist Le Havre der Top-Tipp in der Normandie. Die meisten Grünanlagen der Stadt stehen Euch offen, seit 2019 gibt es einen 4.000 Quadratmeter großen und eingezäunten Cani-Parc in der forêt de Montgeon.
Die Innenstadt von Rouen besticht mit ihren mittelalterlichen Häusern. Foto: Edmondlafoto/Pixabay
Die Innenstadt von Rouen besticht mit ihren mittelalterlichen Häusern. Foto: Edmondlafoto/Pixabay

• Rouen / Seine-Maritime (110.000 Einwohner): Rouen wurde bereits in der Jungsteinzeit besiedelt und auch vom römischen Straßennetz lassen sich heute noch Spuren entdecken. Die Stadt ist uralter Bischofssitz – die Liste der Erzbischöfe konnte bis ins 3. Jahrhundert zurückontruiert werden. Während des 100-jährigen Krieges wurde Rouen von den Engländern erobert. Den meisten dürfte in diesem Zusammenhang Jeanne d’Arc einfallen, die hier am 30. Mai 1431 hingerichtet wurde. Auch in den folgenden Jahrhunderten war Rouen eine immer wieder heiß umkämpfte Stadt, die Deutschen besetzen sie während des Deutsch-Französischen Krieges und des Zweiten Weltkrieges. Die Alliierten zerstörten mit Luftangriffen große Teile der Stadt. Dennoch ist Rouen reich an historischen Sehenswürdigkeiten und es gibt unglaublich viele alte, gut erhaltene Häuser, von denen manche fast 1.000 Jahre alt sind. Die wichtigsten Sakralbauten sind die gotische Kathedrale von Rouen, die Kirche Saint-Ouen, die Kirche Saint-Maclou, die spätgotische reformierte Kirche St-Éloi und die Synagoge. Beeindruckend sind zudem die Profanbauten Großer Uhrenturm (Le Gros Horloge aus dem 14. Jahrhundert: das Fotomotiv der Stadt schlechthin), der Turm Jeanne d’Arc, das Hôtel du Bourgtheroulde, das Pest-Beinhaus L’aître Saint-Maclou mit seinen kunstvollen Schnitzereien und die Place du Vieux-Marché, auf der Jeanne d'Arc verbrannt wurde. Hier befindet sich auch die Kirche Ste-Jeanne-d’Arc.

Mein Tipp: Die Märkte in Rouen sind legendär und du findest fast an jedem Wochentag irgendwo einen Markt, der frische Waren feilbietet. Wenn Ihr nach Antiquitäten Ausschau halten wollt, solltet Ihr auf der Place Saint Marc (Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntagvormittag) vorbeischauen. Ihr habt eine Stärkung nötig? Keine andere Stadt in Frankreich hat so viele Bars pro Einwohner wie Rouen. In Rouen vereinen sich Geschichte und cooles Stadtleben auf besondere Weise, und so werdet Ihr kein Problem haben, authentische kleine Bars und Cafés zu finden.

Mit Hund dürft Ihr die Parks Jardins de l'hôtel de Ville, Parc de la Presquîle Rollet und Square Verdrel besuchen. Nicht erlaubt sind Eure Lakritznasen im Parc Grammot und im Jardin des Plantes.

  • Caen / Calvados (105.000 Einwohner): Caen wurde das erste Mal 1027 urkundlich erwähnt; besiedelt dürfte die Stadt in der Ur- und Frühgeschichte worden sein. Caen kann auf eine wechselhafte und interessante Geschichte zurückblicken. Im Ersten Weltkrieg beherbergte die Stadt ein Kriegsgefangenenlager für Deutsche Soldaten. Während des D-Days sollte Caen möglichst innerhalb weniger Tage von den Alliierten eingenommen werden, doch die Deutschen Besatzer leisteten heftigen Widerstand. In den Schlachten rund um die Stadt wurde Caen fast vollständig zerstört und von 1948 bis 1962 wieder aufgebaut. Besichtigen solltet Ihr die beiden romanischen Kirchen der Abbaye aux Hommes („Männerabtei“) Saint-Étienne und die Abbaye aux Dames („Frauenabtei“) Sainte-Trinité. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Caens zählt die Burg Wilhelms. Auch ist die Innenstadt einen entspannten Rundgang wert und den Park „Jardin botanique“ dürft Ihr sogar mit Hund besuchen. Hättet Ihrs gewusst?  Caen wurde das Athen der Normandie genannt. Im 16. und 17. Jahrhundert war die Stadt von Wilhelm dem Eroberer die Heimat einer angesehenen intellektuellen Gesellschaft, aus der insbesondere der Dichter François de Malherbe hervorging.
  • Cherbourg-en-Cotentin / Manche (80.000 Einwohner): Bereits im 4. Jahrhundert soll auf der Gemarkung ein römisches Castrum befunden haben. Während des 100-jährigen Krieges war die Stadt hart umkämpft und wechselte mehrfach die Seiten. Berühmt ist Cherbourg für seine Rade, die befestigte Hafenanlage, die für mehrere Jahrhunderte als größte Reede der Welt galt und heute hinter Katar Platz zwei einnimmt. Die Schlacht von Cherbourg 1944 hinterließ große Zerstörungen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen das Meeresmuseum Cité de la Mer und das Kunstmuseum Thomas Henry. Beide Museen könnt Ihr leider nicht mit Hund besuchen.
  • Evreux / Eure (48.000 Einwohner): Evreux war bereits in keltischer Zeit besiedelt; Dolmen und Menhire sprechen eine lebhafte Sprache. In gallo-römischer Zeit kreuzten sich hier zwei Römerstraßen. Wie überall in der Normandie könnt Ihr auch in Evreux der wechselhaften Geschichte nachspüren. Evreux verfügt über eine unglaubliche Zahl von Parks und Grünflächen. Grundsätzlich sind dort Hunde erlaubt, außer es steht am Eingang etwas anderes vermerkt; Ihr müsst aber Euren Hund an einer kurzen Leine führen. Rund um Evreux ist es – grün. Rund 600 Hektar Waldgebiet erstrecken sich rund um die Hauptstadt der Eure, die nur 90 Kilometer von Paris entfernt liegt.  Auch wenn Evreux während der Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, könnt Ihr doch einige Sehenswürdigkeiten entdecken: Die Kathedrale Notre Dame, das Museum für Kunst, Geschichte und Archäologie (freier Eintritt!) oder das Rathaus. Entlang des Flusses Iton kommt Ihr den alten Waschhäusern auf die Spur. Bemerkenswert ist das Theater, das nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde und dank umfangreicher Restaurationsarbeiten in den letzten Jahren in neuem Glanz erstrahlt.
Der Markt in Dieppe in der Normandie. Verfallsdatum: 21.06.2028
Der Markt in Dieppe gilt als einer der schönsten in Frankreich. Foto: Ben COLLIER/Normandietourisme

Dieppe / Seine-Maritime (29.000 Einwohner) ist eine Hafen- und Fischerstadt. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zum ersten mondänen Badeort Frankreichs: Die Pariser strömten per Bahn, die Briten mit der Fähre nach Dieppe. Künstler und Schriftsteller entdeckten das Hafenstädtchen mit den bezaubernden Lichtstimmungen. Bis heute hat sich das nicht geändert: Im Sommer ist Dieppe bei den Gästen aus aller Herren Länder beliebt. Der Markt von Dieppe wurde gar 2020 zum schönsten Markt in ganz Frankreich gekürt. Berühmt ist das Drachenfest der Stadt, das das größte der Welt sein soll und alle zwei Jahre im September stattfindet, das nächste Mal 2021. Der Ortsname Dieppe [djɛp] leitet sich übrigens vom englischen Wort deep ab und bezieht sich auf die Hafenausfahrt.

