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Corona-Sommer 2021

Seit dem 9. Juni sind in Frankreich weitgehende Lockerungen in Kraft, die letzten Corona-Restriktionen könnten am 30. Juni fallen. Wie ist die Situation im Land? Was muss ich bei der Einreise beachten? Welche Regeln gelten? Hier bleibt Ihr auf dem Laufenden

Dieser Artikel wird ständig aktualisiert. Stand: 18. Juni, 16 Uhr

Ein Hund  schwarzer Hund vor schwarzem Grund.
Was muss ich beachten, wenn ich jetzt in die Normandie reisen möchte?

Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Meldungen

Breaking News, 18. Juni:

Frankreich - gesamt Kontinentalfrankreich sowie die französischen Übersee-Departments Martinique und Saint-Barthélemy gelten in Deutschland nicht mehr als Risikogebiete.

 

 

 

Die Ausgangssperre wird ab Sonntag, 20. Juni, aufgehoben – zehn Tage früher als geplant. Die Maskenpflicht im Freien ist seit Donnerstag, 17. Juni aufgehoben. Ausgenommen sind bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel auf Märkten oder in Stadien. Was in welchem Département gilt erfahrt Ihr unter dem Menüpunkt&nbsp Maskenpflicht und andere Maßnahmen in der Normandie. Auch in Innenräumen wird es weiterhin notwendig sein, eine Maske zu tragen.

Diese Regeln gelten wegen Corona für die Reise nach Frankreich und in die Normandie

Das Wichtigste vorweg: Geimpfte brauchen keinen Test mehr für die Einreise und fallen bei ihrer Rückkehr auch nicht mehr in die Quarantänepflicht. Weitere Bestimmungen rund um die Ein- und Ausreise im Detail:

Ein- und Ausreise, Gesundheitspass, Quarantäne

Einreise nach Frankreich

Seit dem 9. Juni gilt laut französischem Innenministerium :

  • Wenn Ihr aus einem EU-Land oder einem Schengen-Staat kommt, braucht für die Einreise nach Frankreich einen PCR oder einen Antigen-Schnelltest (keinen Selbsttest), der nicht älter als 72 Stunden sein darf (es gilt das Datum der Durchführung)
  • Vollständig Geimpfte (zwei Wochen nach der zweiten Dosis Astra-Zeneca, Moderna, Biontec-Pfizer; vier Wochen nach der Impfung mit Johnson & Johnson) brauchen keinen Test mehr vorlegen
  • Die Impfung soll durch ein digitales Zertifikat (grüner EU-Ausweis) nachgewiesen werden. Bis zur Inbetriebnahme der digitalen Plattform der europäischen Union gelten Eure nationalen, analogen Impfausweise (gelbe Impfausweise)
  • Wer kein Smartphone hat, kann die Impfung mit einem Impfzertifikat auf Papier (mit QR-Code) nachweisen
  • Nach wie vor müsst Ihr eine ehrenwörtliche Erklärung mit Euch führen (auch als Geimpfte), in dem Ihr bescheinigt, dass Ihr frei von Covid-Symptomen seid und keinen Kontakt zu Infizierten hattet:

Eidesstattliche Erklärung zur COVID-Symptomfreiheit (französisch)

Download
Eidesstattliche Erklärung
09-06-2021-engagement-sur-l-honneur-vert
exe File 14.4 KB

Ausfüllhilfe für das französische Formular

Download
Ausfüllhilfe zur Eidesstattlichen Erklärung
Übersetzung der relaevanten Bestandteile
Ausfüllhilfe.pdf
Adobe Acrobat Dokument 17.4 KB

Für Eure Rückkehr gilt:
Deutschland

Kontinentalfrankreich gilt seit dem 18. Juni nicht mehr als "Risikogebiet". Dadurch entfällt für Euch die Pflicht, Euch über die Seite "Einreiseanmeldung.de" anzumelden, sofern Ihr auf dem Landweg einreist. Auch die Quarantänepflicht beziehungsweise die Vorlage eines negativen Testergebnisses/des Impfnachweises entfallen, sofern Ihr auf dem Landweg von Deutschland nach Frankreich einreist. Allerdings hat die Seite Einreiseanmeldung.de noch nicht übernommen.

 

Wie komme ich in Deutschland an einen digitalen Impfausweis? Die FAQ des Gesundheitsministeriums beantwortet Euch diese Frage.

