· 

Corona-Frühling 2021

Lange hat sich die französische Regierung mit einer Verschärfung der Maßnahmen gegen die COVID-Pandemie zurück gehalten. Ähnlich wie im Herbst wurde von Woche zu Woche ein "bisschen" verschärft. Das reicht allerdings nicht: Ende März befanden sich bereits mehr PatientInnen in den Intensivstationen, als auf dem Höhepunkt der "zweiten Welle". Besonders dramatisch ist die Situation abermals im Großraum Paris: Die Ärzte warnen vor einem Kollaps und davor, dass sie die "Triage" – also die Aussortierung – der PatientInnen vornehmen müssen. Deshalb hat Emanuel Macron am 31. März verschärfte Maßnahmen angekündigt: Im Prinzip gilt jetzt der "Confinement Light" (wie vorher in 19 Départements) im ganzen Land.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Stand: 22. April, 19 Uhr

Ein Hund  schwarzer Hund vor schwarzem Grund.
Was muss ich beachten, wenn ich jetzt in die Normandie reisen möchte?

Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

Pressekonferenz am 22. April

Das Wichtigste von der Pressekonferenz mit Premierminister Jean Castex am 22. April:

 

  • seit einigen Tagen gehen die Infektionszahlen zurück, jedoch nicht so stark und schnell wie im November. 15 Prozent der Départements haben immer noch eine Inzidenz über 400.
  • ab dem 26. April sollen die Kinder der unteren Klassen und die Kindergartenkinder unter strikten Sicherheitsbestimmungen wieder in die Schule gehen.
  • Schüler der collèges und der lycées folgen am 3. Mai mit Präsenzunterricht. In Départements mit hoher Viruscirculation findet ein Hybridunterricht zwischen Fern- und Präsenzphasen statt. 
  • am 3. Mai fällt die Beschränkung für zehn Kilometern rund um den Wohnort tagsüber – der nächtliche Couvre Feu ist davon unberührt. und gilt noch (mindestens) bis Mitte Mai.
  • weitere Wiedereröffnung sind in Etappen ab Mitte Mai geplant – vorausgesetzt die Infektionslage lässt das zu. Zuerst sollen die Geschäfte, gewisse kulturelle und sporetliche Aktivitäten und die Außengastronomie öffnen dürfen.
  • die Impfkampagne wird weiter forciert, ab Samstag ist der Impfstopff von Johnson & Johnson verfügbar. Bis Mitte Mai sollen 20, bis Mitte Juni 30 Millionen geimpft sein.

Confinement 3.0

Seit 3. April bis voraussichtlich 2. Mai einschließlich gelten die Maßnahmen, die vorher in 19 Départements bereits die letzten Wochen angewandt wurden, für das ganze Land.

 