  • Sotteville-lès-Rouen / Seine-Maritime (29.000 Einwohner) war schon zu gallo-römischer Zeit besiedelt und wurde durch seinen großen Rangier- und Betriebsbahnhof bekannt. Auf die Vergangenheit als große Eisenbahnerstadt weist auch eine Lokomotive im Stadtwappen hin. Der Bahnhof wurde 1940 von den deutschen Truppen zerstört; ein Drittel der Stadt fiel den britischen Luftangriffen 1944 zum Opfer. Heute ist die Stadt weitgehend mit Rouen verschmolzen.

  • Saint-Étienne-du-Rouvray / Seine-Maritime (29.000 Einwohner) schließt sich direkt südlich an Sottesville an. Traurige Berühmtheit erlangte der Ort 2016, als zwei islamistische Attentäter den Priester Jacques Hamel während einer Messe ermordeten.

  • Alencon / Orne (26.000 Einwohner) ist die Hauptstadt des Départements Orne und liegt im Naturraum Alpes Mancelles. Berühmt wurde Alencon im 17. Jahrhundert wegen seiner feinen Nadelspitzen. Sie zählen heute zum immateriellen Welterbe der UNESCO. Alles über die feinen Handarbeiten erfahrt Ihr im Musée des Beaux-Arts et de la Dentelle (Hunde nicht erlaubt). Darüber hinaus gilt es, zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude zu entdecken, wie etwa die Halle au Blé oder die Überreste der mittelalterlichen Stadt im Viertel Saint-Léonard.

  • Le Grand-Queville / Seine-Maritime (26.000 Einwohner) grenzt westlich an Sotteville-lès-Rouen und wurde 1030 erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt pflegt ein modernes und grünes Image, zahlreiche Parks und Grünflächen wurden in den letzten Jahren angelegt. In Le Grand Queville befindet sich das Messezentrum des Großraum Rouen.

Die schönsten kleinen Städte und Dörfer in der Normandie

Ich persönlich finde ja Kleinstädte und Dörfer mit Hund entspannter und eigentlich könnt Ihr in der Normandie nur wenig falsch machen, wenn Ihr hier zu einem Rundgang aufbrecht. Es befinden sich wahre Juwelen darunter! In der Manche und im Calvados kommt Ihr allerdings nicht um die Kriegswunden herum, denn viele Orte wurden fast vollständig zerstört und in der Zeit der Rekonstruktion wieder aufgebaut. Was Euch auf den ersten Blick hässlich erscheinen mag, gehört heute ebenso zum Kulturerbe der Normandie, wie mittelalterliche Gässchen und pittoreske Fachwerkhäuser. Viele Städte und Dörfer können sich mit bestimmten Auszeichnungen und Labels schmücken. Was sich dahinter verbirgt, erfahrt Ihr in dem Blogbeitrag "Keine Stadt ohne Label". Im Folgenden findet Ihr die sehenswertesten Kleinstädte und Dörfer nach Départements aufgeschlüsselt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Hübsche Kleinstädte und Dörfer im Calvados

Der Calvados ist für viele Besucher der Inbegriff der Normandie: Apfelbäume, so weit das Auge blicken kann, friedlich grasende Rinderherden und dazwischen kleine, romantische Ortschaften. Diese Orte lohnen einen Stopp:

  • Bayeux gehört quasi zum Pflichtprogramm. Die kleine Stadt westlich von Caen hat den Krieg weitgehend unbeschadet überstanden, wenn Ihr sehen wollt, wie die Städte früher ausgesehen haben, ist Bayeux sozusagen ein Freilichtmuseum. Nicht zu vergessen die imposante Kathedrale und der berühmte Teppich von Bayeux. Leider sind in allen Museen der Stadt Hunde nicht erlaubt.

  • Beuvron-en-Auge (eines der schönsten Dörfer Frankreichs) besticht mit seinen vielen kleinen Fachwerkhäuschen, die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Ein altes Herrenhaus, eine Markthalle und ein uriges Gasthaus machen das Dörfchen zu einer perfekten Postkarte aus der Normandie. Und über allem liegt der Geruch des Cidre. Folgt vom Dorf aus der "Route des Cidre" und vergesst nicht, Euch entsprechend einzudecken.

  • Cabourg ist eines der berühmten Seebäder des Calvados und atmet für mich den Esprit der Belle Époque – und der Weltliteratur. Kein geringerer als Marcel Proust schrieb im Grand Hotel "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Die Villen von Cabourg zeugen vom Charme der Belle Epoque: kunstvolle Balkone, Bogenfenster, Loggien, Keramik, Mosaiken, farbenfrohe Fassaden. Bis heute ist Cabourg ein beliebter und belebter Badeort mit einem unverwechselbaren Flair. 

  • Clécy liegt im Herzen der Suisse Normande und ist eines der ersten Dörfer, das den neu geschaffenen Titel "village de caractère du Calvados" verliehen bekommen hat. Das Städtchen liegt an spektakulären Felsformationen im Ornetal und kann mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie der Kirche Saint Pierre und dem Viadukt punkten.

  • Deauville / Trouville: Wohl kaum ein anderer Ort ist der Inbegriff für ein normannisches Seebad mit Pariser Chic wie Deauville, und Trouville steht dem nur wenig nach. Ein verklärter Zeit-Artikel erhob gar Deauville 2010 zu einer Weltstadt der Hunde. Diese Formulierung wurde zig-fach im Netz kopiert, was sie nicht richtiger macht. Die beiden Gemeinden sind – zumindest von Mai bis Oktober – Städte der Reichen und Schönen, der Rennpferde, der Blechlawinen, des amerikanischen Films und des schicken Ambientes. Für einen Hundeurlaub sind die mondänen Bäder nur außerhalb der Saison zu empfehlen, sehenswert sind sie aber beide ihrer Architektur wegen. Es ist Charles de Morny zu verdanken, dass aus dem einstigen Bauerndorf Deauville ein Königreich der Eleganz wurde.  Nicht zuletzt Napoéon III, ein Halbbruder des kühnen Bauherrn, hatte erheblichen Anteil am Aufschwung der Seebäder. Hier gaben sich schon immer die berühmten Namen die Klinke in die Hand: Gustave Flaubert genauso wie Coco Chanel oder Josephine Baker. Sehenswert sind in Deauville die prächtigen Villen, der Marktplatz und die "Planches", deren Strandkabinen die Namen amerikanischer Schauspiel-Stars tragen. Trouville war einst ein Fischereihafen. Casino und zahlreiche Prachtbauten lockten auch hier ab Ende des 19. Jahrhunderts die "Oberen Zehntausend" ins Städtchen. Sehenswert ist neben den Villen die Markthalle, die unter Denkmalschutz steht.