Schweiz

Die Schweiz stuft seit dem 17. Juni folgende Gebiete in Frankreich als Risikogebiete ein:

 

  • Region Centre-Val de Loire
  • Region Hauts-de-France
  • Region Île-de-France
  • Region Normandie
  • Region Pays de la Loire

Für Eure Heimreise gilt:

  • Einreiseformular ausfüllen
  • Negativen Corona-Test mitführen (Testdurchführung nicht älter als 72 Stunden).
  • 10-tägige Quarantänepflicht in Eurem Zuhause oder in einer geeigneten Unterkunft. Innerhalb von zwei Tagen müsst Ihr Euch bei der für Euch zuständigen kantonalen Behörde melden. Ein negatives Testergebnis entbindet Euch nicht von der Quarantänepflicht!
  • Für Genesene und vollständig Geimpfte entfällt die Quarantäne, wenn sie nicht aus einem Virus-Variantengebiet einreisen. Mehr Infos  auf der Seite der BAG. Genesenen- und Impfzertifikate haben in der Schweiz eine Gülttigkeit von 180 Tagen. Mehr zum Thema.

Österreich

Frankreich zählt, wie viele andere EU-Länder auch, zu Staaten der "Anlage A" mit niedrigem Infektionsrisiko. In diesem Fall müsst Ihr:

  • ein sogenanntes Pre-Travel-Clearance-Formular ausfüllen
  • einen Nachweis gemäß der 3G-Regel vorlegen: Getestet, geimpft oder genesen. Dieser Nachweis (Testnachweis, Impfzertifikat beziehungsweise ärztliches Attest in deutscher oder englischer Sprache) ist mitzuführen und auf Verlangen vorzulegen. Ohne ein solches Attest müsst Ihr bei der Einreise oder innerhalb von 24 Stunden einen Test (PCR oder Antigen) durchführen lassen. Alle  Informationen dazu findet Ihr in der FAQ des Österreichischen Sozialministeriums

Belgien

Frankreich zählt, mit Ausnahmen der Regionen Aquitaine, Limousin, Poitou-Charentes, Provence–Alpes–Côte d’Azur, Mayotte, Corse du Sud, Haute Corse, Martinique – zur roten Zone. Das bedeutet für Einwohner des Landes oder einen längeren Aufenthalt:

 

  • Wer über ein europäisches digitales COVID-Zertifikat verfügt, das einen vollständigen Impfschutz (+ 2 Wochen), einen kürzlich (< 72 Stunden) durchgeführten negativen PCR-Test oder eine Genesung bescheinigt, muss sich nicht in Quarantäne begeben
  • Wer sofort nach der Ankunft (Tag 1 oder Tag 2) getestet wird, muss sich nicht in Quarantäne begeben. Für Personen ab 12 Jahren ist ein negativer PCR-Test erforderlich. Kinder unter 12 Jahren sind von der Testung ausgenommen.
  • Nach wie vor müsst Ihr Euch über das Ihr müsst Euch über das Passagier-Lokalisierungs-Formular (PLF) registrieren. Wenn Ihr nur durch Belgien durchreist, oder Euch weniger als 48 Stunden im Land aufhaltet, müsst Ihr Euch nicht registrieren.

Der französische Gesundheitspass – das "Sesam öffne dich" für viele Veranstaltungen.

Mit dem 9. Juni startet in Frankreich der digitale Gesundheitspass. In ihm werden negative Testergebnisse, Impfzertikfikate aber auch eine durchgemachte Covid-Erkrankung erfasst.

Der Gesundheitspass hat zwei Funktionen:

  • Aktivitäten mit vielen Menschen ermöglichen
  • Reisen erleichtern

Der Gesundheitspass wird ab einem Alter von 11 Jahren benötigt.

Der Gesundheitspass öffnet Euch die Türen zu Großveranstaltungen / Räumlichkeiten, wo mehr als 1.000 Menschen aufeinander treffen, wie:

 

  •     Festzelte, Theater, Sport- oder Kulturstätten, Konferenzräume;
  •     Ausstellungen und Messen;
  •     Stadien, Freiluftanlagen und Hallensportanlagen;
  •     Freizeitparks
  •     Große Casinos
  •     Feste im Freien mit Steh- oder Sitzplätzen
  •     Sportwettkämpfe im Freien
  •     Kreuzfahrten und Passagierschiffe mit einer Kapazität von über 1.000 Passagieren

Auch Ihr als Urlauber müsst Euch an die Regeln des Gesundheitspasses halten, wenn Ihr eine Großveranstaltung besuchen wollt.