  • Es herrscht wieder eine Ausgangsbeschränkung an allen Tagen der Woche. Das gilt für mindestens vier Wochen, das heißt bis zum 2. Mai einschließlich
  • Nicht notwendige Geschäfte sind geschlossen. Geöffnet sind Lebensmittelgeschäfte, Buchhandlungen, Baumärkte, Computer- und Handyläden, Tierbedarf, Autoverkauf, Friseure und einiges mehr. Hier findet Ihr die komplette Auflistung auf Französisch.
  • Große Einkaufszentren ab 10.000 Quadratmetern sind geschlossen.
  • Wochenmärkte dürfen stattfinden, allerdings dürfen nur Waren des primären Bedarfs angeboten werden und rund um die Stände muss ein Mindestabstand eingehalten werden.
  • Sport im Freien und Spaziergänge bleiben tagsüber  in einem Umkreis von 10 Kilometern und ohne Zeitbegrenzung erlaubt. Ihr müsst eine Bescheinigung über Euren Wohnort, einen Pass, aber keine Selbstauskunft mit Euch führen.
  • Wer keinen Wohnsitznachweis hat, braucht alternativ die Selbstauskunft.
  • Ansonsten beschränkt sich Euer Bewegungsradius – außer für wichtige berufliche/familäre Belange – auf einen Radius von 10 Kilometern rund um den Wohnort beziehungsweise auf das Départment. Dafür braucht Ihr eine entsprechend ausgefüllte SELBSTAUSKUNFT.
  • Eine Bewegung außerhalb des Radius/in andere Regionen ist ab dem 5. April nur mit wichtigem Grund erlaubt, auch dafür könnt Ihr das Formular der Regierung benutzen.
  • Umzüge und Tätigkeiten, die mit dem Erwerb einer Immobilie zusammenhängen, sind erlaubt, auch hierfür nutzt Ihr die Selbstauskunft.
  • Am Osterwochenende waren alle Reisen noch erlaubt: Auch in eine andere Region, um sich dort zu isolieren. Franzosen, die sich im Ausland aufhalten, können zurückkehren.
  • Campingplätze sind zum Teil geöffnet, aber häufig nur für die Eigner/Mieter eines Mobilhomes. Wer bis zum 5. April einreist, kann den Confinement auch in einem gemieteten Mobilhome "absitzen". Die Stellplätze des "CampingCarPark" sind ebenfalls geöffnet. Auch hier gilt, dass Ihr grundsätzlich den Confinement hier verbringen dürft (auf der CampingCarPark-Seite könnt Ihr eine Wohnsitzbescheinigung runterladen).
  • Ihr dürft auch nach dem 5. April noch nach Hause fahren. Auch dazu solltet Ihr die Selbstauskunft und die Reiseformulare mit Euch führen.
  • Schulen und Kindergärten schließen am 5. April. Eine Woche ist für Homeschooling vorgesehen. Ab dem 12. April ist in allen Zonen für zwei Wochen Ferien. Grundschüler und Kindergärten sollen zum 26. April wieder den Unterricht beginnen, Colleges und Lycees bleiben im Fernunterricht und öffnen zum 3. Mai (voraussichtlich mit Wehselunterricht).
  • Die nächtliche Ausgangssperre von 19 bis 6 Uhr bleibt bestehen.
  • Ansammlungen mit mehr als sechs Menschen sind untersagt. Außerdem darf kein Alkohol im öffentlichen Raum konsumiert werden.
  • Die Impfkampagne soll im April verstärkt werden. Ab 15. April bekommen alle über 55 ein Impfangebot, ab 15. Mai alle über 50.
  • Ab Mitte Mai sollen Terrassen von Restaurants wieder geöffnet werden dürfen. Von Mitte Mai bis zum Beginn des Sonmmers sollen auch kulturelle Einrichtungen etc. schrittweise geöffnet werden. Das ist zumindest der derzeitige Plan der Regierung. Der Regierungssprecher bestätigte dies nochmals am 16. April und 21. April.

Außerdem gilt:

 

  • Restaurants, Bars, Kultureinrichtungen, Museen, Kinos, Theater, Sportstätten etc. bleiben vorerst geschlossen.
  • Restaurants dürfen Speisen zum Mitnehmen verkaufen.
  • Private Treffen sind nach wie vor auf sechs Menschen begrenzt. Dies soll künftig auch streng kontrolliert werden!
  • Ein- und Ausreise von außerhalb des Schengen-Raums ist nur mit trifftigem Grund möglich, ansonsten untersagt. Ausnahmen bestehen für einige Länder, wie zum Beispiel Großbritannien, Israel und Japan.
  • Einreise innerhalb des Schengen-Raums unabhängig vom Verkehrsmittel (also auch auf dem Landweg!), nur noch mit PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Das gilt auch für die Durchreise! Auch dies wird mittlerweile konsequenter kontrolliert, zum Beispiel an den Mautstationen! Ausnahmen gibt es für Berufspendler, Warenverkehr und den kleinen Grenzverkehr im Umkreis von 30 Kilometern.
  • In allen geschlossenen Räumen, im Nah- und Fernverkehr, im Freien in Gebieten mit erhöhtem Publikumsverkehr oder dort, wo der Präfekt eine entsprechende Verfügung erlassen hat, gilt eine Maskenpflicht. Es sind nur noch medizinische  Masken (chirurgische oder FFP2) Masken und Stoffmasken der Kategorie 1 zulässig – keine selbst genähten Masken oder solche der Kategorie 2.
  • Wegen erhöhtem Auftreten der britischen Mutante im Land müsst Ihr einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten.