  • Falaise hat mich absolut positiv überrascht, mit seiner mächtigen Burganlage und den kleinen Häuschen rund um die Stadtbefestigung. Im Inneren ist das Städtchen von der Zeit des Wiederaufbaus geprägt, hat aber idyllische Flecken und nette Läden zu bieten. Rund um die Stadtmauern gibt es viel Grün, auf dem Ihr mit Euren Hunden spazieren gehen könnt.

  • Honfleur (Les Plus Beaux Dètours de France) ist mittlerweile, vor allem bei BesucherInnen aus Fernost, fast so beliebt wie der Mont-Saint-Michel. Rund 3 Millionen Menschen sollen es sein, die sich jährlich von der Kleinstadt verzaubern lassen, entsprechend voll kann es werden, vor allem zur Hochsaison. Das Städtchen, vom Krieg anders als Le Havre verschont, gilt vielen als typisch normannischer Fischereihafen. In Wirklichkeit ist der aber aus der Zeit gefallen, eine großartige Kulisse bilden die Fachwerkhäuser rund um den alten Hafen dennoch. Fisch bekommt Ihr in einem der zahlreichen Restaurants. Sehenswert ist die gesamte Altstadt, die Holzkirche, die Gärten und Parks der Stadt. Begeistert haben mich die Seine-Rundfahrten, bei denen Ihr unter dem Pont der Normandie durchfahrt (Hund erlaubt).

  • Lisieux liegt im Herzen des Pays d'Auge und ist nach Lourdes die zweitgrößte Pilgerstadt Frankreichs. Bekannt ist vor allem die Basilika Sainte-Thérèse. Sie ist nach Thérèse Martin benannt, die hier lebte und wirkte. Ihre religiösen Einsichten, unter dem Titel "Histoire d’une âme" posthum veröffentlicht, wurden ein weltweiter Erfolg. Pilger strömten nach Lisieux und Thérèse wurde erst selig und dann heilig gesprochen (sogar Edith Piaf schwor auf die Heilkräfte der Heiligen Thérèse, mit der sie weitläufig verwandt war). Mit dem Bau der Basilika wurde 1929 begonnen. Sie ist einer der wenigen großen Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts und vereint neubyzantinischen Stil mit Art-Déco-Dekor, Anleihen aus dem Herz-Jesu von Montmartre in Paros, der Notre-Dame de Fourvière in Lyon und der Notre-Dame de la Garde in Marseille. Immerhin zwei Millionen Menschen besuchen die Basilika jährlich.

  • Pont-l’Évêque ist in erster Linie bekannt für den gleichnamigen Käse. Doch der Ort mit seinen vielen hübschen Fachwerkhäusern in der rue Saint-Michel et de Vaucelles ist auch ohne Käsegenuss durchaus sehenswert.  Dieser Teil des Ortes entging der Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges und wurde aufwendig restauriert. Auf der Place du Tribunal könnt Ihr der Stadtgeschichte  nachspüren. Und klar, es gilt Käsereien und Destillerien zu besichtigen oder die neu geschaffene Calvados Experience (leider nur ohne Hund).

  • Port-en-Bessin muss ich mindestens einmal im Jahr haben. In einem der Hafencafés sitzen und den Fischerbooten wahlweise beim Ein- oder Auslaufen zuschauen, gehört für mich zum normannischen Lebensgefühl, genauso, wie am Ende das Hafens Jakobsmuschelschalen und Versteinerungen suchen. Im Gegensatz zu manchen anderen "Fischerdörfern" ist Port authentisch: Hier wird wirklich noch gefischt, die Jakobsmuscheln sind berühmt. Die frischen Meereserzeugnisse könnt Ihr in der Fischhalle erwerben.

  • Villerville liegt zwischen Deauville und Honfleur und konnte sich seinen authentischen Charme eines normannischen Fischerdorfs  erhalten. 1962 dreht hier Henri Verneuil den Film "Un Singe en Hiver" (ein Affe im Winter) mit Jean-Paul Belmondo und Jean Gabin. Der Ort sieht über weite Strecken immer noch aus wie im Film und Ihr könnt ihn auf einem Rundgang auf den Spuren des Films erkunden.

Hübsche Städte und Dörfer in der Eure

Die ursprüngliche Region der Eure ist bei deutschen Urlaubern nur wenig bekannt. Völlig zu unrecht! Schlendert entlang der Seine und in den Fussstapfen der Impressionisten durch die Natur und entdeckten die einfachen Genüsse. Und die kleinen Dörfer!

  • Bernay gehört zu den den Ville d'Art et d'histoire und gilt als Tor zur Normandie, zumindest für die Pariser. Und sogar der "Spatz von Paris", Edith Piaf, ist hier bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Bei einem Spaziergang könnt Ihr alte Fachwerkbauten und neue Architektur entdecken. Zum Pflichtprogramm zählen die Rue Gaston Folloppe, die Abteikirche Notre-Dame, das "Pacquebot"-Haus, ein Beispiel für die Art-déco-Architektur, oder die alte Mühle, die heute eine Mediathek beherbergt. Kleine Geschäfte und Restaurants verführen Euch zu einer Pause. Wenn Ihr hier seid, schaut unbedingt im château de Beaumesnil, das auch das "Versailles normand" genannt wird, vorbei. Im Schloss selbst sind Hunde nicht erlaubt, aber im großzügigen Park.

  • Gisors ist ein echter Geheimtipp, über den ich erst vor Kurzem gestolpert bin. Angeblich wurde hier im Jahr 1307 der Schatz der Tempelritter versteckt. In dem 968 erstmals urkundlich erwähnten Ort findet Ihr zahlreiche historische Bauten, angefangen mit den Straßen und Gassen der mittelalterlichen Stadt bis hin zu den mächtigen Verteidigungsanlagen, die über dem Ort thronen. Die Feste ist frei zugänglich, es werden zudem kommentierte Führungen angeboten. Die Kirche Saint-Gervais-et-Saint-Protais zählt zu den schönsten gotischen Sakralbauten der Normandie. Im Schloss im zwei Kilometer entfernten Boisgeloup wohnte von 1930 bis 1936 Pablo Picasso (nur von außen zu besichtigen).
  • Giverny ist untrennbar mit dem Maler Claude Monet verbunden. Von April bis Oktober pilgern Kunstfreunde in den 500-Seelen-Ort, um Haus und Garten des Impressionisten zu sehen und sich inspirieren zu lassen – mehr als 500.000 sollen es pro Saison sein. Leider sind Hunde weder im Garten noch im Haus erlaubt, der Besuch muss von Euch also gut geplant werden.

  • Le Bec-Hellouin zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Es ist sehr klein, aber ebenso charmant. Blumenpracht und kleine Fachwerkhäuser zieren den Ortskern. Unbedingt sehenswert: Die Abtei Notre-Dame-du-Bec, die im 11. Jahrhundert von Herluin gegründet wurde. Zudem ist die Farm in Bec Hellouin ein Zentrum französischer Permakultur. Ihr könnt den Bauernhof erkunden, frische Produkte kaufen oder einen Kurs für Permakultur-Landwirtschaft buchen.