Nicht benötigt wird der Gesundheitspass bei alltäglichen Dingen wie Einkaufen oder Restaurantbesuch. Auch kleine Veranstaltungen dürft Ihr ohne Impfnachweis oder negatives Testergebnis besuchen.

Allgemeine Restriktionen und Empfehlungen in Frankreich und in der Normandie

Noch ist das Leben nicht (ganz) im Normalmodus in Frankreich. Auf folgende Einschränkungen müsst Ihr Euch einstellen:

  • Bis zum 30. Juni besteht eine Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr. In dieser Zeit dürft Ihr nur aus wichtigem Grund und mit Selbstauskunft aus dem Haus
  • Versammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum sind derzeit untersagt (Fremdenführungen ausgenommen)
  • Sportliche Aktivitäten im Freien sind mit bis zu 25 Personen erlaubt
  • In allen geschlossenen Räumen, im Nah- und Fernverkehr, im Freien in Gebieten mit erhöhtem Publikumsverkehr oder dort, wo der Präfekt eine entsprechende Verfügung erlassen hat, gilt Maskenpflicht.
  • Es sind nur noch medizinische  Masken (chirurgische oder FFP2) Masken und Stoffmasken der Kategorie 1 zulässig – keine selbst genähten Masken oder solche der Kategorie 2.
  • Wegen erhöhtem Auftreten der britischen Mutante im Land müsst Ihr einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten.

 

Ihr könnt Euch ohne Begrenzung im Land bewegen. Beachten müsst Ihr die nächtliche Sperrstunde: Sie beginnt seit dem 9. Juni um 23 Uhr. Hier könnt Ihr das Formular runterladen:

Download
Selbstauskunft für das nächtliche Verlassen der Wohnung, neue Fassung vom 9. Juni
Die neueste Version gilt für die nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr in der Periode vom 9. bis 30. Juni
09-06-2021-attestation-de-deplacement-de
Adobe Acrobat Dokument 277.7 KB

Mit diesen Tipps kommt Ihr trotz Corona-Pandemie gut durch Euren Frankreich-Urlaub:

  • Meidet große Menschenansammlungen und Feiern/Veranstaltungen, wenn Ihr Euch dabei unwohl fühlt
  • Für größere Intervalle (mehrere Tage) einkaufen, möglichst nicht am Wochenende oder unmittelbar vor Feiertagen. Beste Einkaufszeit in den Supermärkten ist die Mittagspause.
  • Ladet Euch die französischen TousAntiCovid-App im App-Store runter. Sie ist nicht mit der deutschen App kompatibel!
  • Zusätzlich ist es sinnvoll, ein Kontakttagebuch zu führen, da immer noch zu wenig Franzosen (zur Zeit circa 18 Millionen) die App auch wirklich nutzen.

Maskenpflicht und andere Maßnahmen in der Normandie

Die allgemeine Verpflichtung zum Tragfen von Masken unter freiem Himmel wurde zum 17. Juni aufgehoben. Nur in Menschenansammlungen, zum BVeispiel auf Märkten, nbeim Schlangestehen, in Fußgängerzonen an bestimmten Tagen .. gilt nach wie vor die Maskenpflicht.

Solche Verfügungen werden von den Präfekten und zum Teil auch von der Gemeinde erlassen. Grundsätzlich müsst Ihr auf Schildern darauf hingewiesen werden, dass in bestimmten Bereichen eine Maskenpflicht gilt.

Mein Tipp: Habt vorsichtshalber immer ausreichend Masken (Chirurgische/FFP2/Kategorie1-Masken) dabei.

Das gilt in den einzelnen Départements der Normandie:

Calvados

Im Freien und auf öffentlichen Straßen besteht für das gesamte Département nur noch die Pflicht zum Tragen einer Maske unter folgenden besonderen Umständen
- der unmittelbaren Umgebung von Schulen (bis zum Ende des Schuljahres) ;
- Märkte.

Für Veranstaltungen und Räumlichkeiten mit Publikumsverkehr gelten besondere Regeln. Infos bekommt Ihr auf der Seite der Präfektur. 