Selbstauskunft für das Verlassen des Hauses

Für reines Spazierengehen oder Sport im Umkreis von 10 Kilometern um den Wohnort muss keine Bescheinigung ausgefüllt werden. Ihr braucht aber Pass/Personalausweis und Wohnsitznachweis.Habt Ihr keinen Wohnsitznachweis, solltet Ihr eine ausgefüllte Bescheinigung dabei haben. Nachts ab 19 Uhr dürftr Ihr mit dem Hund nur noch eine Stunde im Kilometer-Radius Gassi gehen, die Bescheinigung müsst Ihr in diesem Fall immer mitführen.

Für alles andere braucht Ihr den Zettel zwingend. Einkaufen dürft Ihr auch außerhalb des 10 Kilometer Umkreises, müsst allerdings im Départment bleiben. Menschen, die an der Grenze zu einem anderen Département wohnen,wird eine Toleranz von 30 Kilometern eingeräumt. Ihr könnt aber das Formular auch über die App der Französischen Regierung ausfüllen.

Download
Selbstauskunft für das Verlassen der Wohnung, neue Fassung vom 3. April
Die neueste Version fasst die Ausgangsbeschränkungen am Tag und in der Nacht in einem Formular zusammen.
03-04-2021-attestation-de-deplacement-de
Adobe Acrobat Dokument 55.7 KB

Masken und Maßnahmen in der Normandie

Grundsätzlich ist das Tragen von Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, in allen Museen und allen öffentlich zugänglichen Innenräumen (Supermarkt, Post, Bank, Behörden) für Menschen ab 6 Jahren Pflicht. Die meisten beziehungsweise sehr viele Gemeinden schreiben mittlerweile das Maskentragen überall innerhalb der Ortschaften vor (hier gilt die Maskenpflicht dann für Kids ab 11 Jahren). Auf Feldwegen, in Parks, im Wald und am Strand müsst Ihr in der Regel keine Maske tragen!

Mein Tipp: Habt vorsichtshalber immer ausreichend Masken (Chirurgische/FFP2/Kategorie1-Masken) dabei. Das Nichteinhalten der Maskenpflicht wird mit einem Bußgeld von 135 Euro geahndet. Zweit- und Drittverstöße werden deutlich teurer!

Calvados

Grundsätzlich müsst Ihr im Calvados auf allen Märkten eine Maske tragen. Auch um viele Schulen herum gilt eine Schutzzone, in der Ihr eine Maske tragen müsst. Das gilt mindestens bis 30. April. Die Missachtung kostet 135 Euro. In stark frequentierten Orten des Départements, das heißt nahezu in allen Küstenorten, müsst Ihr auch auf der Straße eine Maske aufsetzen.  Auch auf den Gedenkstätten Colleville sur Mer und an der Pointe du Hoc gilt Maskenpflicht. Außerdem wurde eine Maskenpflicht auf allen Friedhöfen erlassen. Eine Übersicht findet Ihr auf der Seite der Präfektur. 

 

 

Eure

Derzeit müssen in allen Gemeinden auch unter freiem Himmel Masken getragen werden. Ausgenommen sind kleine Dörfer, Feldwege, Wiesen und Wälder. Von 18 bis 6 Uhr darf kein Alkohol verkauft werden; außerdem dürfen Gîtes nur mit maximal sechs Personen belegt werden. Musikalische Veranstaltungen jeglicher Art bleiben verboten.  Ein Ablaufdatum der Verordnung gibt es nicht.

Manche

Das Tragen von Masken ist für alle Menschen ab 11 Jahren in allen Kommunen Pflicht. Ausgenommen sind Wälder, Felder und Wiesen, Feld- und Waldwege und die Strände. Zum Sport müsst Ihr keine Maske tragen, müsst sie aber während der Pausen und nach Beendigung der körperlichen Aktivität aufsetzen.  Das wurde bis zum 30. April verlängert! Mehr Infos auf der Seite der Präfektur.