  • Petit-Andely, zunächst ein Fischerdorf namens "La Culture", wuchs am Fuße des Château-Gaillard, das Richard Löwenherz Ende des 12. Jahrhunderts erbaute, um Arbeiter, Händler, Handwerker und Gastwirte zu beherbergen, die beim Bau der Festung gebraucht wurden. Schlendert an der Seine entlang und lasst Euch von den schillernden Felswänden beeindrucken und erkundet die engen Gassen, die zur Place Saint-Sauveur mit der gotischen Kirche führen. Die Außenanlagen des Château-Gaillard könnt Ihr mit Hund erkunden.
  • Lyons-la-Forêt  hat ebenfalls das Siegel "eines der schönsten Dörfer Frankreichs" verliehen bekommen und liegt sprichwörtlich irgendwo im nirgendwo, zwischen Rouen, Gisors und Gournay-en-Bray. Nomen ist Omen: Das charmante Dörfchen ist umgeben von der forêt domaniale de Lyons, einem der schönsten Buchenwälder Frankreichs mit zum Teil uraltem Baumbestand. Die Straßen werden von Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert gesäumt und die überdachte Markthalle ist ein absolutes Highlight. Zahlreiche Künstler ließen sich vom Städtchen inspirieren, Maurice Ravel lebte hier und Modest Mussorgski holte sich Anregungen für seine "Bilder einer Ausstellung". Zwei Verfilmungen des Romans Madame Bovary wurden in Lyons-la-Forêt gedreht. Auf einem Rundgang durch das Städtchen könnt Ihr ehemalige Klöster und Wassermühlen entdecken. In der näheren Umgebung findet Ihr weitere Schlösser und Sehenswürdigkeiten, die einen Abstecher wert sind, wie die Abbye de Mortemer. Oder Ihr macht einen Ausflug zur Abbaye Notre-Dame de Fontaine-Guérard bei Radepont (Hunde laut Eure-Tourisme erlaubt).

 

Ein rites Kajak in den Kanälen von Pont Audemer in der Normandie (30.11.2040)
Mit dem Kajak durch die Kanäle von Pont Audemer. Foto: Eloïse GUITTON/Normandietourisme
  • Pont Audemer ist als das normannische Venedig bekannt und die Innenstadt ist als Site Inscrit (Kulturdenkmal) anerkannt. Sehenswert  sind die Fachwerkhäuser, die malerischen Brückchen über die Kanäle und die engen, zum Teil überdachten Gassen der Stadt. Abstecher lohnen sich in das Tal der Risle und die Stadt Montfort sur Risle, die Ihr auf einem Rundgang entdecken könnt. Die Ruinen des Chateaus stammen aus dem 11. Jahrhundert und können mit Hund erkundet werden. Zeit nehmen solltet Ihr Euch für die umliegende Natur mit Seen, Wäldern und Sümpfen.
  • Verneuil d'Avre et d'Iton liegt vor den Toren Paris in der südlichen Eure. Das Städtchen zählt zum Naturraum Le Perche. Wahrzeichen ist die Kirche La Madeleine aus dem 12. Jahrhundert mit ihrem 56 Meter hohen Kirchturm. Sehenswert sind zu dem die  normannischen Fachwerkhausensembles und die prächtigen Herrenhäuser aus dem 18. Jahrhundert, Le Tour Grise,  die Festungsgräben und Relikte der Festungsmauer und Kanäle. Ihr könnt die Stadt auf einem Rundgang erkunden. 
  • Von Vernon kennt Ihr sicher die alte Mühle. Sie wurde auf einer mittelalterlichen Brücke errichtet und verfügte über ein Hängerad-System. Claude Monet verewigte die Mühle auf zahlreichen Bildern und sicher ist sie eines der meistfotografiertesten Motive der Normandie.  Nur einen Steinwurf daneben befindet sich der Château des Tourelles aus dem 12. Jahrhundert. Am südlichen Stadtrand liegt der Château de Bizy, das auch Petite Versailles genannt wird. Vom 1. April bis 1. November könnt Ihr Garten und Schloss besichtigen, das Schloss jedoch nur mit "Handtaschenhund" im Rahmen einer Führung. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das Rathaus, der mittelalterliche Tour des Archives und die Kirche Notre-Dame. Vom ursprünglichen Charme ist während des Zweiten Weltkriegs nicht viel erhalten geblieben; Fachwerkhäuschen findet Ihr in der Rue Potard. Auf einem 3,5 Kilometer langen Rundweg könnt Ihr die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen lernen und in ihre Geschichte eintauchen.
Die alte Mühle in Vernon in der Normandie (23.06.2027)
Die alte Mühle in Vernon. Foto: Séverine FRERES/Normandietourisme

Sehenswerte Städte und Dörfer in der Manche

Die Manche ist sicher der beste Landstrich in der Normandie, für einen Urlaub mit Hund. Folgende Städte und Gemeinden schaffen es auf meine persönliche Top-Liste:

  • Avranches liegt an der Bucht des Mont-Saint-Michel, leicht auf einer Anhöhe. Die kleine Innenstadt und der botanische Garten sind sehenswert und an einigen Stellen habt Ihr einen tollen Ausblick über die Bucht und den Klosterberg.

  • Barfleur (eines der schönsten Dörfer Frankreichs) soll schon Menschen enttäuscht haben. Ich mag die kleine Stadt wegen des Fischereihafens und der vielen kleinen Details. Schlendert durch die Nebengassen und schaut Euch Häuser und Deko an – überall werdet Ihr etwas Besonderes entdecken.

  • Barneville-Carteret liegt an der Westküste des Cotentin und ist vor allem im Sommer ein belebter und quirliger Badeort. Kleine Geschäfte zum entspannt shoppen findet Ihr in beiden Ortsteilen, in Carteret gibt es darüber hinaus Richtung Hafen einige gute und sehr gute Restaurants. Zum Pflichtprogramm gehören ein Besuch am Leuchtturm und der alten Kirche unterhalb.

  • Bricquebec liegt im Herzen des Cotentin. Ein Abstecher lohnt wegen der Burgruine und dem netten Innenstädtchen. Der Markt am Montag ist gut beschickt.

  • Carentan ist ein kleines Epizentrum der D-Day-Feierlichkeiten. Ich mag die Innenstadt mit ihren verwinkelten Gassen und vor allem den Hafen. Gut essen gehen könnt Ihr in den zahlreichen Restaurants der Stadt.

  • Coutances ist eine uralte gallische Siedlung mit wechselvoller Geschichte. Besonders beeindruckend ist die Kathedrale im Herzen der Stadt, der Jardin des Plantes ist ebenfalls sehenswert, leider müssen Hunde draußen bleiben. Immer im Mai verwandelt sich Coutances beim jazz sous les pommiers in ein Mekka der Jazz-Liebhaber.