Eure

Das Tragen einer Maske ist im Freien für alle Personen ab elf Jahren nur noch in den folgenden Bereichen und Fällen vorgeschrieben:

  • Freiluftmärkte, Flohmärkte, Antikmärkte und vergleichbare Veranstaltungen
  • öffentliche Versammlungen (angemeldete Veranstaltungen, Festivals, Straßenfeste usw.);
  • Warteschlangen ;
  • in unmittelbarer Nähe der Ein- und Ausgänge von Bahnhöfen während der Öffnungszeiten in einem Radius von 50 Metern;
  • in unmittelbarer Nähe von Ein- und Ausgängen von Schulen, Hochschulen und Gymnasien beim Betreten und Verlassen von Schülern in einem Radius von 50 Metern;
  • in unmittelbarer Nähe der Ein- und Ausgänge von Gotteshäusern zur Zeit von Zeremonien und Gottesdiensten in einem Umkreis von 50 Metern;
  • an Haltestellen und Bahnhöfen, die von öffentlichen Verkehrsmitteln bedient werden.

Der Konsum von alkoholischen Getränken der Kategorien 3, 4 und 5 ist in öffentlichen Bereichen (Parks, Gärten usw.) verboten. Dieses Verbot gilt nicht für die Terrassen von Schankbetrieben.



Manche

Die Maske ist also nach wie vor Pflicht für alle Personen ab elf Jahren, die:

  • einen Markt, einen Flohmarkt, Garagenflohmarkt oder ähnliche Veranstaltungen besuchen,
  • an einer Kundgebung, einer genehmigten Demonstration oder einem Straßenauftritt auf der öffentlichen Straße teilnehmen,
  • ein Fest, Jahrmarkt oder eine Messe besuchen,
  • sich im Umkreis von 50 Metern um Bahnsteige, Bahnhöfe, Einkaufszentren und Schulen befinden;
  • sich nur zur Zeit des Gottesdienstes in der Nähe einer Kirche aufhalten
  • in einer Warteschlange warten
  • samstags von 10 bis 19 Uhr durch eine Fußgängerzone schlendern
  • sich am Mont-Saint-Michel im Inneren der Festungsmauern befinden (täglich 10 bis 19 Uhr)

Orne

Die Bestimmungen in der Orne wurden noch nicht aktualisiert. Ihr könnt aber mit vergleichbaren Formulierungen wie in den anderen Départements rechnen.

Seine-Maritime

Die Bestimmungen in Seine-Maritime sind im WEsentlichen die gleichen wie in der Manche.

Alles über die Maßnahmen erfahrt Ihr bei der Präfektur.

Reisen während Corona in Frankreich und in der Normandie

Touristisches Reisen und Übernachtungen sind in ganz Frankreich erlaubt. Ihr müsst die Hygienebestimmungen Eurer Unterkunft einhalten. Tets zum Einchecken und während Eures Aufenthalts gibt es nicht. Vereinzelt wurde mir berichtet, dass Eigentümer von Ferienhäusern die Selbstauskunft sehen wollten – auf manchen Vermietungsportalen wird dies den Vermietern auch explizit so empfohlen. Die Regel ist das aber nicht.

Beachtet für die Anreise auch meine Tipps zu Verkehrsregeln in Frankreich.

Unterkünfte in der Normandie und in Frankreich

Ferienhäuser, Chambre d'hôtes und Hotels dürfen Euch wie gewohnt empfangen.

Beachtet die Hinweise Eurer Gastgeber, besondere Verhaltensweisen oder geänderte Ankunfts- und Abfahrtszeiten.

Tipps:

  • Lüftet Euer Ferienhaus regelmäßig.
  • Reinigt im Ferienhaus nur mit den vom Vermieter bereitgestellten Reinigungsmitteln, da nicht alle Chemikalien in den Ausguss gelangen dürfen.
  • Anders als in Deutschland braucht ihr kein negatives Testergebnis vorzuweisen, um einchecken zu können.

 

Die Normandie ist in diesem Sommer unter den Franzosen stark nachgefragt. Wenn Ihr ein Last-Minute-Angebot sucht, schaut auf unserer Ferienhaus-Seite vorbei!

Camping- und Stellplätze haben offen, geöffnet sind auch die Restaurants und Pools auf dem Platz.