 

Alle Flohmärkte, Jahrmärkte, Antikmärkte wurden von der Präfektur bis 3. Mai einschließlich verboten. Ebenso ist das Abspielen von Musik im gesamten öffentlichen Raum in dieser Zeit untersagt.

Orne

Das Tragen von Alltagsmasken ist auf allen Wochenmärkten und anderen Märkten Pflicht. Wegen der enormen Verschlechterung der Gesundheitslage ist seit dem 16. Dezember das Tragen von Alltagsmasken innerhalb aller geschlossenen Ortschaften im Freien in der Orne Pflicht. Davon ausgenommen sind nur Personen mit Handicap und Kinder unter 11 Jahren. Die Anordnung gilt bis zu neuen Anweisungen auf unbegrenzte Zeit. Findet mehr über die Maßnahmen der Präfektur heraus.

 

 

Seine-Maritime

In Seine-Maritime gilt für alle Menschen ab 11 Jahren  im gesamten urbanen Raum Maskenpflicht, auch im Freien. Davon ausgenommen sind Wälder, Wiesen, Feld- und Waldwege, die Strände sowie (kleine) Dörfer, die extra beschildert werden. Die Maskenpflicht entfällt beim Sport treiben, allerdings muss in Pausen und nach Beendigung der Aktivität die Maske aufgesetzt werden.  Alkohol darf in der Zeit von 19 bis 6 Uhr nicht verkauft und generell nicht im öffentlichen Raum konsumiert werden. Flohmätrkte dürfen nicht stattfinden. Die Verbotsanordnung gilt bis 19. April.

Alles über die neuen Maßnahmen erfahrt Ihr bei der Präfektur. Zusätzlich wird in einer FAQ erklärt, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf das tägliche Leben haben.

Ein- und Ausreise, Risikogebiete

Was muss ich bei der Ein- und Ausreise beachten? Für wen gilt eine Quarantäne? Wo muss ich mich melden?

Die Einreise nach Frankreich ist von allen Ländern des Schengenraums möglich. Bei der Einreise müsst Ihr seit 31. Januar einen negativen PCR-Test (nicht Schnelltest!) vorlegen, der nicht älter sein darf als 72 Stunden.

Einreisen von außerhalb des Schengen-Raums sind nur noch aus wichtigem Grund erlaubt, ansonsten untersagt.

 

Wenn Ihr in einer Fahrgemeinschaft (also mit Personen aus unterschiedlichen Haushalten!) in die Normandie reist, so gilt, wie für alle Fahrgemeinschaften: Fahrer und Mitfahrer (ab 11 Jahren) müssen während der Fahrt einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

 

Mittlerweile müsst Ihr wieder eine eidesstattliche  Erklärung mit Euch führen, in der Ihr bescheinigt:
- dass Ihr keine Symptome einer Covid-19-Infektion zeigt,

- dass Euch nicht bekannt ist, in den 14 Tagen vor der Reise mit einem bestätigten Fall von Covid-19 in Kontakt gewesen zu sein.

Reisende über 11 Jahren müssen sich zudem damit einverstanden erklären, dass bei der Ankunft in Frankreich ein Test oder einer virologische Screening-Untersuchung auf SARS-CoV-2 unterzogen werden können.

Ausnahmen galten bisher für den kleinen Grenzverkehr, doch auch das ändert sich jetzt: Ab dem 1. März braucht Ihr ins französische Département Moselle immer einen negativen Test, außer Ihr reist aus wichtigem Grund (zum Beispiel wegen der Arbeitsstelle) ein.

 

Weitere Infos bekommt Ihr auf der Seite des französischen Innenministeriums.

Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit ab 11 Jahren (französisch)

Download
Eidesstattliche Erklärung +11 Jahre
25-01-2021-engagement-sur-l-honneur-plus
exe File 12.2 KB

Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit ab 11 Jahren (englisch)

Download
Eidesstattliche Erklärung +11 Jahre
englische Version
04-02-2021-engagement-sur-l-honneur-plus
Microsoft Word Dokument 10.4 KB

Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit bis 11 Jahren (französisch)

Download
Eidesstattliche Erklärung bis 11 Jahre
25-01-2021-engagement-sur-l-honneur-moin
exe File 11.8 KB

Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit ab 11 Jahren (englisch)

Download
Eidesstattliche Erklärung bis 11 Jahre
englische Version
04-02-2021-engagement-sur-l-honneur-moin
Microsoft Word Dokument 9.7 KB

Die Heimreise in ein EU-Land oder ein Land des Schengen Raums ist immer möglich. Führt eine ausgefüllte Selbstauskunft mit Euch und die Eidesstattliche Erklärung, keine COVID-Symptome zu haben, falls Ihr doch kontrolliert werdet. 

Die EU-Länder haben unterschiedliche Bestimmungen für Reiserückkehrer:

Deutschland

Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für ganz Kontinentalfrankreich als "Hochinzidenzgebiet" ausgesprochen. Das heißt es gelten verschärfte Einreisebestimmungen:

  • Ihr müsst Euch auf der Seite Einreiseanmeldung.de anmelden.
  • Ihr müsst bereits bei der Einreise ein negatives Testergebnis (PCR/Antigen-Test) vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Bisher (Einreise aus Risikogebiet) konntet Ihr den Test auch unmittelbar nach der Einreise durchführen lassen.
  • Ihr müsst Euch unverzüglich an Euren Zielort begeben und dort für zehn Tage isolieren.
  • Mit einem erneuten Coronatest könnt Ihr Euch frühestens nach 5 Tagen  aus der Quarantäne freitesten. Je nach Bundesland können für die Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet auch strengere Quarantänepflichten gelten.
  • Tests müssen bestimmten Mindestanforderungen entsprechen, die auf der Seite des RKI aufgeführt sind. Demnach sind auch Antigen-Tests zulässig, wenn sie den WHO-Standards entsprechen.

Wie lange muss ich in Quarantäne? Schaut Euch die Bestimmungen Eures Bundeslandes an.  Mehr Informationen findet Ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

In Nordrhein-Westfalen entfällt die Pflicht zur Quarantäne, außer Ihr reist aus einem Virus-Variantengebiet ein (derzeit nur Département Moselle).

Folgende Bundesländer heben bereits jetzt die Quarantäne für vollständig Geimpfte (zweite Dosis mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff,  mindestens 14 Tage zurückliegend) bei der Rückreise auf (Regelungen gelten nicht für Virusvarianten-Gebiete):

Schweiz

Die Schweiz stuft ab 19. April folgende französischen Regionen als Risikogebiet ein:

  • Region Bretagne
  • Region Centre-Val de Loire
  • Region Hauts-de-France
  • Region Île-de-France
  • Region Normandie
  • Region Nouvelle-Aquitaine
  • Region Occitanie
  • Region Pays de la Loire
  • Region Provence-Alpes-Côte d'Azur

Da sich solche Einschätzungen schnell ändern können, schaut vor der Rückreise in die Schweiz auf die Seite Bundesamtes für Gesundheit.

Bei der Einreise aus einem Risikogebiet gilt:

  • Einreiseformular ausfüllen
  • Negativen Corona-Test mitführen (Testdurchführung nicht älter als 72 Stunden).
  • 10-tägige Quarantänepflicht in Eurem Zuhause oder in einer geeigneten Unterkunft. Innerhalb von zwei Tagen müsst Ihr Euch bei der für Euch zuständigen kantonalen Behörde melden.

Ein negativer Corona-Test entbindet Euch nicht von der Quarantäne. Ausnahmen gelten im Grenzgebiet, für den Güterverkehr oder für Menschen, die aus beruflichen Gründen reisen.

Falls Ihr per Flugzeug in die Schweiz einreist, sind Anmeldeformular und negativer PCR-Test obligatorisch, auch wenn Ihr nicht aus einem Risikogebiet kommt. Per Zug und Schiff müsst Ihr immer das Einreiseformular ausfüllen. Alle Infos zu der Einreise oder Rückkehr in die Schweiz findet Ihr auf dieser Seite.