  • Fermanville ist eine Siedlung mit weit verstreuten Dörfern am Rande des Val de Saire. Der Hafen Pignot zählt zu einem der kleinsten Häfen Frankreichs. Erstaunlich: Direkt daneben befindet sich eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Frankreichs aus dem Früh-Mittelpaläolithikum. Die Ausgrabungsstätte liegt bei Flut unter dem Meeresboden, die Reste der Siedlung könnt Ihr im Normandie-Museum in Caen besichtigen. Die kleinen Steinhäuschen sind charakteristisch für die Region. Daneben könnt Ihr das Cap Levy, das Eisenbahnviadukt und den Hafen am Cap Levy erkunden. extra-Tipp: Im Juni verwandelt sich Fermanville zu einer Open-Air-Kunstmeile. An die 100 Künstler und Kunsthandwerker präsentieren Euch ihre Werke in wunderschönen normannischen Bauerngärten.

  • In Granville ist der Name Programm: Die Stadt ist tatsächlich für Basse-Normandie-Verhältnisse recht groß: 13.000 Menschen wohnen hier. Der Karneval in Granville, der unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes steht, geht auf die alte Tradition der Kabeljaufischerei in Neufundland zurück, die dem Städtchen üppigen Reichtum bescherte. Das letzte Schiff der legendären Neufundlandflotte "Marité" hat ihre Heimat im Hafen gefunden. Bis heute ist Granville einer der wichtigsten Seehäfen für Meeresfrüchte: Wellhornschnecken, Jakobsmuscheln, Venusmuscheln, Tintenfische, Meermandeln und Streifenbrasse werden von den Fischern aus dem Meer gezogem. Sehr sehenswert ist die Oberstadt mit ihren Befestigungsanlagen und kleinen Gässchen. 

  • Gruchy hat mein Herz im Sturm erobert, denn hier ist die Zeit wahrlich stehen geblieben. Kleine, alte Steinhäuser, denen allesamt etwas Verwunschenes anhaftet. Kein Wunder, dass der Maler Jean-François Millet hier zum Pinsel gegriffen hat. Bei einem Rundgang durch den Ort könnt Ihr seinen Motiven nachspüren; mehr über sein Lebenswerk erfahrt Ihr im kleinen Museum, das Ihr auch mit Hund besuchen dürft. 

  • Der Mont-Saint-Michel ist eine der prominentesten Sehenswürdigkeiten in ganz Frankreich – rund 3,5 Besucher werden jährlich verzeichnet. Um Euren Aufenthalt mit Hund auf dem Klosterberg vorzubereiten, habe ich alle wichtigen Infos in diesem Artikel zusammengefasst.

  • Portbail ist unsere Herzensstadt. Wir lieben die Atmosphäre, den Markt, wenn das Wasser in den Havre läuft oder wir uns in einer Bar uns ein kühles Bier schmecken lassen. Portbail ist einfach ein Rundum-Wohlfühl-Programm. Anschauen müsst Ihr Euch die Innenstadt der kleinen grauen Stadt am Meer und die berühmten Schiffswracks an der Brücke. Auch der Markt am Dienstag gehört auf Eure Agenda!

  • Regnéville-sur-Mer wirkt wie aus der Zeit gefallen und hat mich bei meinem Besuch mit seinen engen Gassen und den hübschen Steinhäuschen restlos begeistert. Auch die zahlreichen, mehr oder weniger seetüchtigen Boote am Rande des Havres tragen zum Charme des Städtchens bei. Sehenswert sind die Burgruine und die Les Fours à chaux du Rey (Kalköfen) etwas außerhalb des Ortes. Erkundet zudem die Weiler Grimouville und Urville, die ihren eigenen Charakter haben.
  • Sainte-Mère-Égilse würde sicher ohne den D-Day nicht so zahlreiche Besucher verzeichnen. Doch das Airborne-Museum und die Puppe des unglücklichen Fallschirmspringers John Steele gehören für viele Normandie-Urlauber auf die Agenda. Das hat darüber hinaus den Vorteil, dass Ihr hier nahezu zu jeder Tages- und Jahreszeit etwas zu essen bekommt, was auf dem Cotentin keine Selbstverständlichkeit ist. Ihr könnt die Stadt auf einem Rundgang erkunden, zahlreiche Hinweisschilder erzählen Euch die Geschichte.

  • Sainte-Marie-du-Mont gilt wie die Nachbargemeinde Sainte-Mère-Église zu den ersten Dörfern, die am D-Day befreit wurden. Das Museum am Utah Beach zieht zahlreiche Besucher an (leider keine Hunde erlaubt, für Geschichtsinteressierte dennoch sehr spannend!). Ich empfehle Euch zudem, einen Rundgang durch den Ort mit seinem beeindruckenden Glockenturm, der weithin über den Cotentin zu sehen ist, zu machen. Hinweistafeln (französisch/englisch) leiten Euch durch das Dorf. Mit der Befreiung von Sainte-Marie-du-Mont beschäftigt sich der Dokumentarfilm The Girl Who Wore Freedom. La Réserve de Beauguillot ist ein Zugvogelschutzraum, dessen größter Teil nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Über einen kleinen Naturlehrpfad ist es Euch möglich, am Rand entlang zu spazieren und von Beobachtungsstationen aus seltene Vogelarten zu entdecken. Hunde dürfen mit, sind aber an der Leine zu führen.

  • Saint Lô ist keine klassische Touristenschönheit, da es nahezu vollständig während der Befreiung 1944 zerstört wurde. Wir mögen den Charme der Stadt trotz oder wegen des "Brutalisme". Sehenswert sind die Innenstadt, die Stadtmauern und das Gestüt. Shoppen könnt Ihr sowohl in der City, als auch im "Speckgürtel" rund um die Umgehungsstraße.

  • Saint-Vaast-la-Hougue beeindruckt mit seinem Hafen, seinen Vauban-Türmen und seiner hübschen Innenstadt. Die Insel Tatihou ist ein beliebtes Ausflugsziel, das Ihr mir einem Amphibienfahrzeug (leider nur ohne Hund) erreicht. 2019 wurde Saint-Vaast zum "Lieblingsdorf der Franzosen" gekürt.
  • Villedieu-les-Poêles ist die Glockenstadt; viele berühmte Kirchenglocken Frankreichs erblickten hier das Licht der Welt. Die Gießerei Cornille Havard könnt Ihr von Februar bis Mitte November besichtigen – sogar mit Hund! Bekannt ist die Stadt zudem durch seine Kupferwerkstatt. In dieser könnt Ihr den Handwerkern ebenfalls über die Schulter schauen und in der Boutique ein Souvenir erstehen (im Atelier und in der Boutique sind Hunde erlaubt). Zahlreiche weitere Kunsthandwerker haben sich in Villedieu angesiedelt. Die verwinkelten Gassen des Städtchens erkundet Ihr auf einem historischen Rundgang. Ein begleitendes Booklet könnt Ihr beim Fremdenverkehrsamt auf Deutsch erhalten.

  • Valognes wurde einst das Versailles des Nordens genannt, allerdings hat auch hier der Zweite Weltkrieg heftig an der einstigen Pracht genagt. Sehenswert ist die Stadt dennoch und lässt sich wunderbar auf einem Stadtsspaziergang erkunden. Macht auch einen Abstecher zu den Ruinen der römischen Thermen im Stadtteil Alleaume. 