  • Für die Sanitär- und Gemeinschaftsräume gilt ein Hygienekonzept. Das könnt Ihr auf der Seite des Campingverbands (Englisch) runterladen.
  • Ihr müsst nicht wie in Deutschland regelmäßig per Test Eure Coronafreiheit nachweisen.
  • Camping- und Stellplätze sind abgeschlossene "Privatgrundstücke", auf denen Ihr Euch auch während der nächtlichen Ausgangssperre bewegen dürft.
  • Beim Freistehen gilt Euer Wohnmobil als Wohnraum. Das bedeutet: Nach 23 Uhr dürft Ihr Euch während der Ausgangssperre innerhalb des Wohnmobils aufhalten, aber nicht mehr davor.  (Quelle: Le Monde du Camping Car).
  • Freistehen mit dem Wohnmobil ist vielerorts möglich, solange Ihr kein Campingverhalten zeigt. Da der Ansturm aber wegen der Corona-Krise überhand genommen hat, gehen viele Gemeinden dazu über, besonders sensible Bereiche (Naturschutzgebiete, Küstenstreifen, Stadtansichten, Denkmäler) mit Abschrankungen zu schützen.
  • Wenn Ihr einen Campingplatz am Meer wollt, solltet Ihr im Juli und August (französische Sommerferien) unbedingt reservieren oder alternativ ein Stück ins Landesinnere ausweichen.

Urlaub in der Normandie im Sommer 2021 – Eure Auszeit

Trotz aller Einschränkungen – Urlaub in Frankreich und in der Normandie sind grundsätzlich möglich. Vor dem Hintergrund fallender Infektionszahlen solltet Ihr Eure Auszeit am Meer diesen Sommer so gut es geht, genießen. Hier bekommt Ihr wichtige Tipps für Euren Urlaub:

Schlemmen in der Normandie – Gastronomie und Einkaufen

Was wäre Frankreich ohne Gastronomie? Und so kehrt mit der Öffnung der Restaurants ein Stück Lebensqualität im Land zurück. Seit 9. Juni gilt:

  • Im Außenbereich und auf Terrassen dürfen die Gastronomen wieder die volle Kapazität ausschöpfen. Es gilt weiterhin die Regel, dass höchstens sechs Personen an einem Tisch Platz nehmen dürfen.
  • Innenräume von Restaurants dürfen mit maximal 50 Prozent der Kapazität belegt werden, es dürfen keine Getränke an der Bar und im Stehen konsumiert werden. Auch hier gilt: Maximal sechs Personen pro Tisch, Maskenpflicht bis Ihr am Tisch seid, während der Bestellung, beim Warten auf Eure Bestellung, wenn Ihr auf die Toilette oder zum Rauchen geht.
  • Kontaktlose Zahlung wird empfohlen, außerdem muss die Bezahlung am Tisch des Kunden stattfinden.
  • Speisekarten sollen möglichst kontaktlos – mit QR-Code oder auf der Schiefertafel – zur Verfügung gestellt werden.
  • Der Betrieb muss einen Aushang machen, auf dem die wichtigsten Hygieneregeln und die Kapazität des Restaurants vermerkt sind.
  • Am Eingang oder auf den Tischen gibt es Papiergästelisten oder scanbare QR-Codes zur Kontaktnachverfolgung. Ihr müsst entweder den Code in die französische App scannen oder Euch mit Kontaktdaten sowie Datum und Uhrzeit der Ankunft in Listen eintragen. Die Daten werden im Kontaktfall den Gesundheitsbehörden zur Verfügung gestellt oder nach 30 Tagen vernichtet.
  • Ab dem 30. Juni gibt es in der Gastronomie keine Kapazitätsbeschränkungen mehr; die Einrichtung von Trennwänden wird empfohlen.

Alle Läden dürfen unter Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen. Seit dem 9. Juni gilt:

  • Kleine Geschäfte müssen nur noch 4 Quadratmeter pro Kunde reservieren, gleiches gilt für Markthallen. Am 30. Juni fallen diese Beschränkungen weg.
  • In Innenräumen gilt Maskenpflicht.
  • Die Kapazitätsgrenzen müssen am Laden angeschlagen sein.
  • Große Supermärkte müssen die Ladenkapazität überwachen.
  • Für Märkte im Freien wird jegliche Begrenzung der Kapazität aufgehoben. In vielen Orten gilt dennoch auch auf den Freiluftmärkten eine Maskenpflicht oder ist ein Einbahnstraßensystem etabliert.
  • Am 30. Juni werden Kapazitätsbegrenzungen für Einzelhandelsgeschäfte und Märkte komplett aufgehoben.

Mein Tipp:

Unterstützt unsere kleine Läden, Biobauern und lokalen Märkte, sie hatten unter der Krise mehr zu leiden als die "Großen".