Österreich

Österreich hat eine umfassende Einreisebeschränkung ausgesprochen. Ihr müsst ein sogenanntes Pre-Travel-Clearance-Formular ausfüllen. Außerdem ist ein negatives Testergebnis vorweisen (PCR-Test höchsten 72 Stunden alt, Antigen-Test maximal 48 Stunden). Wenn kein Test vorliegt, muss der Test unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden, nachgeholt werden. Außerdem müsst Ihr immer in eine 10-tägige Quarantäne. Freitesten ist frühestens nach 5 Tagen und nur auf eigene Kosten möglich. Es gibt Ausnahmen für bestimmte Länder, in denen die Coronoa-Inzidenzen sehr niedrig sind (die sogenannte Anlage A), für Berufspendler und aus familiären Gründen. Frankreich zählt zur Zeit in Österreich als "Hochinzidenzstaat" gemäß Anlage B der Verordnung. Alle  Informationen dazu findet Ihr in der FAQ des Österreichischen Sozialministeriums

Belgien

Das Reiseverbot innerhalb der europäischen Union endet am 19. April. Nach wie vor sollen aber alle unnötigen Reisen verschoben werden. Nach wie vor gilt ein strenges Einreise-, Test- und Quarantäneregime, wenn Ihr Euch länger in Belgien aufhalten wollt oder dort wohnt. Bei der Einreise ins Land ist ein PCR-Test vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Außerdem müsst Ihr Euch online registrieren, wenn Ihr nach Belgien zurückkehrt oder Euch dort länger aufhalten wollt. Ganz Frankreich ist zudem als rote Zone eingestuft! Ausnahmen: Wenn Ihr nicht mit dem Flugzeug, dem Zug, dem Bus oder dem Schiff reist und Euch weniger als 48 Stunden in Belgien aufhaltet, braucht Ihr keinen negativen PCR-Test vorzuweisen.

Alle Einreisenden müssen eine ehrenwörtliche Erklärung ausfüllen und mit sich führen. Download hier:

Download
Ehrenwörtliche Erklärung für die Ein-/Durchreise Belgien/Deutsch
20210320_BU_Verklaring+op+eer_Finaal_DE_
Adobe Acrobat Dokument 137.7 KB

Tests in der Normandie

Überall werden zur Zeit umfassende Screening-Operationen durchgeführt. Die Teststationen findet Ihr auf der Seite  ARS Normandie.

Wichtig: Um den Ablauf zu beschleunigen, müsst Ihr zum Test Personalausweis, Versichertenkarte und dieses ausgefüllte Formular mitbringen.

 

Antigen-Schnelltests, zum Beispiel für die Rückreise, könnt Ihr auch in Apotheken oder bei den freiberuflichen Krankenschwestern durchführen lassen. Die Seite Santé.fr gibt Euch Auskunft darüber, wo Ihr Euch testen lassen könnt (Postleitzahl im Formular eingeben und Suche aktivieren): Teststationen

 

Selbsttests gibt es in Frankreich mittlerweile auch, allerdings nicht wie in Deutschland im Supermarkt oder gar beim Discounter, sondern ausschließlich in der Apotheke.

Was bedeutet das für meinen Urlaub?

In der derzeitigen Situation ist nur schwer an Urlaub zu denken. Der "Confinement light" gilt voraussichtlich den ganzen April bis einschließlich 3. Mai.  URLAUBSreisen sind in dieser Zeit faktisch nicht möglich.

Falls Ihr aus beruflichen oder familiären Gründen ins Land reist:  Haltet Euch an alle Auflagen der Behörden, wenn Ihr nach Frankreich oder in die Normandie reist. Plant auf jeden Fall "Quarantäneurlaub" für Eure Rückkehr ein. 

Macron hat für die Gastronomie SCHRITTWEISE ÖFFNUNGEN ab Mitte Mai in Aussicht gestellt.