Hübsche Orte und Kleinstädte in der Orne

"Orne – pure Normandie" ist der Claime des Fremdenverkehrsamts.  Hügelige Wiesen und Weiden, gutes Essen und Trinken machen die Orne zu einem perfekten Lanndstrich für Geniesser. Diese Orte solltet Ihr entdecken:

  • Argentan ist die Geburtsstadt des kubistischen Malers Fernand Léger. Das Museum Fernand Léger - André Mare, das sich im Elternhaus des Künstlers befindet, ist eine Hommage an diesen großen Namen der französischen Kunst sowie an seinen Jugendfreund André Mare, einem Vorreiter des französischen Art Déco. Eine farbenfrohe Hommage an den Künstler findet Ihr an einer Hausfassade in der Nähe des Universitätskrankenhauses, das ebenfalls den Namen des Künstlers trägt (28, Rue des Vielles Halles). Argentan rühmt sich, wie Alencon und mehrere kleine Orte der Orne,  einer außergewöhnlichen Vergangenheit in der Spitzenklöppelproduktion. Entdecken könnt Ihr die Spitzenkunst im Maison des Dentelles. Darüber hinaus gilt es zahlreiche bemerkenswerte Bauten in der Stadt zu erkunden.

  • Bagnoles de l'Orne ist eine Kurstadt am Rande des schier unendlichen Staatsforstes von Andaine. Seinen Status als Kurstadt verdankt das Städtchen den Thermalquellen, die wohltemperiert aus der normannischen Erde sprudeln. Erholungssuchende aus Paris bescherten dem Ort eine ungeahnte Blüte. Zahlreiche pittoreske Häuser der Belle époque zeugen davon. Ebenfalls sehenswert ist der arboretum im Schlosspark, der Euch und Eure Hunde zum Spaziergang einlädt. Zwischen Saint-Michel des Andaines und Bagnoles-de-l'Orne findet im Mai einer der größten Flohmärkte der Normandie statt, die Foire des Andaines de Bagnoles. Auf fünf Kilometern verteilen sich zwischen 2200 und 2400 Flohmarkthändler, wenn Ihr alles sehen wollt, müsst Ihr eine gute Grundkondition mitbringen!

  • Bellême – der Name soll auf die Göttin des Wassers (Bellima) oder der Intelligenz (Belisama) zurückgehen – galt bis zum 16. Jahrhundert als Hauptstadt des Perche, verlor dann aber zunehmend an Bedeutung. Trotzdem, das Städtchen ist ein Gesamtkunstwerk, ein Rundgang durch die hübschen Gassen absolut empfehlenswert. Bellême darf sich mit dem Label  "Petite Cité de Caractère" schmücken. Stattet unbedingt den zahlreichen Antiquitätenhändlern einen Besuch ab. Im naheliegenden Staatsforst findet Ihr Gelegenheit für entspannte Gassigänge. Ein Abstecher nach Sérigny und sein Château du Tertre, indem einst der Dichter und Literaturnobelpreisträger Roger Martin du Gard residierte, lohnt ebenfalls. Den Garten des Schlosses könnt Ihr vom 1. Juli bis 15. September kostenfrei besichtigen.

  • Domfront ist ein nettes, mittelalterliches Städtchen mit zahlreichen Fachwerkhäusern und einer beeindruckenden Burgruine. Einst war der Ort mit einer der mächtigsten Festungen Europas ausgestattet. Viel ist vom Glanz alter Zeiten nicht übriggeblieben, ein Rundgang durch die Innenstadt ist aber trotzdem empfehlenswert. 
  • Écouché liegt vor den Toren der Suisse Normande, an den Mäandern des Flusses Orne. Entdeckt eine kleine Stadt mit Charakter. Ein Spaziergang durch die engen Gassen ist ein Muss, um zu verstehen, wie das Leben im Mittelalter war und wie die Menschen in typischen ländlichen Dörfern heute leben. Ein Faltblatt bringt Euch die Geheimnisse des Ortes näher.

  • La Perrière ist eines der wenigen Dörfer der Orne, das durch eine Schutzzone für das architektonische, städtische und landschaftliche Erbe (ZPPAUP) geschützt ist. Einzigartig machen es sein historisches Erbe, die Authentizität seiner engen, von Häusern mit bunten Fassaden gesäumten Gassen, seine imposanten Gebäude, sein jährlicher Markt für zeitgenössische Kunst und sein atemberaubendes Panorama des Eperon-Geländes. La Perrière darf sich mit dem Label "Petites Cités de Caractère de l’Orne" schmücken. Bekannt ist das Dorf zudem für sein Spitzen-Handwerk, vor allem für seine Perlennetze. Der authentische Charakter des Dorfes veranlasste die Regisseurin Sophie Barthes einige Szene ihres Films Madame Bovary hier zu drehen. Versäumt nicht, die site de l’éperon zu erkunden. Ein kleiner Pfad führt um den Friedhof herum und offeriert Euch immer wieder spektakuläre Aussichten auf die Landschaft.

  • Le Sap liegt zwischen dem Pays d'Ouche und dem Pays d'Auge. Der Ortsname ist keltischen Ursprungs und bedeutet Tanne. Im Ort, der den Titel "Petites Cités de Caractère" trägt, könnt Ihr viele alte Fachwerkhäuser entdecken; einen Flyer für einen Rundgang bekommt Ihr bei der örtlichen Touristinfo. Im Ecomusée "De la pomme au calvados" erfahrt Ihr mehr über die Calvados-Produktion.

  • Longny-au-Perche wurde ab dem 11. Jahrhundert um eine Burg herum an der Kreuzung zweier wichtiger Verkehrswege errichtet und verdankt seinen Wohlstand der Eisenindustrie und dem Handel. Neben dem Stadtkern sind das Rathaus, die Renaissancekapelle Notre-Dame-de-Pitié, die Kirche Saint-Martin und die Villa Jumeau mit seinem Park bemerkenswert. Die schönsten Fachwerkhäuser findet Ihr in Rue Gaston-Gibory und der Rue de l'Église. Der kleine Fluss La Jambée durchquert die Innenstadt und prägt das Ortsbild.  Auch Logny-au- Perche zählt zu den "Petites Cités de Caractère".

  • Mortagne-au-Perche schmückt sich ebenfalls mit dem Titel "Kleinstadt mit Charakter". Das Städtchen wird flankiert von Hügeln, die mit ockerfarbenem, gelbem oder rosa Sand, Kalkstein und Licht bemalt sind. Entdeckt Straßen, Gassen und gepflasterten Gassen, seine verborgenen Schätze, seine Herrenhäuser aus dem 16. und 18. Jahrhundert und seine Residenzen. Im Herzen der Stadt könnt Ihr die Porte Saint-Denis, die Krypta Saint André, Überreste der ehemaligen Stiftskirche Toussaint, den Kreuzgang und die Kapelle Saint-François von Marguerite de Lorraine und vieles mehr entdecken. Ein Flyer hilft Euch beim historischen Rundgang und kann hier heruntergeladen werden.

  • Moutiers-au-Perche ist ein echter Geheimtipp und dabei eines der ältesten Dörfer des Perche. Ende des 6. Jahrhunderts kam der Einsiedler Saint Laumer in die einsame Gegend, um die Einwohner zu christianisieren, die zuvor von Druiden geführt wurden. Aus der Einsiedelei entstand eine Abtei, die allerdings bei einem Wikingerangriff zerstört wurde. Sehenswert ist heute, neben dem pittoresken Dörfchen, die Église Notre-Dame du Mont-Harou, der Manoir de Beaubuisson, Reste des ehemaligen Klosters beim Rathaus, der Pont Muletier und das Waschhaus. Erkunden könnt Ihr das Dorf und seine Umgebung auf Wanderwegen wie dem Chemin du Gué de Culoiseau.

  • Saint-Céneri-le-Gérei zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs und ist ein einziges Fotomotiv. Der idyllische Ort lockt(e) früher Maler und heute die Touristen an, die zahlreich den 120-Seelen-Ort besuchen. Neben dem Ort an sich sind es die Kirche Saint-Céneri und die Kapelle Saint-Céneri, die beide unter Denkmalschutz stehen. Die auberge des soeurs Moisy war einer der prominenten Treffpunkte vieler berühmter Maler, die Ende des 19. Jahrhunderts im Ort Inspiration suchten. Die alte Steinbrücke über die Sarthe ist ein weiteres  markantes Bauwerk. In der Umgebung locken die Alpes Mancelles.
  • Sées war Hauptort des keltischen Stammes der Esuvier, von denen sich wahrscheinlich der Name ableitete. Auch die Römer sollen hier gesiedelt haben, wie Münzfunde belegen. Die Stadt mit den rund 4.000 Einwohnern hat ein reiches historisches Erbe vorzuweisen. Mit zehn unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden und einem Dutzend Gärten und Grünflächen bietet Sées Euch zahlreiche Orte zum Spazierengehen. Ein Parcours leitet Euch durch die Stadt. Seit 2018 trägt Sées das Label "Petites Cités de Caractère." Extratipp: Im Südwesten von Sees befindet sich der Parc animalier d’Écouves, einer der wenigen Tierparks der Normandie, die Ihr mit Hund besuchen könnt.

Sehenswerte Orte in Seine-Maritime

Vor allem die Orte an der Steilküste sind Sehnsuchtsziel jeden Normandie-Urlaubers. Daneben gibt es aber ein paar echte Geheimtipps im Landesinneren, die Ihr auf keinen Fall versäumen dürft. Die großen Städte Le Havre, Dieppe und Rouen gehören für mich zum Pflichtprogramm.

 

  • Wegen einem der ungewöhnlichsten Bäume Frankreichs solltet Ihr nach Allouville-Bellefosse im Pays de Caux fahren. Gepflanzt wurde die Normandieeiche im 9. Jahrhundert; sie beherbergt zwei kleine Kapellen. Außerdem gibt es einige Herrenhäuser zu entdecken.

  • Auffay liegt ein kleines Stück im Landesinneren, nur einige Kilometer von Dieppe entfernt. Buchenbäume, Alta Fagus, sollen dem Ort seinen Namen gegeben haben, der um 1060 entstanden sein soll. Sehenswert ist die Stiftskirche Notre Dame aus dem 11. Jahrhundert und das Schloss Bosmelet (den Park könnt Ihr mit Hund besuchen). Im Stadtzentrum findet Ihr für den Caux typische Bauten, wie etwa das Rathaus.

  • Bacqueville en Caux soll in der Mitte des 11. Jahrhunderts gegründet worden sein. Seine Blütezteit erlebte das Städtchen im Mittelalter. Damals hieß es Bascavilla. Sir Arthur Conan Doyle benannte seinen Hund von Baskerville nach dem Ort, Umberto Eco den Ermittler-Mönch William von Baskerville. Sehenswert sind unter anderem die Kirche Saint-Pierre, die Kirche Saint-Eutrope in Pierreville, zwei Herrenhäuser aus dem 16. Jahrhundert und das Schloss Bacqueville mit Park.

  • "Entre Terre et Verre" (zwischen Erde und Glas) hat sich Blangy-sur-Bresle auf die Fahnen geschrieben. Denn bereits im 15. Jahrhundert siedelte sich im Wald von Eu die erste Glasfabrik an.  Im 17. Jahrhundert hatten vier Flachglashütten und eine Glashütte zur Herstellung von  Flaschen im Bresle-Tal eine Heimat gefunden.  Im Manoir de Fontaine sind mehrere Museen untergebracht, unter anderem das Glasmuseum. Im Sommer werden die Dauerausstellungen durch weitere Exponate von modernen Glaskünstlern ergänzt. Im Atelier Verre de l'Arte de la Bresle könnt Ihr einem Glaskünstler bei der Arbeit über die Schulter schauen. Begebt Euch auf Spurensuche der V1: Insgesamt gab es zwischen Bresle und Yères mehr als 20 Abschussampen für V1-Raketen. Nicht alle davon waren je in Betrieb, die meisten wurden nach dem Krieg vollständig renaturiert. Wo es noch etwas zu sehen gibt, erfahrt Ihr auf der Seite Histoire et patrimoine V1 en vallées de la Bresle et de l'Yères erfahren.

  • Criel-sur-Mer liegt an der Mündung eines kleinen Küstenflusses, der Yères, und weist ein interessantes historisches Erbe mit dem Manoir Briançon und dem Schloss von Chantereine auf. An der Küste bietet Criel sur Mer zwei schöne und lebhafte Familienstrände (in Criel und Mesnil Val). Mesnil Val zieht mit seinen eleganten Villen aus der Belle Epoque die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

  • Étretat mit seinen beeindruckenden Felsentoren ist alles andere als ein Geheimtipp, der Ort ist vor allem im Sommer schwer vom Over-Tourismus geplagt. Deshalb solltet Ihr das Städtchen besser außerhalb der Saison besuchen. Allerdings: Ohne in Étretat gewesen zu sein, ist Euer Normandieurlaub nicht komplett, wie der Mont-Saint-Michel und Honfleur zählt Étretat zu den absoluten Must-Sees der Normandie.

  • Zwischen der Baie de Somme und der Côte d'Albâtre liegt die im Herzen des Bresle-Tals die Stadt Eu, die mehr als einen einfachen Abstecher wert ist. Eu kann auf eine 2.000-jährige Geschichte zurückblicken. Ihr könnt den Zeitzeugen im Schloss, Park und Garten und in der Stiftskirche nachspüren. Darüber hinaus verfügt die Stadt über ein außergewöhnlich reiches Erbe: gallo-römische Ausgrabungsstätte, Glasmuseum, Krypta der Stiftskirche, Hôtel Dieu, Kapellen und alte Straßen voller Blumen. Ein Kulturerbe-Rundgang führt Euch von einem Ort zum nächsten. Einen langen Spaziergang solltet Ihr in der fast 10.000 Hektar umfassenden Forêt d'Eu unternehmen. In ihrem Herzten könnt Ihr die Überreste der gallo-romanischen Stadt Briga entdecken.
  • Fécamp  liegt in der Mulde des Valmont-Tals und erstreckt sich über beide Seiten der Steilküste. Die Stadt ist als "Stadt der Kunst und Geschichte" klassifiziert. Das Meer war schon immer ein enger Begleiter von Fécamp, lange Zeit war die Stadt – ähnlich wie Granville – einer der führenden französischen Häfen für den Kabeljaufang in Neufundland und Island. Zu den Schätzen von Fécamp gehört zweifellos eines der schönsten Gebäude der Normandie: Der im Herzen der Stadt gelegene Benediktinerpalast, eine Mischung aus Gotik und Renaissance. Vergesst nicht, den Bénédictine, einen kräftigen Kräuterschnaps, zu probieren (und mitzunehmen!). Mit seinen Denkmälern, seiner Uferpromenade, seinem Licht zog Fécamp die Impressionisten an. Eugène Boudin, Berthe Morisot, Claude Monet und viele andere ließen sich von den Reizen der Stadt verführen.

  • Forges-les-Eaux ist vor allem durch sein Heilwasser bekannt, das 1573 von Nicolas de Moy entdeckt wurde. Illustre Persönlichkeiten und gekrönte Häupter gaben sich in den Kuranstalten schon die Klinke in die Hand. Selbst Kaiser Napoléon Bonaparte und Gustave Flaubert sollen auf die Heilkraft des eisenhaltigen Wassers gesetzt haben. Berühmt sind zudem die  Faïences. Bereits unter römischer Besetzung entstand in Forges Steingut, ihre Blüte erlebte die Steingut-Industrie in den 1840er und 1830er Jahren, bis schließlich die langjährige Tradition Ende des 19. Jahrhunderts unterging. Heute stellt das Casino einen weiteren Anziehungspunkt für (Kurz-) Urlauber dar.

  • La Boille ist ein kleines Künstlerdorf, im Tal der Seine, nur einen Steinwurf von Rouen entfernt. Schlendert durch die engen Gassen, besucht die Kunstgalerien und unternehmt eine Fahrt mit der Fähre über die Seine. Auf 33 Etappen könnt Ihr den Ort erkunden.

  • Bereits 1826 war der Strand von Le Tréport bei Badegästen bekannt. Damals ein echter Luxusurlaub, den sich nur Reiche leisten konnten. Mit der Eröffnung der Bahnlinie von Paris begann der Aufschwung des Tourismus. Durchstreift die Gassen des ehemaligen Fischerortes und bestaunt die hohen Kreideklippen. Besonders sehenswert ist das Viertel Les Cordiers, einst dem Meer abgerungen, mit seinen schmiedeeisernen Balkonen, bunten Bogenfenster und den Keramiktafeln, die die Häuser schmücken. Einkehren könnt Ihr in einem der vielen Fischrestaurants. Eine Fahrt mit dem Funiculaire, der Ober- und Unterstadt miteinander verbindet, gehört zu den Highlights Eures Stadtbummels – vorausgesetzt Ihr seid schwindelfrei. Die Fahrt für Euch und Euren Hund ist kostenfrei. Extratipp: Von Le Tréport aus könnt Ihr per Schiff die Felsen erkunden, auch hier sind Hunde erlaubt. Spannend für Geschichts-Fans:  Die Kahl-Burg ist ein unterirdischer Komplex, der ab 1942, nach der versuchten Landung der Kanadier im 25 Kilometer entfernten Dieppe (Operation Jubilee),in den Kreidefelsen gegraben wurde. Der Verein "Le mur de la Manche" wurde 2001 von Enthusiasten gegründet, um die "Kahl-Burg" zu sichern, zu räumen und für Besucher zu öffnen. Ab und an finden Besichtigungen statt.
SDas römische Theater in Lillebonne, Normandie (09062027)
Das römische Theater in Lillebonne.Foto: Sawina Oehlke/Normandietouisme
  • Die Normandie wird meist nicht mit römischer Geschichte in Verbindung gebracht, aber klar, die frechen Truppen  von Julius Caesar hatten die Galier besiegt und Frankreichs Norden besetzt. Viel übrig geblieben ist aus dieser Zeit in der Normandie nicht. Besonders viele Zeugnisse aus dieser Zeit seht Ihr in Lillebonne. Juliobona hieß der Flecken damals und herausragend ist das Amphitheater mitten im Ort, das 10.000 Zuschauern Platz bot. Alle zwei Jahre findet hier ein großes Römerfest statt. Daneben könnt Ihr in Lillebonne die Überreste eines mittelalterlichen Châteaus und Spinnereien aus dem Beginn der Industralisierung entdecken.
  • Quiberville lädt Euch mit seiner Architektur  zu einem Spaziergang zwischen Villen am Meer und Fischerhäusern ein. Seit 1895 mauserte  sich das einstige Fischerdorf zum Badeort. Badehäuser, Hütten, Hotels, kleine Mietshäuser und lokale Geschäfte blühten am Strand auf, prächtige Küstenvillen entstanden.

  • Saint-Valery-en-Caux lohnt schon alleine wegen seines Fischereihafens und des imposanten Maison Henry IV einen Abstecher. Der kleine Leuchtturm an der Hafeneinfahrt ist ein beliebtes Fotomotiv. Im Herzen der Stadt beherbergt die moderne Kapelle Notre Dame du Bon Port herrliche Buntglasfenster.
  • Schon Claude Monet und Joan Miró hat der kleine Ort Varengeville-sur-mer fasziniert. Der Maler Georges Braque gestaltete einige der Fenster der Kirche Saint Vaery und ist hier beerdigt. Der Friedhof ist sicherlich der mit der schönsten Aussicht in ganz Frankreich. Das Örtchen hat einige Parks und Sehenswürdigkeiten aufzuweisen. Den Bois des Moitiers und den Manoir d'Ango dürft Ihr mit Hund besuchen. Außerdem empfehlenswert: Der Strand, einer der wenigen, der in Seine-Maritime uneingeschränkt Hunde erlaubt.
Eines der schönsten Dörfer Frankreichs - Veules-les-Roses (25.08.2027
Veules-les-Roses. Foto: Ben Collier /Normandietourisme
  • Der kleine Badeort Veules-les-Roses liegt in einem grünen Tal an der Côte d'Albâtre und verzaubert mit seinen prächtigen normannischen strohgedeckten Häusern, den von Rosen und Hortensien überquellenden Gärten und den Mühlen aus der Vergangenheit. Einst war Veules  ein Dorf von Fischern und Webern, dann Ferienort und Künstlerviertel. Unternehmt einen Spaziergang an den blumenreichen Ufern der Veules, dem kürzesten Fluss Frankreichs, und taucht in die Magie der Ortes, der als einer der schönsten Dörfer Frankreichs labelisiert ist, ein.
  • Yport war einst ein Fischerdorf und für die Gäste hält der Ort dieses Image weiterhin aufrecht, kleine Boote liegen malerisch am Kiesstrand. Beeindruckend sind die Felsformationen. Im Zentrum hat sich Yport mit seinen roten Backsteinhäuschen seinen Charme bewahrt. Aus der Belle Epoque stammen einige prachtvolle Villen.

Publiziert 2020.

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