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Corona-Frühling 2021

Seit dem 3. Mai sind die engen Reisebeschränkungen in Frankreich gefallen und es ist möglich, sich tagsüber ohne Selbstauskunft im Land zu bewegen. Weitere Entlastungen sind ab Mitte Mai vorgesehen. Wie Ihr in den kommenden Wochen nach Frankreich reisen könnt, und was Ihr dabei beachten müsst, erläutere ich Euch in diesem Artikel.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Stand: 8. Mai, 12 Uhr.

Ein Hund  schwarzer Hund vor schwarzem Grund.
Was muss ich beachten, wenn ich jetzt in die Normandie reisen möchte?

Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

"Zurück zur Normalität" – der Zeitplan in vier Etappen

Dies sind die wichtigsten Etappen zur Wiedereröffnung Frankreichs und einer Rückkehr zur "Normalität", wie sie Präsident Macron vorgestellt hat. Im Prinzip wird bis zu Beginn der französischen Sommerferien Anfang Juli fast alles wieder möglich sein. Wenn auch unter Auflagen / Obergrenzen beziehungsweise mit "Gesundheitspass". Nur die Diskotheken und Nachtclubs müssen auch nach dem 30. Juni ihre Pforten verschlossen halten.

Allerdings ist der Fahrplan abhängig von der weiteren Gesundheitslage im Land. Steigt die Inzidenz über 400 pro 100.000 Einwohner oder ist die Kapazität der Intensivbetten am Limit, können Erleichterungen ausgesetzt oder wieder zurück genommen werden – auch für einzelne Départements oder Regionen. Wie sieht die Infektionslage in meinem Urlaubsort aus? Dazu geben Euch die interaktiven Karten Aufschluss.