 

Kultur, Sightseeing und Freizeit

Die Kulturbranche ist besonders schwer von den Maßnahmen während dreier Corona-Wellen betroffen und kann daher jede Unterstützung gebrauchen:

  • Kinos und Theater dürfen mit einer 65-prozentigen Auslastung öffnen
  • Bestuhlte Open-Air-Festivals dürfen mit einer Kapazitätsgrenze von 65 Prozent stattfinden. Es dürfen maximal 5.000 Besucher zugelassen werden, ab 1.000 Teilnehmern ist der Gesundheitspass erforderlich. Bei Festen ohne Bestuhlung entscheidet der Präfekt über die Teilnehmerzahlen und Bedingungen.
  • In der Normandie wurden trotzdem viele Kulturveranstaltungen abgesagt – zum Teil wegen zu strenger Auflagen der Präfekten.
  • Die Fête de la Musique am 21. Juni findet (mit Hygienekonzept und unter Einhaltung der Sperrstunde) grundsätzlich statt, allerdings nicht überall! Viele Veranstalter haben sich entschlossen, die beliebte Open-Air-Veranstaltung abzusagen, nachdem die Auflagen unter anderem Maskenpflicht und Sitzplätze verordnet haben!
  • Folgende Festivals im Juli und August stehen in der Manche in den Startlöchern:
    • Les Pluies de Juillet (vom 8. bis 11 Juli.)
    • Chauffer dans la Noirceur (vom 16. bis 18. Juli)
    • les Grandes Marées (24. Juli bis 1. August)

Museen und sonstige Einrichtungen wie Schlösser dürfen wieder Besucher empfangen:

  • Grundsätzlich muss jedem Besucher 4 Quadratmeter Platz eingeräumt werden. Zum 30. Juni fallen diese Begrenzungen voraussichtlich weg.
  • Zusätzlich gilt an einzelnen Orten Maskenpflicht und ein besonderes Einbahnsystem, um die Besucherströme zu lenken.
  • Bei Sehenswürdigkeiten, die wir bereits besucht haben, steht im Vorspann das Hygienekonzept dabei, hier findet Ihr Infos:
  • An frei zugänglichen Sehenswürdigkeiten müsst Ihr grundsätzlich mit erhöhtem Besucheraufkommen rechnen, als Ihr das von den Vorjahren gewohnt seid. Nehmt daher entsprechend Rücksicht.

Wie sieht Eure Freizeitgestaltung mit Hund in der Normandie aus? Diejenigen unter Euch, die sich gerne jenseits des Mainstreams bewegen, werden kaum Veränderungen zu den Vorjahren merken. Außer, dass es generell viel mehr Menschen in die Natur lockt!

  • Wandern ist unglaublich popluär geworden, die Touristinfos verzeichnen eine exorbitant gestiegene Nachfrage. Vor allem auf den Küstenwanderwegen müsst Ihr daher auch mit mehr Menschen zu Fuß (und auch per Rad/Mountainbike) rechnen.
  • Freizeitparks dürfen inklusive der Fahrgeschäfte öffnen.
  • Messen, Kongresse und Jahrmärkte dürfen mit begrenzter Kapazität stattfinden, ebenso Flohmärkte (Vide greniers). Ab 1.000 Teilnehmer ist der Gesundheitspass erforderlich.
  • Indoor-Sportstätten dürfen wieder öffnen – auch Hallenbäder und Fitness-Studios
  • Sportveranstaltungen mit Zuschauern dürfen mit einer Auslastung von 65 Prozent und einer Obergrenze bis 5.000 Zuschauern stattfinden.
  • An den Stränden der Normandie gilt keine Maskenpflicht, wohl aber zum Teil auf den Strandpromenaden.
  • In einigen Départements sind Feuerwerke ab dem 1. Juli ohne Einschränkungen erlaubt. Ihr müsstr daher mit Feuerwerken zum Nationalfeiertag (14. Juli) rechnen – vor allem in den touristischen Badeorten.
  • Habt Ihr Lust, die Normandie auf ungewöhnliche Art kennenzulernen? Dann schaut doch mal in meinem Jahresprogramm vorbei!

Auch noch wichtig

Mehr Menschen sind in der Natur unterwegs – das bedeutet für den Einzelnen, ganz unabhängig von Corona, ein erhöhtes Maß an Achtsamkeit. Wir alle profitieren von der Normandie und ihren Naturschönheiten.

Meine Tipps und Empfehlungen:

  • Häufig wurden dieses Jahr Kreuzottern und Vipern gesehen – und auch schon mehrere Hunde gebissen. Unannehmlichkeiten drohen zudem von Grannen und von Zecken. Sucht Eure Hunde daher nach dem Gassi ab.
    Mehr dazu in meinem Artikel: Gesundheitsgefahren.
  • Am Strand sind – wie letztes Jahr! – sehr viele Seeregenpfeifer unterwegs. Die brüten zum Teil am Rand der Gezeitenzone in den angespülten Steinen, weder Vögel noch Eier könnt Ihr zwischen den Steinchen gut erkennen. Daher leint bitte die Hunde erst ab, wenn Ihr in der Gezeitenzone seid.
  • Wenn Ihr Robben am Strand seht, bitte lasst sie in Ruhe. Robben sind Raubtiere – und freuen sich nicht über tobende Hunde.
  • Auch in Frankreich gilt im Frühling eine Brut- und Setzzeit. Mehr dazu in diesem Artikel.
  • Wo Schafe grasen, gehören Eure Hunde grundsätzlich an die Leine!
  • Nehmt Müll, Exkremente (von Zwei- und Vierbeinern) und Masken wieder mit und dekoriert nicht die Landschaft damit.

Und das Coronavirus? Wie ist die Lage in der Normandie und in Frankreich?

Inzidenzien & Infizierte aktuell

Lange Zeit gingen in der Normandie die Zahlen viel langsamer zurück als im Rest des Landes. Doch das hat sich im Laufe des Mais angeglichen, der Unterschied der Sieben-Tage-Inzidenz ist nur noch marginal. Mittlerweile ist die Lage im gesamten Land recht entspannt. Sorgen macht den Behördern jedoch die "Delta-Variante" ("indische Mutante"), die im Südwesten in einigen Clustern entdeckt wurde, ohne dass es einen Kontakt zu Reisenden aus Indien oder Großbritannien gab.

Vorbei ist die Pandemie also noch nicht – auch wenn alle Indikatoren gerade auf "grün" stehen.

Aktuelle Zahlen:

  • Die 7-Tage Inzidenz beträgt in Frankreich (17. Juni):
    35/ 100.000 Einwohner (Tendenz fallend)
  • in der Normandie (17. Juni) 32 / 100.000 Einwohner (Tendenz fallend).

Die genauen Daten könnt Ihr interaktiv den beiden untenstehenden Karten entnehmen – entweder für das Département und die Region oder auch punktgenau für Euren Wohnort:

Karte für einzelne Wohnorte:

Karte für Départements:


Tests in der Normandie

Überall werden zur Zeit umfassende Screening-Operationen durchgeführt. Die Teststationen findet Ihr auf der Seite  ARS Normandie. Wichtig: Um den Ablauf zu beschleunigen, müsst Ihr zum Test Personalausweis, Versichertenkarte und dieses ausgefüllte Formular mitbringen.

 

  • Antigen-Schnelltests, zum Beispiel für die Rückreise, könnt Ihr auch in Apotheken oder bei den freiberuflichen Krankenschwestern durchführen lassen. Die Seite Santé.fr gibt Euch Auskunft darüber, wo Ihr Euch testen lassen könnt (Postleitzahl im Formular eingeben und Suche aktivieren): Teststationen
  • Die Kosten für den Test sind sehr unterschiedlich, so wurde uns von Preisen um die 25 Euro berichtet; andere Urlauber bekamen sie aber in der Apotheke kostenfrei. Auch im Testzentrum in Coutances war der Test kostenlos zu bekommen – für die Übermittlung des Ergebnisses wird hier allerdings eine französische Handynummer benötigt.
  • Laut französischer Regierung sollen demnächst PCR-Tests für Reisende komplett kostenfrei sein!
  • Selbsttests gibt es in Frankreich mittlerweile auch, allerdings nicht wie in Deutschland im Supermarkt oder gar beim Discounter, sondern ausschließlich in der Apotheke. Rechtlich relevant im Sinne eines negativen Nachweises sind sie allerdings nicht!

In eigener Sache

Die ständige Aktualisierung dieser Infos nimmt viel Zeit in Anspruch. Wenn Ihr mich und meine Arbeit unterstützen wollt, schaut doch bitte mal auf dieser Seite vorbei:

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