Meine Empfehlungen für Euch

Das gilt für Euren Aufenthalt in Frankreich:

  • Abstand halten (in Frankreich gelten mittlerweile 2 Meter als Sicherheitsabstand), Masken tragen (chirurgische Masken, FFP2 oder zertifizierte Stoffmasken der Kategorie1, selbstgenähte Masken sind nicht zulässig!) , Hände waschen – Grundvoraussetzungen und immer noch probates Mittel, um sich und andere zu schützen.
  • Regelmäßig lüften, auch das Ferienhaus/die Ferienwohnung.
  • Menschenansammlungen und Feiern grundsätzlich meiden.
  • Für größere Intervalle (mehrere Tage) einkaufen.
  • Ladet Euch die französischen TousAntiCovid-App im App-Store runter. Sie ist nicht mit der deutschen App kompatibel!
  • Zusätzlich ist es sinnvoll, ein Kontakttagebuch zu führen, da immer noch zu wenig Franzosen (zur Zeit circa 13 Millionen) die App auch wirklich nutzen.
  • Kauft bei kleinen lokalen Händlern ein, bei Landwirten auf dem Hof oder auf dem Wochenmarkt. Sie haben unter der Wirtschaftskrise mehr zu leiden, als die Supermarktketten.
  • Restaurants sind zwar geschlossen, aber viele bieten Euch Speisen zum Mitnehmen an. Für ganz viele Gastronomen ist das die einzige Möglichkeit, die Krise zu überleben, aber immer mehr geben bereits auf. Meist könnt Ihr anrufen oder eine Mail schicken und Euer komplettes Menü zu einem vereinbarten Termin abholen. Bitte unterstützt unsere lokale Gastronomie und macht von den Angeboten Gebrauch!
  • Es sind seit Februar  vermehrt Pinien-Prozessionsspinner (gefährlich) gesichtet worden und auch die ersten Ringelnattern (ungefährlich, lasst sie in Ruhe!) wurden gesichtet. Mehr Infos könnt Ihr auf meiner Seite "Hundegesundheit" erfahren.

Ausblick auf die kommenden Wochen

Keiner kann sagen, wie sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt. Alle hoffen im Moment auf den Sommer, ob und wie viele Lockerungen möglich sein werden, hängt auch vom Erfolg der Impfkampagne ab. Die allerdings stockt, wie in ganz Europa. Macron will hier im April die Kampagne deutlich forcieren. Was bleibt, ist das Prinzip Hoffnung.

Was Ihr bei Eurem Aufenthalt in der Normandie sonst noch beachten solltet:

  • Fast alle Veranstaltungen, Konzerte, Jahrmärkte ... die bis zum 30. Juni auf der Agenda standen, wurden bereits abgesagt oder verschoben!
  • Für später anberaumte Veranstaltungen werden derzeit zum Teil Sicherheitskonzepte erarbeitet, um sie unter veränderten Bedingungen und in kleinerem Rahmen stattfinden zu lassen.
  • Da Spaziergehen an der frischen Luft die (fast) einzige legale Freizeitbeschäftigung ist, werdet Ihr überall, vor allem auf beliebten Wanderwegen (Küstenwanderwegen) viel mehr Menschen als gewohnt antreffen. (Das hat aber auch den Vorteil, dass neu ausgezeichnet und mehr gepflegt wird).
  • Ähnliches gilt für "frei zugängliche" Sehenswürdigkeiten, wie kleine Häfen, spektakuläre Aussichtspunkte und ähnliches: Hier steppt, im Vergleich zu früheren Jahren, der Bär. Verhaltet Euch entsprechend umsichtig und meidet zu große Menschenansammlungen.
  • Die Franzosen selbst reisten letzten Sommer verstärkt im eigenen Land und in der Normandie war es zumindest an der Küste im Juli und August noch nie so voll wie 2020. Dieser Trend wird sich auch 2021 fortsetzen: LIDL Voyage meldet eine verstärkte Nachfrage vor allem für die Normandie und Bretagne, dafür weniger Interesse an den Mittelmeerregionen. Mobilhomes auf Campingplätzen sind für die Monate Juli und August bereits seit Mitte April mancherorts nur noch schwer zu bekommen.