  • Aufhebung der 10-Kilometer-Reise-Begrenzung: Ihr dürft Euch tagsüber wieder frei im Land bewegen.
  • Es besteht von von 6 bis 19 Uhr keine Pflicht mehr, Zertifikate auszufüllen.
  • Nicht "notwendige" Einzelhandelsgeschäfte bleiben bis 19. Mai geschlossen.
  • Der touristische Reiseverkehr innerhalb Frankreichs ist möglich.
  • Die Einreise aus EU- und assoziierten Staaten (zB. Schweiz) ist mit negativem PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, und eidesstattlicher Erklärung ist gestattet.
  • Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze dürfen Gäste empfangen, Hotels allerdings müssen weiterhin Room-Service anbieten.
  • Der Couvre-feu (Ausgangssperre) beginnt um 19 Uhr und endet 6 Uhr morgens. In dieser Zeit dürft Ihr nur mit triftigem Grund und mit Selbstauskunft das Haus verlassen (Gassi gehen ist in engen Grenzen erlaubt).
  • Die Ausgangssperre beginnt erst um 21 Uhr und endet um 6 Uhr.
  • Geschäfte dürfen mit Kapazitätsgrenzen und Hygienekonzept öffnen. Es gilt im Innenbereich: Es müssen für jeden Kunden 8 m² Platz eingerechnet werden, im Außenbereich 4 m²
  • Außengastronomie von Restaurants, Bars und Cafés ist zulässig: Es dürfen nicht mehr als 6 Personen an einem Tisch sitzen, die maximale Auslastung der Sitzplatzkapazität liegt bei 50 Prozent.
  • Hotel-Restaurants dürfen Speisen in Innenräumen anbieten – allerdings nur für Hotelgäste und mit reduzierten Kapazitäten. Auf der Terrasse dürfen Hotel-Restaurants mit voller Kapazität Kunden empfangen.
  • Museen, Kinos und Theater dürfen mit Hygienekonzept und begrenzten Kapazitäten (maximal 800 Personen in Innenräumen, 1.000 unter freiem Himmel) öffnen. Zusätzlich gilt: Die Auslastung darf nur 35 Prozent der Kapazitöät betragen. Museen und ähnliche Einrichtungen müssen zudem die ( Quadratmeter pro Kunde Regel beachten.
  • Feste dürfen nur unter freiem Himmel, mit Sitzplätzen, einer 35 prozentigen Auslastung und einer maximalen Besucherzahl von 1.000 stattfinden.
  • Fußballstadien und ähnliche Einrichtungen dürfen mit den gleichen Obergrenzen öffnen.
  • Sportliche Betätigung im Innen- und Außenbereich ohne Kontakt ist wieder erlaubt.
  • Private Versammlungen sind auf eine Obergrenze von 10 Personen beschränkt.
  • Bei religiösen Zeremonien und Hochzeiten auf dem Rathaus darf nur jeder dritte Platz besetzt werden. Beerdigungen dürfen mit maximal 50 Menschen im Freien stattfinden.
  • Die Ausgangssperre beginnt um 23 Uhr und endet um 6 Uhr.
  • Cafés, Restaurants und Sporthallen dürfen öffnen. Es bleibt in den Restaurants bei einer Belegung von sechs Personen pro Tisch.
  • Kontaktsportarten unter freiem Himmel sind wieder gestattet.
  • Start des Französischen Gesundheitspasses: Hier werden Impfungen, eine durchgmachte Covid-Erkrankung sowie negative Corona-Tests vermerkt. Das soll weitgehend digital via "TousAntiCovid-App" erfolgen, ansonsten wird es auch eine Papierversion geben. Der Gesundheitspass wird das Sesam-Öffne-Dich für viele Aktivitäten sein, allerdings nicht für Alltägliches, wie Restaurant- oder Theaterbesuche. Dies soll grundsätzlich allen Menschen ermöglicht werden.
  • Mit dem Gesundheitspass könnt Ihr Kultur- und Sportveranstaltungen besuchen. Diese dürfen dann mit 5.000 Menschen stattfinden.
  • Auch Messen und Jahrmärkte dürft Ihr mit Gesundheitspass besuchen – auch hier liegt die Obergrenze bei 5.000 Teilnehmern.
  • Die Einreise aus Nicht-EU-Staaten nach Frankreich ist mit Gesundheitspass ebenfalls möglich.
  • Ende der Ausgangssperren.
  • Mit Gesundheitspass soll es möglich sein, an Veranstaltungen jeglicher Art mit mehr als 1.000 Personen teilzunehmen – sowohl im Freien als auch in Innenräumen. Dies öffnet auch die Tür zu den großen Festivals, die traditionell zum französischen Sommer gehören.
  • Abhängig von der lokalen/regionalen Gesundheitssituation sollen Personenbeschränkungen an öffentlichen Orten angehoben oder ganz aufgehoben werden.

Außerdem gilt bis auf weiteres:

 

  • In allen geschlossenen Räumen, im Nah- und Fernverkehr, im Freien in Gebieten mit erhöhtem Publikumsverkehr oder dort, wo der Präfekt eine entsprechende Verfügung erlassen hat, gilt eine Maskenpflicht. Es sind nur noch medizinische  Masken (chirurgische oder FFP2) Masken und Stoffmasken der Kategorie 1 zulässig – keine selbst genähten Masken oder solche der Kategorie 2.
  • Wegen erhöhtem Auftreten der britischen Mutante im Land müsst Ihr einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten.

Selbstauskunft für das Verlassen des Hauses

Ab dem 3. Mai braucht Ihr keine Selbstauskunft am Tag mehr und könnt Euch ohne Begrenzung im Land bewegen. Beachten müsst Ihr die nächtliche Sperrstunde: Sie beginnt um 19 Uhr. Dafür braucht Ihr eine neue Selbstauskunft, die derzeit auf den Regierungsseiten noch nicht zur Verfügung steht. Das untenstehende ist das Formular ist für die Phase der Ausgangssperre von 19 bis 6 Uhr (gilt bis 19. Mai).

Download
Selbstauskunft für das nächtliche Verlassen der Wohnung, neue Fassung vom 3. Mai
Die neueste Version gilt für die nächtliche Ausgangssperre von 19 bis 6 Uhr in der Periode vom 3. bis 19. Mai
03-05-2021-attestation-de-deplacement-de
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Masken und Maßnahmen in der Normandie

Grundsätzlich ist das Tragen von Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, in allen Museen und allen öffentlich zugänglichen Innenräumen (Supermarkt, Post, Bank, Behörden) für Menschen ab 6 Jahren Pflicht. Die meisten beziehungsweise sehr viele Gemeinden schreiben mittlerweile das Maskentragen überall innerhalb der Ortschaften vor (hier gilt die Maskenpflicht dann für Kids ab 11 Jahren). Auf Feldwegen, in Parks, im Wald und am Strand müsst Ihr in der Regel keine Maske tragen!

Mein Tipp: Habt vorsichtshalber immer ausreichend Masken (Chirurgische/FFP2/Kategorie1-Masken) dabei. Das Nichteinhalten der Maskenpflicht wird mit einem Bußgeld von 135 Euro geahndet. Zweit- und Drittverstöße werden deutlich teurer!

Calvados

Grundsätzlich müsst Ihr im Calvados auf allen Märkten bis 16. Mai eine Maske tragen. Auch um viele Schulen herum gilt eine Schutzzone, in der Ihr eine Maske tragen müsst. Das gilt mindestens bis 6. Juli, also bis zum Beginn der Sommerferien. Die Missachtung kostet 135 Euro. In stark frequentierten Orten des Départements, das heißt nahezu in allen Küstenorten, müsst Ihr auch auf der Straße eine Maske aufsetzen.  Auch auf den Gedenkstätten Colleville sur Mer und an der Pointe du Hoc gilt Maskenpflicht. Außerdem wurde eine Maskenpflicht auf allen Friedhöfen erlassen. Eine Übersicht findet Ihr auf der Seite der Präfektur. 

 

 Außerdem dürft Ihr im öffentlichen Raum von 10 bis 19 Uhr keinen Alkohol konsumieren (gilt bis einschließlich 15. Mai). Musik dürft Ihr im öffentlichen Raum ebenfalls nicht abspielen (bis 15. Mai, von 10 bis 19 Uhr).

Eure

Derzeit müssen in allen Gemeinden auch unter freiem Himmel Masken getragen werden. Ausgenommen sind kleine Dörfer, Feldwege, Wiesen und Wälder. Von 18 bis 6 Uhr darf kein Alkohol verkauft werden; außerdem dürfen Gîtes nur mit maximal sechs Personen belegt werden. Musikalische Veranstaltungen jeglicher Art bleiben verboten.  Ein Ablaufdatum der Verordnung gibt es nicht.

Manche

Das Tragen von Masken ist für alle Menschen ab 11 Jahren in allen Kommunen Pflicht. Ausgenommen sind Wälder, Felder und Wiesen, Feld- und Waldwege und die Strände. Zum Sport müsst Ihr keine Maske tragen, müsst sie aber während der Pausen und nach Beendigung der körperlichen Aktivität aufsetzen.  Das wurde bis zum 31. Mai verlängert! Mehr Infos auf der Seite der Präfektur.

 

Alle Flohmärkte, Jahrmärkte, Antikmärkte wurden von der Präfektur bis 18. Mai einschließlich verboten. Ebenso ist das Abspielen von Musik und der Konsum von Alkohol im gesamten öffentlichen Raum in dieser Zeit untersagt.

Orne

Das Tragen von Alltagsmasken ist auf allen Wochenmärkten und anderen Märkten Pflicht. Wegen der enormen Verschlechterung der Gesundheitslage ist seit dem 16. Dezember das Tragen von Alltagsmasken innerhalb aller geschlossenen Ortschaften im Freien in der Orne Pflicht. Davon ausgenommen sind nur Personen mit Handicap und Kinder unter 11 Jahren. Die Anordnung gilt bis zu neuen Anweisungen auf unbegrenzte Zeit. Findet mehr über die Maßnahmen der Präfektur heraus.

 

 

Seine-Maritime

In Seine-Maritime gilt für alle Menschen ab 11 Jahren  im gesamten urbanen Raum Maskenpflicht, auch im Freien. Davon ausgenommen sind Wälder, Wiesen, Feld- und Waldwege, die Strände sowie (kleine) Dörfer, die extra beschildert werden. Die Maskenpflicht entfällt beim Sport treiben, allerdings muss in Pausen und nach Beendigung der Aktivität die Maske aufgesetzt werden.  Alkohol darf in der Zeit von 19 bis 6 Uhr nicht verkauft und generell nicht im öffentlichen Raum konsumiert werden. Flohmätrkte dürfen nicht stattfinden. Die Verbotsanordnung gilt bis 3. Mai.

Alles über die neuen Maßnahmen erfahrt Ihr bei der Präfektur. Zusätzlich wird in einer FAQ erklärt, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf das tägliche Leben haben.

Ein- und Ausreise, Risikogebiete

Was muss ich bei der Ein- und Ausreise beachten? Für wen gilt eine Quarantäne? Wo muss ich mich melden?

Die Einreise nach Frankreich ist von allen Ländern des Schengenraums möglich. Bei der Einreise müsst Ihr seit 31. Januar einen negativen PCR-Test (nicht Schnelltest!) vorlegen, der nicht älter sein darf als 72 Stunden.

Einreisen von außerhalb des Schengen-Raums sind nur aus wichtigem Grund erlaubt, ansonsten untersagt.

Mehr erfahrt Ihr auf der Seite von "Frankreich Diplomatie" (auf Deutsch) und auch beim Auswärtigen Amt. Infos zur Einreise findet Ihr zudem auf der Seite der Deutschen Vertretung in Frankreich.

 

Wenn Ihr in einer Fahrgemeinschaft (also mit Personen aus unterschiedlichen Haushalten!) in die Normandie reist, so gilt, wie für alle Fahrgemeinschaften: Fahrer und Mitfahrer (ab 11 Jahren) müssen während der Fahrt einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

 

Mittlerweile müsst Ihr wieder eine eidesstattliche  Erklärung mit Euch führen, in der Ihr bescheinigt:
- dass Ihr keine Symptome einer Covid-19-Infektion zeigt,

- dass Euch nicht bekannt ist, in den 14 Tagen vor der Reise mit einem bestätigten Fall von Covid-19 in Kontakt gewesen zu sein.

Reisende über 11 Jahren müssen sich zudem damit einverstanden erklären, dass bei der Ankunft in Frankreich ein Test oder einer virologische Screening-Untersuchung auf SARS-CoV-2 unterzogen werden können.

Ausnahmen galten bisher für den kleinen Grenzverkehr, doch auch das ändert sich jetzt: Ab dem 1. März braucht Ihr ins französische Département Moselle immer einen negativen Test, außer Ihr reist aus wichtigem Grund (zum Beispiel wegen der Arbeitsstelle) ein.

 

Weitere Infos bekommt Ihr auf der Seite des französischen Innenministeriums.

Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit ab 11 Jahren (französisch)

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Eidesstattliche Erklärung +11 Jahre
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Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit ab 11 Jahren (englisch)

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Eidesstattliche Erklärung +11 Jahre
englische Version
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Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit bis 11 Jahren (französisch)

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Eidesstattliche Erklärung bis 11 Jahre
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Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit ab 11 Jahren (englisch)

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Eidesstattliche Erklärung bis 11 Jahre
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Die EU-Länder haben unterschiedliche Bestimmungen für Reiserückkehrer:

Deutschland

Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für ganz Kontinentalfrankreich als "Hochinzidenzgebiet" ausgesprochen. Das heißt es gelten verschärfte Einreisebestimmungen:

  • Ihr müsst Euch auf der Seite Einreiseanmeldung.de anmelden.
  • Ihr müsst bereits bei der Einreise ein negatives Testergebnis (PCR/Antigen-Test) vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Bisher (Einreise aus Risikogebiet) konntet Ihr den Test auch unmittelbar nach der Einreise durchführen lassen.
  • Ihr müsst Euch unverzüglich an Euren Zielort begeben und dort für zehn Tage isolieren.
  • Mit einem erneuten Coronatest könnt Ihr Euch frühestens nach 5 Tagen  aus der Quarantäne freitesten. Je nach Bundesland können für die Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet auch strengere Quarantänepflichten gelten.
  • Tests müssen bestimmten Mindestanforderungen entsprechen, die auf der Seite des RKI aufgeführt sind. Demnach sind auch Antigen-Tests zulässig, wenn sie den WHO-Standards entsprechen.

Wie lange muss ich in Quarantäne? Schaut Euch die Bestimmungen Eures Bundeslandes an.  Mehr Informationen findet Ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

In Nordrhein-Westfalen entfällt die Pflicht zur Quarantäne, außer Ihr reist aus einem Virus-Variantengebiet ein.

Nachden zahlreiche Bundesländer (unter anderem Baden-Württemberg (Verordnung vom 19. April),Bayern (Verordnung vom 27. April), Brandenburg (Verordnung vom 27. April), Hessen (Verordnung),Niedersachsen (Verordnung vom 19. April, 15 Tage nach zweiter Imfung), Rheinland-Pfalz (Verordnung vom 10. April) ) die Quarantäne-Pflicht bei der Einreise für vollständig Geimpfte und Genesene aufgehoben hatten, gilt ab dem 9. Mai bundesweit:

 

"Nicht gerechtfertigte Eingriffe in die Grundrechte werden für Geimpfte und Genesene aufgehoben". Das bedeutet: Wenn Ihr vollständig mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft seid (bei den meisten Impfstoffen heißt das: Zwei Wochen nach der zweiten Dosis) müsst Ihr bei Rückkehr aus dem Ausland nicht mehr in Quarantäne. Das gilt auch für Risiko- und Hochrisikogebiete, jedoch nicht für VIRUSVARIANTENgebiete. Derzeit ist keine Region in Frankreich als Risikovariantengebiet identifiziert. Jeweils aktuelle Informationen gibt es auf der Seite des RKI. (Infos der Bundesregierung zum Thema)

Schweiz

Die Schweiz stuft ab 3. Mai folgende französischen Regionen als Risikogebiet ein:

  • Region Bretagne
  • Region Centre-Val de Loire
  • Region Hauts-de-France
  • Region Île-de-France
  • Region Normandie
  • Region Nouvelle-Aquitaine
  • Region Occitanie
  • Region Pays de la Loire
  • Region Provence-Alpes-Côte d'Azur

Ab dem 17. Mai sind folgende französische Regionen Risikogebiet:

 

  • Region Bretagne
  • Region Centre-Val de Loire
  • Region Hauts-de-France
  • Region Île-de-France
  • Region Normandie
  • Region Nouvelle-Aquitaine
  • Region Occitanie
  • Region Pays de la Loire
  • Region Provence-Alpes-Côte d'Azur

 

Da sich solche Einschätzungen schnell ändern können, schaut vor der Rückreise in die Schweiz auf die Seite Bundesamtes für Gesundheit.

Bei der Einreise aus einem Risikogebiet gilt:

  • Einreiseformular ausfüllen
  • Negativen Corona-Test mitführen (Testdurchführung nicht älter als 72 Stunden).
  • 10-tägige Quarantänepflicht in Eurem Zuhause oder in einer geeigneten Unterkunft. Innerhalb von zwei Tagen müsst Ihr Euch bei der für Euch zuständigen kantonalen Behörde melden.

Ein negativer Corona-Test und eine Impfung entbinden Euch nicht von der Quarantäne. Ausnahmen gelten im Grenzgebiet, für den Güterverkehr oder für Menschen, die aus beruflichen Gründen reisen.

Falls Ihr per Flugzeug in die Schweiz einreist, sind Anmeldeformular und negativer PCR-Test obligatorisch, auch wenn Ihr nicht aus einem Risikogebiet kommt. Per Zug und Schiff müsst Ihr immer das Einreiseformular ausfüllen. Alle Infos zu der Einreise oder Rückkehr in die Schweiz findet Ihr auf dieser Seite.

Österreich

Österreich hat eine umfassende Einreisebeschränkung ausgesprochen. Ihr müsst ein sogenanntes Pre-Travel-Clearance-Formular ausfüllen. Außerdem ist ein negatives Testergebnis vorweisen (PCR-Test höchsten 72 Stunden alt, Antigen-Test maximal 48 Stunden). Wenn kein Test vorliegt, muss der Test unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden, nachgeholt werden. Außerdem müsst Ihr immer in eine 10-tägige Quarantäne. Freitesten ist frühestens nach 5 Tagen und nur auf eigene Kosten möglich. Es gibt Ausnahmen für bestimmte Länder, in denen die Coronoa-Inzidenzen sehr niedrig sind (die sogenannte Anlage A), für Berufspendler und aus familiären Gründen. Frankreich zählt zur Zeit in Österreich als "Hochinzidenzstaat" gemäß Anlage B der Verordnung. Alle  Informationen dazu findet Ihr in der FAQ des Österreichischen Sozialministeriums

Belgien

Das Reiseverbot innerhalb der europäischen Union endet am 19. April. Nach wie vor sollen aber alle unnötigen Reisen verschoben werden. Nach wie vor gilt ein strenges Einreise-, Test- und Quarantäneregime, wenn Ihr Euch länger in Belgien aufhalten wollt oder dort wohnt. Bei der Einreise ins Land ist ein PCR-Test vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Außerdem müsst Ihr Euch online registrieren, wenn Ihr nach Belgien zurückkehrt oder Euch dort länger aufhalten wollt. Ganz Frankreich ist zudem als rote Zone eingestuft! Ausnahmen: Wenn Ihr nicht mit dem Flugzeug, dem Zug, dem Bus oder dem Schiff reist und Euch weniger als 48 Stunden in Belgien aufhaltet, braucht Ihr keinen negativen PCR-Test vorzuweisen.

Alle Einreisenden müssen eine ehrenwörtliche Erklärung ausfüllen und mit sich führen. Download hier:

Download
Ehrenwörtliche Erklärung für die Ein-/Durchreise Belgien/Deutsch
20210320_BU_Verklaring+op+eer_Finaal_DE_
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Tests in der Normandie

Überall werden zur Zeit umfassende Screening-Operationen durchgeführt. Die Teststationen findet Ihr auf der Seite  ARS Normandie.

Wichtig: Um den Ablauf zu beschleunigen, müsst Ihr zum Test Personalausweis, Versichertenkarte und dieses ausgefüllte Formular mitbringen.

 

Antigen-Schnelltests, zum Beispiel für die Rückreise, könnt Ihr auch in Apotheken oder bei den freiberuflichen Krankenschwestern durchführen lassen. Die Seite Santé.fr gibt Euch Auskunft darüber, wo Ihr Euch testen lassen könnt (Postleitzahl im Formular eingeben und Suche aktivieren): Teststationen

 

Selbsttests gibt es in Frankreich mittlerweile auch, allerdings nicht wie in Deutschland im Supermarkt oder gar beim Discounter, sondern ausschließlich in der Apotheke.

Was bedeutet das für meinen Urlaub?

Seit dem 3. Mai ist touristisches Reisen aus EU-Ländern und der Schweiz in die Normandie grundsätzlich wieder möglich – und wird mit Einführung des französischen Gesundheitspasses im Juni weiter erleichtert. Allerdings muss Euch bewusst sein: Die Krise ist noch nicht vorbei – die Infektionszahlen sind nach wie vor hoch, die Inzidenz ist (zum Teil viel) höher als in Deutschland und die Intensivstationen sind in allen Landesteilen voll ausgelastet. Zwar bessert sich die Situation (Stand: 8. Mai) gerade, jedoch langsamer als erhofft. Dennoch habt Ihr in der Normandie gute Chancen, Hygieneregeln einzuhalten, Menschenansammlungen aus dem Weg zu gehen – und mal wieder richtig durchzuatmen.

Meine Empfehlungen für Euch

Das gilt für Euren Aufenthalt in Frankreich:

  • Abstand halten (in Frankreich gelten mittlerweile 2 Meter als Sicherheitsabstand), Masken tragen (chirurgische Masken, FFP2 oder zertifizierte Stoffmasken der Kategorie1, selbstgenähte Masken sind nicht zulässig!) , Hände waschen – Grundvoraussetzungen und immer noch probates Mittel, um sich und andere zu schützen.
  • Regelmäßig lüften, auch das Ferienhaus/die Ferienwohnung.
  • Menschenansammlungen und Feiern grundsätzlich meiden.
  • Für größere Intervalle (mehrere Tage) einkaufen.
  • Ladet Euch die französischen TousAntiCovid-App im App-Store runter. Sie ist nicht mit der deutschen App kompatibel!
  • Zusätzlich ist es sinnvoll, ein Kontakttagebuch zu führen, da immer noch zu wenig Franzosen (zur Zeit circa 14 Millionen) die App auch wirklich nutzen.
  • Kauft bei kleinen lokalen Händlern ein, bei Landwirten auf dem Hof oder auf dem Wochenmarkt. Sie haben unter der Wirtschaftskrise mehr zu leiden, als die Supermarktketten.
  • Restaurants sind zwar noch geschlossen, aber viele bieten Euch Speisen zum Mitnehmen an. Für ganz viele Gastronomen ist das die einzige Möglichkeit, die Krise zu überleben, aber immer mehr geben bereits auf. Meist könnt Ihr anrufen oder eine Mail schicken und Euer komplettes Menü zu einem vereinbarten Termin abholen. Bitte unterstützt unsere lokale Gastronomie und macht von den Angeboten Gebrauch!
  • Nach dem 19. Mai dürfen die Außenterrassen öffnen, macht, wenn Ihr Euch dabei wohlfühlt, Gebrauch, die Gastronomen hatten über sechs Monate geschlossen und brauchen die Einnahmen dringend. Das gleiche gilt für die Museen und anderen Kultureinrichtungen!
  • Es sind seit Februar  vermehrt Pinien-Prozessionsspinner (gefährlich) gesichtet worden und auch die ersten Ringelnattern (ungefährlich, lasst sie in Ruhe!) wurden gesichtet. Ja, und auch die ersten Kreuzottern wurden schon bemerkt. Mehr Infos könnt Ihr auf meiner Seite "Hundegesundheit" erfahren.
  • Am Strand sind – wie letztes Jahr! – sehr viele Seeregenpfeifer unterwegs. Die brüten zum Teil am Rand der Gezeitenzone in den angespülten Steinen, weder Vögel noch Eier könnt Ihr zwischen den Steinchen gut erkennen. Daher leint bitte die Hunde erst ab, wenn Ihr in der Gezeitenzone seid.
  • Wenn Ihr Robben am Strand seht, bitte lasst sie in Ruhe. Robben sind Raubtiere – und freuen sich nicht über tobende Hunde.
  • Auch in Frankreich gilt im Frühling eine Brut- und Setzzeit. Mehr dazu in diesem Artikel.

Ausblick auf die kommenden Wochen

Was Ihr bei Eurem Aufenthalt in der Normandie sonst noch beachten solltet:

  • Fast alle Veranstaltungen, Konzerte, Jahrmärkte ... die bis zum 30. Juni auf der Agenda standen, wurden bereits abgesagt oder verschoben!
  • Für später anberaumte Veranstaltungen werden derzeit zum Teil Sicherheitskonzepte erarbeitet, um sie unter veränderten Bedingungen und in kleinerem Rahmen stattfinden zu lassen.
  • Da Spaziergehen an der frischen Luft die (fast) einzige legale Freizeitbeschäftigung ist, werdet Ihr überall, vor allem auf beliebten Wanderwegen (Küstenwanderwegen) viel mehr Menschen als gewohnt antreffen. Auch Radfahrer sind vermehrt unterwegs! Das hat aber auch den Vorteil, dass neu ausgezeichnet und mehr gepflegt wird. Bei uns in der Zentralmanche werden sogar neue Wanderwege angelegt – Merci!
  • Ähnliches gilt für "frei zugängliche" Sehenswürdigkeiten, wie kleine Häfen, spektakuläre Aussichtspunkte und ähnliches: Hier steppt, im Vergleich zu früheren Jahren, der Bär. Verhaltet Euch entsprechend umsichtig und meidet zu große Menschenansammlungen.
  • Die Franzosen selbst reisten letzten Sommer verstärkt im eigenen Land und in der Normandie war es zumindest an der Küste im Juli und August noch nie so voll wie 2020. Dieser Trend wird sich auch 2021 fortsetzen: LIDL Voyage meldet eine verstärkte Nachfrage vor allem für die Normandie und Bretagne, dafür weniger Interesse an den Mittelmeerregionen. Mobilhomes auf Campingplätzen sind für die Monate Juli und August bereits seit Mitte April mancherorts nur noch schwer zu bekommen.

So entwickelt sich das Infektionsgeschehen in Frankreich

Die aktuelle Inzidenz für Frankreich liegt bei 206,6 am 7. April.

Inzidenz nach einzelnen Städten:

Übersichtlicher ist die Darstellung der Inzidenz pro Département:

Die aktuellen Zahlen:

Die nationale Inzidenz liegt derzeit (07.05.)bei 206,6 (fallend).

Und wie viele Corona-Fälle gibt es aktuell in der Normandie?

Die regionale Inzidenz liegt am 7. Mai bei  219,2 (Vortag: 223,0 Tendenz: leicht fallend). Die Inzidenz wird immer für 7 Tage, rückwirkend ab dem dritten Tag angegeben (also beim 7. Mai für die Woche: 28. bis 4. Mai)

 

Überblick aus der Pressemeldung von ARS Normandie am 4. Mai:
In der Normandie geht die Inzidenzrate weiter zurück (-22,8 % in einer Woche) und ist unter die Schwelle von 250 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner auf 229 gefallen (Quelle SpF=Sante Publique France).

Alle Départements erreichen nun eine Rate von unter 300 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner, dennoch sind in manchen Départements die Inzidenzien noch sehr hoch:

  • mit 269,2 neuen Fällen pro 100 000 Einwohner (Quelle SpF) hat Seine-Maritime immer noch die höchste Rate in der Region
  • das Departement Manche hat die niedrigste Inzidenzrate mit 176,1 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner (Quelle SpF).


Die Zahlen im Überblick:

  •     Normandie: - 22,8 % (SpF-Inzidenzrate vom 25/04 bis 01/05: 229)
  •     Calvados: -17,7% (SPF-Inzidenzrate von 25/04 bis 01/05: 204,2)
  •     Eure: - 22,5 % (Inzidenzrate SpF von 25/04 bis 01/05: 230,7)
  •     Manche: - 30,5 % (Inzidenzrate SpF von 25/04 bis 01/05: 176,1)
  •     Orne : -30,5 % (Inzidenzrate SpF von 25/04 bis 01/05: 200,8)
  •     Seine-Maritime: -21,2% (SpF-Inzidenzrate von 25/04 bis 01/05: 269,2)

Die Krankenhauseinweisungen sind rückläufig, bleiben aber auf hohem Niveau: Mit Stand vom 3. Mai sind 1.467 Personen wegen COVID-19 im Krankenhaus (im Vergleich zu 1.527 am 26. April: - 60), darunter 221 Personen mit COVID auf der Intensivstation (im Vergleich zu 233 am 26. April: - 12). Die Zahl der Aufenthalte auf der Intensivstation übersteigt den im April 2020 erreichten Höchststand.

Der Druck auf das Krankenhaussystem ist trotz des beobachteten Rückgangs nach wie vor groß: Die Belegungsrate der "historischen" (vor der Krise vorhandenen) Wiederbelebungsbetten durch Patienten mit COVID-19 liegt mit 92,1 % immer noch über 90 % (im Vergleich zu 97,1 % am 26. April).

Die Positivrate ist ebenfalls rückläufig und erreicht 7,44 % (Quelle SpF - gegenüber 10,1 % beim letzten Update).


Die Grafiken veranschaulichen die Situation (Quelle: ARS Normandie, PM vom 4. Mai)

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