So entwickelt sich das Infektionsgeschehen in Frankreich

Die aktuelle Inzidenz für Kontinentalfrankreich liegt bei 337,5 (21. April, Tendenz: stabil. Vortag:  337,10)

Inzidenz nach einzelnen Städten:

Übersichtlicher ist die Darstellung der Inzidenz pro Département:

Die aktuellen Zahlen:

Anmerkung: Noch sind die absoluten Zahlen nur bedingt aussagekräftig, da es immer wieder zu Datenpannen kommt und Ergebnisse "nachegtragen" werden oder schlicht die Referenzgröße zur Vorwoche fehlt. Am 14. April wurde zudem die Inzidenz bereinigt – und um rund 50 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Die nationale Inzidenz liegt derzeit (21. April) bei 337,5 (stabil).

Hinzu kommt: Durch die "Corona-Ferien wird insgesamt weniger getestet, da die Tests an den Schulen wegfallen. Wirklich verlässliche Daten wird es deswegen erst Anfang bis Mitte Mai geben.

Und wie viele Corona-Fälle gibt es aktuell in der Normandie?

Die regionale Inzidenz liegt am 21. April bei 311,7 (Tendenz: stabil).

 

Das wichtigste aus der Pressemitteilung der ARS Normandie vom 20. April: In der Normandie bleiben die epidemiologischen Indikatoren auf einem hohen Niveau, mit einem Rückgang der Inzidenz auf regionaler Ebene Die Entwicklung der Inzidenzrate ist jedoch je nach Departement unterschiedlich: Orne ist das einzige Departement, das einen Anstieg verzeichnet: + 8,1 %, während wir für Eure den wichtigsten Rückgang beobachten:  - 25,2 %.

    Normandie: - 12% (Inzidenzrate von 11/04 bis 17/04: 311,49)
    Calvados: - 9,4 % (Inzidenzrate von 11/04 bis 17/04: 245,14)
    Eure: -25,2% (Inzidenzrate von 11/04 bis 17/04: 314,64)
    Manche: - 2 % (Inzidenzrate von 11/04 bis 17/04: 244,97)
    Orne: +8,1% (Inzidenzrate von 11/04 bis 17/04: 361,86)
    Seine-Maritime: - 12,5% (Inzidenzrate von 11/04 bis 17/04: 361,88)



*Die Bereinigung der Inzidenzrate am 14.04. führte kurzfristig zu einem Anstieg.

Die ARS schreibt selbst in ihrer Pressemitteilung, dass die Zahlen wegen der Osterfeiertage nur bedingt vergleichbar seien.

 

Die Krankenhauseinweisungen sind zwar rückläufig, belasten das Krankenhaussystem aber immer noch stark: Am 19. April waren 1.516 Personen wegen COVID-19 im Krankenhaus in Behandlung (im Vergleich zu 1.588 am 12. April: - 72). Die Auslastung der Intensivbetten beträgvt im Verhältnis der ursprünglichen Kapazität: 94,2 % (im Vergleich zu 97,1 % am 13. April).


Die genauen Zahlen könnt Ihr den Grafiken entnehmen. Quelle: Screenshot der Pressemittelung ARS Normandie am 20. April 2021.

In eigener Sache

Die ständige Aktualisierung dieser Infos nimmt viel Zeit in Anspruch. Wenn Ihr mich und meine Arbeit unterstützen wollt, schaut doch bitte mal auf dieser Seite vorbei:

Oder lasst eine Spende über Paypal da – jeder kleine Beitrag hilft mir, diese Seite auszubauen. Herzlichen Dank!

Auch interessant


Auf Pinterest merken

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Werdet facebook-Fans:

chienNormandie - Fanseite Urlaub mit Hund in der Normandie

Abonniert unseren Newsletter:

Newsletter chienNormandie - Urlaub mit Hund in der Normandie

Tauscht Euch aus:

facebook Gruppe chienNormandie Urlaub mit Hund in der Normandie


Weitersagen:

Wir sind Mitglied bei:

miDoggy Hundeblog

Lasst Euch auf Pinterest inspirieren:


Blog Feed abonnieren:

Reiseblogs.de Banner


Wir empfehlen: